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Faszination: Neuheiten auf der Monterey Car Week 2022 Alles so schön bunt hier

The Quail 2022
The Quail 2022
© press-inform - das Pressebuero
Die Automessen sind tot – die Monterey Car Week hat als prächtigste Autoveranstaltung der Welt längst deren Platz eingenommen. Nirgends wird das deutlicher als beim exklusivsten Event der Veranstaltungswoche, The Quail – a Motorsports Gathering – ist eine farbenfrohe Parallelwelt. Immer mehr Hersteller präsentieren hier ihre Neuheiten.

Die Absage des Genfer Autosalons im Frühjahr 2023 kam diese Woche alles andere als überraschend – und war doch an dem ein oder anderen Markenstand in Pebble Beach ein Thema. Überraschend kam die endgültige Absage für niemanden und kaum jemand stört sich ernsthaft daran, denn international tot war der Genfer Salon schon ein paar Jahre. Die Autobranche hat längst Alternativen gefunden, die hauseigene frohe Botschaft in die automobile Welt hinauszutragen – einige sind virtuell – andere höchst persönlich. Wer in der Autobranche etwas auf sich hält, ist nicht nur bei der Monterey Car Week präsent, sondern baut seine Zelte auch bei „The Quail – a Motorsports Gathering“ auf. In entspanntester Atmosphäre treffen sich auf einer umfunktionierten Spielbahn des Quail Golfclubs jene Automarken, die es sich leisten können, der Monterey Car Week die Krone aufzusetzen. Der Eintritt kostet 1.500 US-Dollar Euro, die Warteliste ist lang und der Zugang streng begrenzt. Angeblich dürfen lediglich 3.500 Besucher ihren Fuß auf die exklusiven Grüns in einer der wohlhabendsten Gegenden der USA setzen.

Willst Du etwas gelten, muss man hier sein, lautet die Prämisse. Dementsprechend mächtig fahren die Autobauer auf: Porsche zeigt hier seinen neuen GT3 RS, Audi gibt mit seinen drei Sphere-Studien einen Ausblick auf die eigene elektrische Zukunft, McLaren zieht das Tuch von seinem Solus GT, einem Fahrzeug, das seine Premiere als Vision Gran Turismo in dem gleichnamigen weltbekannten Videospiel feierte und jetzt auf die Straße kommt. Lucid lässt seine Kunden vom Sapphire und spektakulären 777 kW / 1.111 PS träumen, während Lamborghini-CEO Stephan Winkelmann den neuen Urus Performante der Öffentlichkeit vorstellt. Das italienische Power-SUV kommt mit der Empfehlung eines Pikes Peak Rekords nach Kalifornien. Der 666 PS starke Crossover durcheilte die 156 Kurven in 10:32,064 Minuten und entriss dem Bentley Bentayga die Krone. Noch schneller würde es wohl der neue Aston Martin V12 Vantage Roadster schaffen; 700 PS stark und 322 km/h schnell. Ebenfalls offen: der elektrische Polestar 6.

Doch es sich nicht nur die großen Hersteller, die sich und ihre neuesten Produkte auf der exklusiven Quail-Veranstaltung einem erlauchten Kundenkreis vorstellen. Natürlich ist das Interesse an einem Rimac Nevera, Maserati MC20 Cielo, dem Bentley Bentayga EWB oder einem Lincoln Model L100 Concept besonders groß. Doch es sind auch die kleinen Marken aus der dritten und vierten Reihe, die hier ihren großen Auftritt haben. Manx lässt einen coolen Buggy 2.0 Electric auferstehen, Ruf zeigt seinen offenen Bergmeister, Gordon Murray verzückt Fans mit dem GMA 33 Supercar und Gunther Werks wandelt mit 993er Umbauten auf den Spuren des Porsche-Umbauers Singer. Die kontern dieses Ansinnen mit einem Turbo Study, einem Boliden mit 375 kW / 510 PS. Nicht zu verwechseln mit den hybriden Supersportlern von Czinger 21C V Max und Hyper GT, die optisch beinahe so abgefahren daherkommen wie die Neuauflage von Hispano Suiza – 1.114 PS stark und natürlich elektrisch wie immer mehr Fahrzeuge auf dem grünen Rasen, die preislich allenfalls noch von Firmen überboten werden, die Luxusyachten oder Helikopter anbieten.

Wenn die Events von Pebble Beach im Rahmen der Monterey Car Week die Automesse der Zukunft ist, dann ist The Quail die knallrote Kirsche auf der schillernden Krone. Die automobile Zukunft entscheidet sich zumindest im ertragreichen Premium- und Luxussegment hier und nicht auf einer müden Automesse in einer grauen Halle mit gleißendem LED-Licht und künstlich ausgelegter Teppichware. An neuen Fahrzeugen vorbeizuflanieren mit einem Glas Champagner in der Hand, während einen Hut und Sonnenbrille vor allzu starker Sonneneinstrahlung schützen. Kein Wunder, dass Hersteller, Besucher und selbst jene Fans, die keine Eintrittskarte bekommen haben, die Veranstaltungen lieben. An Zufahrten und auf Parkplätzen stehen nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und fotografieren die Gäste, deren eigene Autos kaum unspektakulärer sind als die in Pebble Beach ausgestellten. Neid und Missgunst sucht man hier rund um Pebble Beach ebenso vergeblich wie künstlich angestachelte Diskussionen rund um Emissionen und die rechte Antriebsart. Elektro, Plug-in-Hybrid, bollernder V8, donnernder V12-Turbo oder hoch drehender Sechszylinder-Boxer – hier hat jede Antriebsart ihre Existenzberechtigung. So ein automobiles Hochamt bräuchte man auch in Europa – die Hersteller kämen in Scharen – so wie in Pebble Beach und der Monterey Car Week.

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