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Alpha Armouring Titan: Schutzwall auf Rädern

Eine gepanzerte Mercedes G-Klasse ist in Russland nichts Besonderes und auch in Krisenregionen der Welt gehören die düsteren Geländewagen längst zum Straßenbild. Doch ein mattgrauer Alpha Armouring Titan ist selbst in Moskau oder Kiew noch eine Schau.

Alpha Armouring Titan - wiegt über vier Tonnen

Alpha Armouring Titan - wiegt über vier Tonnen

In gepanzerten Fahrzeugen sind in unseren Breiten zumeist hochrangige Politiker, Könige, Staatsgäste und Wirtschaftsgrößen unterwegs. In anderen Regionen der Welt sieht das ganz anders aus. Gerade in Ländern wie Südamerika, Russland oder den baltischen Staaten gehören schwer gepanzerte Schutzkolonnen zum Alltag. Während sich viele Politiker oder Konzernlenker von Dax30-Konzernen in Zentraleuropa um maximales Understatement bemühen, durch ihre Panzerfahrzeuge nicht aufzufallen, sieht das beispielsweise in Metropolen wie Moskau, Sankt Petersburg, Mexiko City, Riga, Minsk oder Kiew ganz anders aus. Hier trägt man gerne etwas dicker als dick auf und da ist eine gepanzerte Mercedes S-Klasse oder ein schwer gesicherter Audi A8 eben kontraproduktiv, wenn man neben allem Schutzbedürfnis auch noch mit seinem Gefährt auffallen will.

Alpha Armouring Titan: Schutzwall auf Rädern
Alpha Armouring Titan - wiegt über vier Tonnen

Alpha Armouring Titan - wiegt über vier Tonnen

Der Mercedes G 500 4x4² ist eine der spektakulärsten G-Klasse aller Zeiten, aber manchem Kunden eben noch nicht einzigartig genug. Zudem fehlt die lebensrettende Panzerung, die Mercedes bei seinem Spaßmobil gar nicht anbietet. Eine ertragreiche Geschäftslücke, die Klaus Ackermann aus Garching bei München für sich erkannt hat. Seit Jahren bietet er mit seinem Unternehmen Alpha Armouring gepanzerte Mercedes G-Klassen, V-Klassen und Toyota Land Cruiser an, die an Privatpersonen, Organisationen oder Behörde gehen. Doch zunehmend geht es den finanzstarken Kunden nicht allein um den entsprechenden Schutz gegen die Wirren des alltäglichen Lebens. Man will auffallen und dabei allen Komfort einer Luxuslimousine genießen. So kreierte Klaus Ackermann zusammen mit seinem Team den Alpha Armouring Titan. Kurz gesagt die ungewöhnliche Kreuzung aus einer gepanzerten Luxuslimousine, einem spektakulären Showmobil und einem waschechten Geländewagen für unwegsames Terrain.

Hierfür wurde der bereits alles andere als normale Mercedes G 500 4x4² kurzerhand in zwei Hälften geteilt und um 60 Zentimeter verlängert. Portalachsen, Antriebstechnik und Komfort vorne kennt man vom knapp 300.000 Euro teuren Serienfahrzeug aus Grazer Produktion. Doch statt der alles andere als bequemen Serienrückbank einer G-Klasse gibt es Dank der Verlängerung große Fondtüren und vier komfortable Einzelsitze aus der V-Klasse. Sitze und sämtliche Komfortfunktionen lassen sich über Smartphones bedienen, die zentral in belederten Halterungen stecken. Dazu und allenfalls auf den zweiten Blick ersichtlich gibt es eine lebensrettende Panzerung von Blech und Scheiben, die selbst Kalaschnikov-Maschinenpistolen Stand halten soll, wenn es zum Überfall kommt.

Diese alles andere als unauffällige Lebensversicherung ist etwas für die Kunden, die bereits alles haben. "Auch dieser Kunde ist seit vielen Jahren bereits Kunde bei uns und hat schon G-Klassen", gibt Klaus Ackermann wenig über seinen Auftraggeber preis, "so ein Umbau findet in enger Abstimmung mit dem Kunden statt, wenn es um technische Ausstattung oder zum Beispiel die Farbe geht." Das kostet Zeit und hat seinen Preis. So liegt die Bauzeit des Titan bei bis zu sechs Monaten und kostet letztlich rund 900.000 Euro - zzgl. Mehrwertsteuer. Der Auftritt der verlängerten G-Klasse im Panzerkleid ist Dank Verlängerung und der breiten Spur dafür mehr als imposant. Wenn der restliche Verkehr trotz Schutzkolonne vor und hinter dem Fahrzeug nicht sofort zu Seite springt, helfen gleißend helle Flash-Leuchten, die im Kühlergrill und hinter dem Innenspiegel versteckt sind.

Hinter dem Steuer überrascht die Giganto-G-Klasse mit einer vergleichsweise gewöhnlichen Fahrweise. Die über vier Tonnen Leergewicht werden vom aufgeladenen V8-Doppelturbo überspielt, der von Mercedes-Edeltuner Brabus auf über 500 PS erstarkt ist. Ein Tritt aufs Gas und das mattgraue Ungetüm spurtet los, wie ein Wilder, während die zentimeterdicken Scheiben kaum Geräusche in den Innenraum lassen und die mächtigen 22-Zöller über alles hinwegrollen, was sich ihnen in den Weg legt. Werden die riesigen schwarzen Gummis einmal zerstört, kann der Alpha Armouring Titan natürlich Dank seiner Notlauffelgen aus der Gefahrenzone bollern. Die breite Spur und mächtige Bremsen sorgen dabei auch bei ambitionierter Fahrweise für die entsprechende Mobilität und einen kalkulierbaren Grenzbereich. "Das wird bei den gepanzerten Fahrzeugen immer wichtiger", ergänzt der Garchinger, "immerhin muss man bei Gefahr so schnell als möglich aus der Gefahrenzone kommen." Und wer nicht gefährdet ist, kann mit dem Titan ebenfalls auf dicke Hose machen. Der Koloss ist für die westliche Welt auch ungepanzert zu bekommen. Der Auftritt ist dann nicht weniger imposant.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.