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Südkorea: Angst vor Mitfahrdienst - Taxifahrer verbrennen sich aus Verzweiflung

Schon der zweite Taxifahrer hat sich in Korea in Brand gesetzt, um so die Einführung eines Mittfahrdienstes zu stoppen. Den US-Dienst Uber konnten die koreanischen Fahrer aufhalten, aber nun plant eine Firma aus Korea ein eigenes Angebot.

Ein Augenzeuge nahm die Tragödie auf.

Ein Augenzeuge nahm die Tragödie auf.

Kakao Corp, eines der größten IT-Unternehmen Südkoreas, hat eine Carsharing-App entwickelt. Das Korea-Uber soll den Nahverkehr in Süd-Korea revolutionieren. Mehr als 70.000 Personen haben sich bereits als Fahrer registrieren lassen. Der Dienst will etwa ein Drittel billiger sein als die offiziellen Taxis.

Abstieg einer Branche

Die Taxifahrer sind entsetzt, sie fürchten um ihren Lebensunterhalt. Am Beispiel New York können sie sehen, was passiert, wenn hochgradig regulierte Taxifahrer gegen Konkurrenten antreten sollen, für die fast keine Vorschriften existieren. Auch in New York haben sich Taxifahrer das Leben genommen, weil sie nicht weiterwussten.

Wir berichteten: Überschuldet und obdachlos: Das traurige Leben von New Yorks Taxifahrern

In Korea hat sich nun der zweite Taxifahrer vor der Zentrale des Sharing-Dienstes in Brand gesetzt, um gegen die Plattform Kakao Mobility zu protestieren. In Asien gilt die Selbstverbrennung traditionell als die äußerste Form des Protestes. Innerhalb weniger Minuten gelang es, das Feuer einzudämmen und den Fahrer aus dem Fahrzeug zu bergen. Doch er erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verbrennungen.

Abschiedsnotiz für die Familie 

Die Polizei fand einen Kanister in seinem Auto. "Ein verbranntes Tagebuch wurde im Taxi gefunden. Es gab darin eine Nachricht für die Familie, die man als sein Testament ansehen kann", hieß es von Seiten der Polizei. In dem Tagebuch klagte der Mann über sein hartes Leben als Taxifahrer und äußerte sich gegen den Mitfahrdienst, so die Polizei.

Die Kollegen des Toten sagten der koreanischen Presse, er sei einer der aktivsten Demonstranten gegen den Mitfahrdienst gewesen. Bevor der Mann sich anzündete, schickte er seinen Kollegen eine Nachricht, in dem er den Sharing-Dienst für die Tragödie verantwortlich machte. "Er war voller Wut, als er mit uns sprach und sagte: 'Wir werden alle sterben'", so der Leiter der Vereinigung der koreanischen Taxifahrer.

Gesetzeslücke "Pendler-Vereinigung"

Den US-Dienst Uber haben die koreanischen Taxifahrer bereits im Jahr 2015 mit Protesten und Klagen gestoppt. Fahrdienste mit Privatautos sind in Südkorea verboten, doch Kakao hat eine Gesetzeslücke ausgemacht. Der Dienst sollte als Fahrgemeinschaft von Pendlern firmieren, denn die gemeinsame Fahrt zur Arbeit ist erlaubt.

Bereits im Dezember tötete sich ein 57-jähriger Taxi-Fahrer. Er goss Benzin über sich, als er vor dem Parlament parkte und zündete sich dann an. In einem Abschiedsbrief schrieb er: "Ich opfere mein Leben in der Hoffnung, dass Taxifahrer eines Tages lebensfähige Löhne verdienen können".

Verrückter Verkehrssünder: Chaotische Fahrerflucht wird zum Netzhit

Daraufhin demonstrierten etwa 100.000 Fahrer vor der Nationalversammlung. Sie forderten, dass die Regierung die App verbieten möge. Daraufhin wurde die Arbeit an dem Sharing-Dienst eingestellt. Eine Zusicherung über einen endgültigen Stopp gab das Unternehmen jedoch nicht ab.

Weltweit stehen die Taxifahrer unter Druck. Dienste wie Uber machen ihnen direkte Konkurrenz, aber auch an Carsharing-Angebote verlieren sie Kunden. Und der größte Schock - die Einführung von Autos ohne Fahrer - steht ihnen noch bevor.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 111.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.