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McLaren GT: Kofferträger

McLaren greift nun auch im GT-Segment an. Die Briten wollen mit Komfort, Geräumigkeit und Fahrleistungen völlig neue Käufer erschließen.

Der McLaren GT wird 198.000 Euro kosten

Der McLaren GT wird 198.000 Euro kosten

Bei McLaren läuft es derzeit - und wie. Egal welches Auto die Briten auf die Straße bringen, die solvente Kundschaft greift beherzt zu. Also warum nicht unser Angebot nach unten abrunden, werden sie sich in Woking gedacht haben und heben den McLaren GT aus dem Taufbecken. "Der McLaren der Grand Tourer wird außergewöhnliche Fahrleistungen mit Langstreckenkomfort verbinden", gibt McLaren-Chef Mike Flewitt das Lastenheft vor. Dass der GT aus dem Herzen des Königsreichs dabei auch noch besonders wenig Speck auf den Hüften haben wird, versteht sich bei der Carbon-Vernarrtheit des britischen Sportwagenbauers fast von selbst.

Kofferträger
Der McLaren GT wird 198.000 Euro kosten

Der McLaren GT wird 198.000 Euro kosten

Schließlich besteht das Herz des Chassis bei allen aktuellen Modellen aus Woking aus dem Verbundwerkstoff. Deswegen kommt beim McLaren GT mit der "MonoCell II-T" eine angepasste Version der Kohleaser-Fahrgastzelle zum Einsatz. Zusammen mit anderen Leichtbaumaßnahmen drückt dies das Gewicht auf lediglich 1.530 Kilogramm. Britische Langstrecken-Platzhirsche, wie der Aston DB11 oder der Bentley Continental GT müssen sich jetzt warm anziehen, wenn der McLaren-Plan aufgeht.

Die verwindungssteife Karosserie des McLaren GT hilft auch bei der Abstimmung des Fahrwerks und macht es leichter, den Gegensatz aus Agilität und Komfort aufzulösen. Schließlich verspricht McLaren nicht weniger als einen "Langstrecken-Komfort mit den man Kontinente überqueren kann." Feinheiten, wie eine proaktive Dämpfung sollen beitragen, jedes Fahrtziel entspannt zu erreichen. Dabei haben die Techniker auch den Stadtverkehr nicht vergessen und die Lenkung und die Übersicht an dieses Einsatzgebiet angepasst. Allerdings ist der McLaren GT mit einer Länge von 4,68 Metern, einer Höhe von 1,22 Metern und vor allem mit einer Breite von 2,10 Metern nichts für verwinkelte Gässchen.

Der Vierliter V8-BiTurbo mit dem internen Code M840 TE soll bei den Fahrleistungen Maßstäbe setzen und die anderen Vertreter des GT-Segments alt aussehen lassen. Die Leistung von 456 kW / 620 PS und ein maximales Drehmoment treiben den McLaren in 3,2 Sekunden auf 100 km/h, in 9,0 Sekunden auf 200 km/h und weiter beschleunigen bis die Höchstgeschwindigkeit von 326 km/h erreicht ist. Dies erreichen die Ingenieure aus Woking mit einer hohen Verdichtung, schnell ansprechenden Turboladern und einem optimierten Ansaugtrakt. Die Auspuffanlage soll für einen kernigen basslastigen Klang sorgen. Fahrdynamik und Komfort sind eine Sache, aber ein Grand Tourer zeichnet sich auch durch Geräumigkeit aus. Der McLaren GT hat zwei Gepäckabteile: Das hintere hat ein Fassungsvermögen von 420 Litern und das vordere von 150 Litern. Macht nach Adam Riese 570 Liter. Während unter der vorderen Haube in dem tiefen Fach Trolleys und andere Koffer Platz finden, geht beim Heck aufgrund des Motors deutlich flacher zu. Dennoch sollen zwei Golftaschen locker reinpassen.

Im Innenraum versüßen feines Leder und andere ausgesuchte Materialien wie Cashmere-Stoffe den Reisenden den Aufenthalt im McLaren GT. Bei der ersten Sitzprobe machte das Gestühl einen sehr guten Eindruck. Auch großgewachsene Menschen finden Platz. Beim Infotainment wollen die Briten eine Schippe drauflegen. Also Informations- und Bedienzentrale dient der McLaren-typische tabletartige Bildschirm im Hochformat. Die Bedienoberfläche orientiert sich an modernen Smartphones und ein Computerchip mit zehn Kernen garantiert, dass alles fünfmal schneller abläuft, als bisher. Das Kartenmaterial des Navigationssystems kommt übrigens von Here. Ab Ende des Jahres können die ersten Interessenten sich einen McLaren GT für mindestens 198.000 Euro in die Garage stellen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.