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Rallye Dakar 2015: Wüstes Vorspiel

Die Rallye Dakar bildet erneut den Startschuss in ein neues Motorsport-Jahr. Tausende Zuschauer sorgen in Buenos Aires für Gänsehautmomente.

Die siebte Rallye Dakar auf südamerikanischem Boden hat begonnen. In den kommenden Tagen werden Autos, Motorräder, Quads und Trucks auf insgesamt 13 Wertungsprüfungen bis zum Finaltag am 17. Januar im wahrsten Sinne über Stock und Stein brettern. Dabei werden im Optimalfall bis zu 9.300 Kilometer zurückgelegt. Warum im Optimalfall? Ganz einfach: Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Team verfährt und auf diese Weise unnötige Kilometer und Minuten zurücklegt. Damit das nicht passiert ist zum Beispiel ein ganz erfahrener Beifahrer aus Deutschland am Start. Timo Gottschalk wird in den kommenden Tagen dem Fahrer des Toyota mit der Startnummer 325, Yazeed Alrajhi, den Weg weisen. "Es ist jedes Mal aufs Neue etwas ganz Besonderes hier an den Start zu gehen. Aber jetzt sollte es auch so langsam aber sicher losgehen", verrät er kurz vor dem letzten Bad in der Menge vor dem Präsidenten-Palast in Buenos Aires.

Rallye Dakar 2015: Wüstes Vorspiel
Direkt vor dem Präsidenten-Palast in Buenos Aires lassen sich die Motorsporthelden vor dem eigentlichen Start feiern.

Direkt vor dem Präsidenten-Palast in Buenos Aires lassen sich die Motorsporthelden vor dem eigentlichen Start feiern.

Tausende Zuschauer, darunter unzählige Familien, sorgen mit spontanen Gesängen derweil für Gänsehautmomente. Vor allem, wenn aus Autos oder vom Motorrad die argentinische Flagge herauslugt. Ohrenbetäubend und sogar lauter als die wild hupenden Trucks der Russen wird das Gekreische der Fans als ihr Liebling aufs Podium rollt. Der Argentinier Juan Silva weiß gar nicht wohin mit seinen Mundwinkeln, so ergriffen ist er. Doch er ist nicht der Einzige, der diesen ganz besonderen Moment in sich aufsaugt. Der deutsche Fahrer Stephan Schott ist bereits zum siebten Mal mit seinem Beifahrer Holm Schmidt dabei und schwärmt: "Es ist einfach der Wahnsinn, was hier jedes Jahr los ist. Kein Vergleich mit irgendeiner anderen Motorsportveranstaltung. Das ist und bleibt die größte und härteste der Welt."

Das wissen auch Jürgen Schröder und sein Sohn Daniel. Die beiden Deutschen gehen das erste Mal zusammen an den Start. "Daniel ist schon zweimal mit dem Motorrad die Dakar gefahren. Wir hoffen, dass wir ohne große Probleme ans Ziel kommen", gibt sich Papa Schröder zurückhaltend. Ein Held, allerdings aus Polen und aus einer ganz anderen Sportart bekannt, die nun überhaupt nicht ins 30 Grad heiße Buenos Aires passt, ist Adam Malysz. Der Skisprung-König aus Polen rollt mit einem Buggy an den Start.

Zum ersten Mal seit fast einem Vierteljahrhundert und erst recht zum ersten Mal in Südamerika ist das Team Peugeot bei der Rallye Daker wieder mit im Fahrerfeld zu finden. So unbekannt noch die Autos sind, so bekannt sind ihre Fahrer. Denn mit Carlos Sainz und Stephane Peterhansel haben sich die Franzosen die ganz Großen der Rallye Dakar ins Auto geholt. Dass dennoch Altmeister Carlos Sainz auf die Frage, wen er denn für den Favoriten hält mit "Na wen wohl? Mini natürlich!" antwortet ist schnell erklärt. Neben einem guten Fahrer muss das Auto vor allem eines sein: Zuverlässig. Und anders als den meisten anderen Teams fehlt es den Franzosen massiv an Testkilometern. Zudem hat Mini nicht zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Gesamtsieg gezeigt, dass an ihnen, wenn überhaupt, nur schwierig vorbeizukommen ist. Aber, wie beim Fußball-Pokalspiel, hat auch die Dakar ihre eigenen Gesetze….

Press-Inform / pressinform

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