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Porsche 911 Speedster: Krönender Abschluss

Auch wenn der Nachfolger Porsche 992 bereits auf dem Markt ist: der letzte Porsche 911 der Baureihe 991 hat es so richtig in sich. Der Speedster macht mit 369 kW / 502 PS und jeder Menge Purismus seinem Namen alle Ehre.

Wie es sich gehört: Geschalten wird von Hand

Wie es sich gehört: Geschalten wird von Hand

Als Porsche im vergangenen Jahr zwei Studien eines modernen Speedster präsentierte, rieben sich die gusseisernen Fans der Zuffenhausener Sportwagen, die Hände. Jetzt ist der Wunschtraum Realität: Porsche bringt zum Abschluss der 991er Baureihe noch einmal einen puristischen 911er, von dem jeder Porsche-Fahrer träumt. Das geht schon mit Motor der auf 1.948 Exemplare limitierten Sonderedition los. Im Heck prügelt der Vierliter Sechszylinder-Boxer aus dem Porsche 911 GT3 sowie dem 911 GT3 RS-mit 369 kW / 502 PS auf die Karosserie ein und wuchtet den Speedster in rund 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Der Trommelwirbel endet bei 309 km/h.

Krönender Abschluss
Wie es sich gehört: Geschalten wird von Hand

Wie es sich gehört: Geschalten wird von Hand

Ganz wichtig für die Fans der frei atmenden Sauger: Die Drehorgel mit den sechs Zylindern hört erst bei 9.000 U/min auf zu feuern und das maximale Drehmoment liegt bei 470 Newtonmetern. Wie es sich für eine solche puristische Rennsemmel gehört, wird noch ganz traditionell mit einem manuellen Sechsganggetriebe geschalten. So muss es im Sinne des klassischen Vorbilds Porsche 356 1500 Speedster sein.

Mit dem potenten Sauger-Boxer hört der Techniktransfer vom GT3 und dem GT3 RS nicht auf. Die Drosselklappen stammen aus den beiden Vorzeige-Elfern und sorgen für ein schnelleres Ansprechverhalten beim Gas geben. Auch die Verzögerung ist dank der Carbon-Keramikbremsen standesgemäß.

Wie es sich für ein solches Vehikel aus Zuffenhausen gehört, ist die Windschutzscheibe möglichst minimalistisch gehalten und das Stoffverdeck kann nur von Hand bedient werden. Zwei Carbon-Hutzen geben der Silhouette eine ganz besondere Note und schützen die beiden Fahrer bei einem Überschlag. Überall, wo es geht, wird Gewicht eingespart, sei es beim Dach oder dem Getriebe. Serienmäßig fehlt die Klimaanlage, die aber ohne Aufpreis auf Wunsch des Fahrers eingebaut werden kann. Also wiegt der offene Zweisitzer lediglich 1.465 Kilogramm. Noch ein Parameter mehr, der Fahrspaß verspricht.

Vier UHP (Ultra High Performance) 20 Zoll Walzen sorgen dafür, dass die Kraft des Antriebsstrangs auch auf die Straße kommt. Der Preis für diesen sehr speziellen Porsche 911 wird rund 243.000 Euro betragen.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.