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Familien-Auto: Peugeot Rifter – das große, günstige und etwas uncoole Familienauto

Ein Auto wie der Peugeot Rifter ist maximal uncool, dafür kann man mit ihm einen Umzug stemmen. Er bietet ganz viel Platz für geringes Geld – zumal erstmals eine Maxi-Version angeboten wird.

Peugeot Rifter Puretech 110 - der Normverbrauch liegt bei 5,7 Litern

Peugeot Rifter Puretech 110 - der Normverbrauch liegt bei 5,7 Litern

Alle Welt fährt heute ein SUV – Autos, die vor allem protzig und teuer sind. Außen wirken sie mächtig, innen sind sie eher klein. Einen vernünftigen Laderaum hat man nur bei den Größten des Genres wie dem BMW X5 oder dem VW Touareg.

Bei Preisen deutlich über 50.000 Euro helfen diese Wagen jungen Familien wenig. Für sie gibt es eine andere Wagenklasse: die sogenannten Hochdachkombis. Diese Wagen sind maximal uncool – dafür aber maximal praktisch. In Deutschland führt der Caddy von Volkswagen die Klasse an, die 1996 vom Citroen Berlingo/Peugeot Partner begründet wurde. Nun schickt Peugeot ein neues Modell ins Rennen: den Rifter. Der Rifter basiert auf dem gleichen Fahrzeug wie die Konzerngeschwister Opel Combo und Citroën Berlingo.

Familien-Auto: Peugeot Rifter – das günstige Transportwunder für Familien
Peugeot Rifter Puretech 110 - 81 kW / 110 PS und 205 Nm

Peugeot Rifter Puretech 110 - 81 kW / 110 PS und 205 Nm

Erstmals als Langversion

Erstmals gibt es den Peugeot mit zwei Längen. 4,40 Meter ist das normale Modell lang, die Maxi-Version wurde um 35 Zentimeter auf 4,75 Metern gestreckt. Die Langversion erreicht fast die Größe eines VW Busses und bietet sich als günstige Alternative zu einem VW Multivan an.

Ein Wagen wie der Rifter wird nicht wegen extravaganter Motoren gekauft. Hier gibt es solide Hausmannskost aus dem Konzernregal. Die gute Nachricht: Man kann auch mit dem Basismotor, einem 1,2 Liter großen Dreizylinder-Turbo, und seinen 110 PS leben. Wer den Wagen volllädt und viel auf der Autobahn unterwegs ist, ist mit dem stärkeren Diesel und 130 PS natürlich besser bedient.

Angesichts des Preisvorteils sollte man den kleinen Benziner aber zumindest in Betracht ziehen. Er kommt mit den 1,5 Tonnen des Rifter gut zurecht. Ein Rennwagen wird der Wagen nicht. 11,7 Sekunden dauert es, bis Tempo 100 erreicht sind, die Top-Geschwindigkeit liegt bei 169 km/h – doch mehr erwartet der Rifter-Fahrer auch nicht. Der Normverbrauch wird mit nur 5,7 Litern Super auf 100 Kilometern angeben.

Einfach sehr viel Platz

Bei einem Hochdachkombi ist die Variabilität im Innenraum interessanbt. Das Ladevolumen reicht von üppigen 571 bis hin zu gigantischen 2693 Litern. Sehr nützlich ist der Aufbau der Aufbau der Hinterbank: Mit wenigen Handgriffen lassen sich die drei Sitze im Fahrzeugboden versenken. Sie sinken dabei deutlich tiefer, als man es von einem Pkw gewohnt ist, und bieten entsprechend mehr Transportraum. Magic Flat nennt Peugeot das System. An Staufächern hat es wie immer in dieser Klasse keinen Mangel. Gegenstände kann man nicht nur in den Türtaschen, sondern auch in Fächern in Boden und Dach verstauen, während die Insassen vorn die großen Fächer in der Mittelkonsole oder über dem Kopf nutzen dürfen.

Gewöhnungsbedürftig ist das das winzige Lederlenkrad. Der klobige Satellitenarm ist auch wenig zeitgemäß. Der günstigen Fahrzeugklasse ist geschuldet, dass es keine elektrische Heckklappe oder elektrische Schiebetüren gibt – auch nicht als Extra oder in der Topversion.

Marktpreise sind nicht Listenpreise

Dafür ist das Platzangebot schlichtweg üppig. Das Raumgefühl ist weit großzügiger als in einem Luxus-Pkw. Schon die 4,40 Meter lange Version bietet mehr Platz, als fünf Personen benötigen.

Für 23.990 Euro gibt es die Ausstattungsvariante Allure. Sie bietet Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, Fensterheber vorne und hinten, Ablagefächer und Klapptische. Dazu abblendbare Spiegel, eine Einparkhilfe und einen umklappbaren Beifahrersitz.

Von den 24.000 Euro wird man einiges sparen können. Erfahrungsgemäß können der Peugeot Rifter wie auch der Citroën Berlingo ihre Listenpreis-Wünsche nicht im Markt durchsetzen. Die Marktpreise für Tageszulassungen dürften auch in Zukunft weit unter der Preisempfehlung liegen. Wer mit dem soliden Einstiegsbenziner leben kann, dürfte hier konkurrenzlos viel Transportraum fürs Geld bekommen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.