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MG4 Electric
MG4 Electric
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MG meint es mit seinen Elektromodellen gerade in Europa überaus ernst. Denn der chinesische Autobauer greift mit dem neuen MG4 Electric ein Volumenmodell wie den VW ID 3 an. Der MG4 Electric ist dabei das erste Fahrzeug auf der neuen MSP- Plattform. Die Markteinführung des Kompaktklassemodells ist für das Jahresende geplant.

Speziell mit seinem gefälligen Mittelklassecrossover des Marvel R machte der chinesische SAIC-Ableger MG auf sich aufmerksam. Zum Jahreswechsel sollen die ersten Kunden im neuen Einstiegsmodell MG 4 Electric sitzen und dieser hat gerade in Europa einen zentralen Gegner: den elektrischen Golf der Zukunft, den VW ID 3. Mit dem MG4 führen die Chinesen die neue Elektroplattform des SAIC-Konzerns ein, auf der nicht nur Kompaktklassemodelle unterwegs sein werden. Mit einer Länge von 4,28 Metern und einem Hinterradantrieb spielt der MG4 Electric in einer Liga mit einem VW ID 3, einem Cupra Born und dürfte nicht nur in Europa ein ernsthafter Wettbewerber von Zukunftsmodellen wie dem Peugeot e-308 oder einem Opel Astra-e sein.

Wahlweise ist der MG4 mit einer nur elf Zentimeter hohen Flachbodenbatterie ausgestattet, die über eine Kapazität von 51 oder 64 kWh verfügt, was eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern ohne Nachladung ermöglichen soll. Innen gibt es durch das flache Batteriepaket im Unterboden und den Hinterradantrieb viel Platz für bis zu fünf Passagiere und eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von 50:50. Zunächst wird der MG4 Electric mit den Batterie-Kapazitäten 51 kWh und 64 kWh erhältlich sein. Mittelfristig soll es jedoch nicht bei dem 125 kW / 170 PS sowie 150 kW / 204 PS starken Heckantrieb bleiben und der MG4 bekommt weitere Leistungsstufen sowie einen optionalen Allradantrieb. Der MG4 Electric beschleunigt in weniger als acht Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Der MG4 Electric basiert als erstes MG-Motor-Modell für den europäischen Markt auf der vom Mutterkonzern SAIC entwickelten MSP-Plattform für batterieelektrische Fahrzeuge. Die modulare Architektur bietet Vorteile in Bezug auf Flexibilität, Raumnutzung und speziell Gewichtsersparnis. Ihr skalierbarer Aufbau eignet sich für Radstände von 2,65 bis 3,10 Meter, was verschiedene Karosserieaufbauten von einer Schrägheckversion über Limousinen bis zu einem Crossover ermöglicht. „Bei dem von SAIC Motor entwickelten ‚ONE PACK‘-Batteriesystem ist die Projektionsfläche aller Batterien auf der modularen, skalierbaren Plattform gleich“, sagt Zhu Jun als Chefingenieur von SAIC, „mit diesem Konzept lassen sich theoretisch problemlos Batterien mit einer Kapazität von 40 kWh bis 150 kWh realisieren. Es kann den Energiebedarf von Modellen der Klassen A0 bis D decken und bietet den Nutzern eine flexible und vielfältige Auswahl. Die Kunden können zunächst eine kleine Batterie erwerben und diese dann austauschen oder aufrüsten, wenn eine größere Reichweite erforderlich ist.“

Der MG4 ist auf seiner MSP-Plattform zum Marktstart mit einer 400-Volt-Bordspannung ausgestattet; kann für nachfolgende Modellgenerationen jedoch auf eine 800-Volt-Technik für größere Ladegeschwindigkeiten aufgerüstet werden. Außerdem kann der Antriebsstrang zukünftige BaaS-Batterietauschsysteme (Battery as a Service) unterstützen.

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