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Nasa-Camper: Wohnwagen wie Raumstation - Nasa-Architekt entwirft Camping-Anhänger

Garrett Finney hat Überlebensräume für Astronauten entwickelt, nun konstruiert er hochfunktionelle Camping-Anhänger für Offroad-Abenteuer jenseits des Campingplatzes.

Anhänger wie der Mantis sollen ein Leben lang halten.

Anhänger wie der Mantis sollen ein Leben lang halten.

Der normale Wohnwagen auf dem deutschen Campingplatz verströmt mit Nussbaum- oder Ahornfolien den Charme eines Wohnzimmers aus den 1960er Jahre. Designmodelle versuchen mit mehr Schick eine Trendwende – das sieht dann meist nach Jachtbau oder sehr weiß aus.

Aber was passiert, wenn jemand, der Lebens- oder besser Überlebensräume für die Astronauten der Nasa geschaffen hat, nun Camping-Anhänger entwirft?

Camper als Überlebensraum

Denn genau das macht Garrett Finney. Früher war Senior Architect am Nasa Habitability Design Center und arbeitet etwa an der ISS mit. Dann hat er Taxa Outdoors gegründet. Seine Philosophie ist die gleiche geblieben. "Die ISS-Ingenieure haben etwas geschaffen, in dem Menschen überleben können. Und auch wir mussten darüber nachdenken, wie man gut überleben kann", sagte Finney zu "Popular Mechanics".

Für die ISS analysierte er das komplizierte Gleichgewicht zwischen Energie-, Effizienz- und Ressourcenbedarf von Raumstation und Besatzung und so plant er auch seine Camper.

Die Anhänger von Taxa Outdoors sind vor allem eins: hochgradig funktionell. Mit ihren Stauflächen, Verzurr-Gurten erinnern sie an Militär-Unterstände, U-Boote oder eben eine Raumstation. An Instagram geeignete Farbcodes und Oberflächen wurde nicht gedacht.

Während in den USA ein Camper häufig gar nicht groß genug sein kann, ging Finney einen anderen Weg und griff den Trend zum Offroad-Camping auf. Platz genug gibt es in den USA, doch Wohnmobile, die zehn Meter lang sind, können nicht den Highway und die dortigen Campingplätze verlassen.

Unkaputtbare Anhänger

"Ich habe mir Leute mit diesen wirklich großen Wohnmobilen angesehen und dachte: Wow, ich sollte über Leute in kleinen Räumen nachdenken." Erste Konsequenz: Der Hänger durfte nicht schwer werden. Er sollte von einem kleinen Camper oder Mini-Van gezogen werden können. Um etwa ein Tiny-House zu bewegen, benötigt man in den USA einen ausgewachsenen Full-Size SUV oder Pick up.

Zweite Forderung: Die Anhänger müssen in eine normale Garage passen, sodass man keinen Stellplatz in der Halle mieten muss. Höhe und Breite sind also begrenzt. Mit dem Modell Mantis ging Finney nun auch in Richtung Nachhaltigkeit und verzichtet auf Spanplatten und womöglich Formaldehyd belasteten Stoffen. Im Inneren setzt er Birke ein. Das aufklappbare Dach des sechs Meter langen Mantis ermöglicht eine gute Stehhöhe, der Anhänger bietet Platz für vier Erwachsene. Die Außenwandung ist aus Aluminium aufgebaut, sie soll die Verwindungen eines langen Offroadlebens wegstecken können. Taxa-Mobile werden ein Leben lang halten, davon ist Finney überzeugt. Dann passt auch der Preis von 32.000 US-Dollar.

Homepage: Taxa Outdoors

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