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Unfallfotos aus der Schweiz: Ein einfacher Dorfpolizist und der Auto-Irrsinn der 1960er-Jahre

In den 1960er-Jahre fuhren die Leute Auto wie verrückt. Niemals gab es mehr Verkehrsunfälle als zu dieser Zeit. Dorfpolizist Arnold Odermatt dokumentierte akribisch den Irrsinn auf den Straßen.

Arnold Odermatt: Karambolage  Herausgegeben von Urs Odermatt.  Deutsch, Französisch, Englisch.  Steidl Verlag, Göttingen 2003.

Arnold Odermatt: Karambolage
Herausgegeben von Urs Odermatt.
Deutsch, Französisch, Englisch.
Steidl Verlag, Göttingen 2003.

Arnold Odermatt war niemals ein berühmter Kriminalist, er war nur einfacher Dorfpolizist im Schweizer Kanton Nidwalden. Doch seit der 49. Biennale 2001 in Venedig gilt Odermatt als bedeutendster Polizeifotograf seiner Zeit. Er fotografierte weder Gangster noch Drogen-Narcos, dafür dokumentierte er akribisch seine Polizeiarbeit in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Hauptamtlich war Odermatt ein fotografierender Kantonspolizist – mit 24 Stunden Rufbereitschaft. Doch nahm er die Kamera nie aus der Hand. Mit der gleichen Mischung von Ästhetik und Beweissicherung mir der er die Unfallorte protokolliert, hielt er auch seine Familie, den Verein, das Dorfleben fest. Ein ebenso unermüdlicher wie pingeliger Berichterstatter der Geschicke Nidwaldens.

Erst in den 1990er-Jahren entdeckte Urs Odermatt das Werk seines Vaters in vergessenen Archivschachteln. Im Bildband "Karambolage" sind ausschließlich Unfallbilder versammelt. Jedes Foto erzählt die Geschichte eines Unfalls und gibt zugleich ein Rätsel auf. Die Plötzlichkeit des Unglücks steht in einem irritierenden Kontrast zu den Bildern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Die Opfer des Geschehens, die Automobile liegen tödlich getroffen auf der Seite, für sie hat die Mobilität und die Beschleunigung des Lebens ein jähes Endes genommen.

Die Alltäglichkeit der Szenen wird durch das besondere fotografische Auge Odermatts auf eine andere Ebene gehoben. Die Umgebung ist ländlich und bäuerlich, doch die Bilder mit ihrem geometrischen Aufbau und Linien bringen die Coolness der sechziger Jahre ins verschlafene Niederwald.

Die Ruhe in der Zerstörung wird von einer unheimlichen Auslassung beherrscht: Es gibt keine Menschen und kein Blut in diesen Kompositionen. Die dramatischen Momente von Rettung oder Tod, die kurz zuvor den Ort bestimmten, haben keinerlei Spuren hinterlassen.

Die Homepage:

www.arnold-odermatt.ch

Das Buch:
Arnold Odermatt: Karambolage
Herausgegeben von Urs Odermatt.
Deutsch, Französisch, Englisch.
Steidl Verlag, Göttingen 2003.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(