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Großbritannien: 19-Jährige beschwert sich über Busfahrer wegen Homophobie – er wird suspendiert

Ein britischer Busfahrer weigerte sich, einen Bus mit regenbogenfarbener Busnummer zu fahren. Fahrgäste sollten warten, bis er das Fahrzeug getauscht habe. Nun fährt er vorläufig gar nicht mehr.

Im Zentrum von Norwich wollte Rebecca Spears einen Bus der Linie 501 besteigen, als der Fahrer ihr erklärte, sie müsse warten, bis er das Fahrzeug getauscht habe. Die Ziffern vorn und hinten am Bus waren in Regenbogenfarben auf dem Display zu sehen, um Gay Pride zu feiern. Das passte dem Fahrer nicht, weil es "Homosexualität fördern" würde, zitiert die 19-Jährige die Worte des Mannes in einer Beschwerde bei dem Beförderungsunternehmen Konectbus via Twitter. Vier Tage ließ sich der Betreiber Zeit, um zu reagieren. Gestern veröffentlichte er eine Stellungnahme, in der es unter anderem hieß, man habe den Fahrer seines Dienstes enthoben.

"Go East Anglia ist stolz auf Werte, die Diversität und Inklusion unterstützen", heißt es dort über den Konzern Go East Anglia, zu dem auch Konectbus gehört. "Als Firma dulden wir bei unseren Fahrern kein Verhalten, das unsere Ansicht nicht unterstützt. Der an diesem Vorfall beteiligte Fahrer wurde suspendiert und es wird eine vollständige Untersuchung geben." Das Unternehmen hatte anlässlich des Gay-Pride-Monats Juli noch stolz auf seine regenbogenfarbenen Busnummern hingewiesen.

Twitter-User reagieren geteilter Meinung

Während einige User die Reaktion des Busunternehmens zwar liken, erhält die Firma aber auch immensen Gegenwind. "Ich wusste nicht, dass Ihre Fahrer gezwungen werden, eine Ideologie zu fördern, die Kindern sagt, sie könnten ihr Geschlecht selbst wählen", schreibt User Pàdair. "Ich habe auch nicht viel Hoffnung für den Fahrer bei den Untersuchungen in eurem Känguru-Gericht", schreibt er weiter. User Matt schreibt: "Schämen Sie sich, jemanden aus dem Job zu nehmen, weil er etwas nicht unterstützen will, das seinen Ansichten widerspricht. Er hat seine Arbeit gemacht, wollte nur dabei nicht diese Ansichten verbreiten #nazibus".

Oberstufenschülerin Rebecca wünscht sich, dass "homophobe und bigotte Menschen" mit solchen Handlungen nicht davonkommen. Schließlich sei 2019, die Leute sollten sich mal etwas erwachsener und aufgeschlossener benehmen.

bal

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