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Vorschläge einer Kommission: Australien: Ablenkung durch Kinder beim Autofahren soll bald bestraft werden

In Australien sollen die Verkehrsregeln überarbeitet werden. Eine Kommission schlägt unter anderem vor, dass Eltern, die sich am Steuer von ihren Kindern ablenken lassen, eine Geldstrafe drohen soll.

Kind im Auto

Kinder im Auto können wie Smartphones schnell zu einer gefährlichen Ablenkung werden

Getty Images

Längere Autofahrten mit Kindern bringen Eltern oft an die Grenzen ihres nervlichen Leistungsvermögen. Besonders schwierig wird es, wenn sich die Kleinen auf der Rückbank kabbeln. Dann sehen sich die Eltern unter Umständen gezwungen, auch mal von vorne schlichtend einzugreifen – womöglich auch die Person, die gerade am Steuer sitzt und sich eigentlich auf den Verkehr konzentrieren soll.

Wer sich so im Straßenverkehr ablenken lässt, könnte in Australien bald bestraft werden. Das Szenario steht auf einer Liste von Ablenkungen durch Technologie, Kinder und Tiere, die die australische Verkehrskommission erstellt hat und über die die "Daily Mail" berichtet. Kinder gelten dort als ähnlich gefährliche Ablenkung wie beispielsweise die Smartphonenutzung beim Fahren.

Geldstrafe bei mehr als zwei Sekunden Ablenkung durch Kinder

Die Kommission hat verschiedene Vorschläge zur Überarbeitung der Verkehrsregeln vorgelegt. Demnach sollen unter anderem Fahrer, die sich von ihren Kindern länger als zwei Sekunden ablenken lassen und dadurch nicht auf die Straße schauen, mit Geldstrafen rechnen müssen. Auch in anderen Segmenten sollen die Regelungen angepasst werden.

Vor allem im Bereich der Technologie hat sich so viel getan, dass die aus dem Jahr 1999 stammenden Verkehrsregeln in Down Under dem Stand der Realität nicht mehr gerecht werden. Bisher ist die Nutzung von Handys am Steuer komplett verboten. Nach den Vorschlägen der Kommission soll es in Zukunft erlaubt sein, Telefone per Sprachsteuerung zu bedienen und Navigationsprogramme während der Fahrt zu nutzen. "Durch die Innovationen kann man schwer unterscheiden zwischen Funktionen, die Fahrer ablenken, und solchen, die ihre Sicherheit verbessern könnten", sagte Charles Mountain, Sprecher eines Automobilvereins in Australien.

Quelle: "Daily Mail"

epp

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