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Diplomaten-Unfall in Berlin: Saudi-arabischer Minister besucht Witwe von getötetem Radfahrer

Der Fall sorgte bei vielen für Empörung: Ein Diplomat aus Saudi-Arabien verursachte in Berlin einen tödlichen Fahrradunfall - und wird nicht bestraft. Jetzt hat ein saudischer Minister Hinterbliebenen des Opfers Hilfe versprochen.

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Ein sogenanntes Geisterfahrrad in Berlin erinnert an die Gefährdung von Radfahrern im Straßenverkehr

Drei Wochen ist es her, dass ein Diplomat aus Saudi-Arabien einen Unfall in Berlin verursachte, bei dem ein 55-jähriger Fahrradfahrer starb. Jetzt hat ein Mitglied der saudischen Regierung Hinterbliebene des Opfers besucht, wie die Berliner Tageszeitung "B.Z." berichtet. Der Minister für Kultur und Medien, Awwad Alawwad, habe am Sonntag die Ehefrau und einen Neffen des verstorbenen Michael E. getroffen, schreibt die Zeitung. Alawwad habe ihnen dabei eine finanzielle Entschädigung zugesagt.

E. war am Abend des 13. Juni von seinem Fahrrad gestürzt, als ein im absoluten Halteverbot auf einem Radweg parkender Mann die Tür seines Porsche Cayenne öffnete. Das Opfer wurde schwer verletzt und starb später in einer Klinik. Weil der 51 Jahre alte Unfallverursacher Diplomatenstatus genießt, wird er nicht strafrechtlich verfolgt. Dies führte zu einer breiten Berichterstattung und sorgte bei vielen Menschen für Empörung. Die Witwe Marina E. forderte im Gespräch mit der "B.Z." eine Bestrafung des Fahrers.

"Das Treffen war sehr angenehm und warmherzig"

Die saudiarabische Botschaft hatte sich wenige Tage nach dem Unfall an die Öffentlichkeit gewandt und ihr Beileid ausgedrückt. Als Minister Alawwad nun Berlin besuchte, bestand er der Zeitung zufolge darauf, nicht nur Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und andere Politiker zu treffen. Er habe auch Kontakt zur Familie des Verstorben aufgenommen. Am Sonntag sei es zu einem halbstündigen Gespräch mit Witwe Marina E. (53) und dem Neffen des Opfers gekommen.

Alawwad war bis April dieses Jahres Botschafter in Deutschland. Von dem tödlichen Unglück habe er in Saudi-Arabien erfahren, berichtet die "B.Z." Obwohl unter anderem wegen der diplomatischen Immunität des Unfallverursachers keine rechtliche Verpflichtung dazu bestehe, habe der Minister den Hinterbliebenen eine finanzielle Entschädigung versprochen. Über die Summe sei Stillschweigen vereinbart worden.

"Nichts kann mir meinen Michael zurückbringen. Aber das Treffen mit Herrn Alawwad war sehr angenehm und warmherzig", sagte Marina E. der Zeitung zufolge nach der Begegnung. "Er war voller Mitgefühl. Dafür und für die finanzielle Unterstützung bin ich sehr dankbar. Ich muss jetzt mein Leben ohne Michael einrichten und langsam nach vorne blicken. Das wird schwer genug."

Ihren Neffen Uwe D. zitiert das Blatt mit den Worten: "Der Unfall hat außerdem sehr viel Hass erzeugt - das wollen wir nicht." Die Familie werde sich künftig nicht mehr öffentlich zu dem Vorfall äußern.

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mad, mit AFP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.