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Luft raus Reifenpannensets im Vergleich: Die besten Alternativen zum Reserverad

Reifenpannensets im Vergleich: Mann füllt mit mobilem Kompressor Luft in einen Autoreifen.
Wer kein Reserverad an Bord hat, muss sich im Fall einer Reifenpanne anders helfen. Reifenpannensets sind eine Option. 
© valiantsin suprunovich / Getty Images
Mit einem Plattfuß auf dem Standstreifen der Autobahn zu stehen, ist der Albtraum aller Autofahrer:innen. Kein Reserverad an Bord? Dann bleibt nur das Reifenpannenset. Vor- und Nachteile von Pannenspray, Reifendichtmittel & Co.

Laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC) sind Probleme mit der Batterie der mit Abstand häufigste Grund, warum die "gelben Engel" von Autofahrer:innen gerufen werden. Nur wenige holen sich wegen eines platten Reifens Hilfe von den mobilen Mechanikern. Warum? Weil eine Reifenpanne so ziemlich das einzige Problem ist, das man als Otto-Normal-Verbraucher und Laie an einem Pkw überhaupt noch ohne Steuerungsgerät oder KfZ-Expertise selbst lösen kann. Zumindest wenn man ein einsatzbereites Reserverad mit passendem Werkzeug oder ein praktisches Reifenpannenset und einen kleinen Kompressor für den nötigen Reifendruck an Bord hat. Was im Pannenfall wichtig ist, wie man Pannensets richtig benutzt und wann kein Weg mehr am Reserverad vorbeiführt, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Reifenpannen-Spray

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Die kostengünstigste Option im Fall einer Reifenpanne. Allerdings auch eine, die nur bei Temperaturen zwischen 5 und 30 Grad Celsius zuverlässig funktioniert und ausschließlich bis zur nächsten Werkstatt zu empfehlen ist. Das Prinzip ist simpel. Schaum oder eine Flüssigkeit werden per Spraydose über das Ventil in den Reifen gesprüht und dichten das Leck von innen ab. Wichtig: Das Corpus Delicti sollte maximal fünf Millimeter Durchmesser haben. Einmal abgedichtet, sorgt das restliche Gas in der Dose für den Reifendruck, der Sie bis zur nächsten Werkstatt bringt. Fahren Sie mit dem reparierten Reifen möglichst auch nicht schneller als 50 Kilometer in der Stunde (km/h). Einige Hersteller empfehlen, nach zehn gefahrenen Kilometern das Gas abzulassen und den Reifen mit einem Kompressor aufzupumpen. Achten Sie in jedem Fall auf die Gebrauchsanleitung auf dem Reifenpannen-Spray. Achtung: Reifensprays und andere Dichtmittel dichten nur Lecks in der Lauffläche von Reifen. Ist die Seitenwand beschädigt, sind sie wirkungslos. Prüfen Sie zudem regelmäßig, wie lange das Produkt laut Hersteller noch haltbar ist. Vor längeren Reisen lohnt es sich womöglich, das alte gegen ein neues Pannenspray zu tauschen.

2. Reifendichtmittel

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Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren Reifendichtmittel in sogenannten Quetschflaschen. Das Füll- und Dichtmittel besteht hier meist aus einer Latex- oder Kautschukmischung. Im Unterschied zum Spray kommt man bei Quetschflaschen nicht ohne zusätzlichen Kompressor aus. Um das Dichtmittel einfüllen zu können, muss zunächst der Ventileinsatz aus dem Reifen gedreht werden. Das dafür benötigte Werkzeug gehört in der Regel zum Reifenpannenset. Dann wird ein Adapter aufs Ventil geschraubt. Jetzt sind Muckis gefragt, denn von allein kommt die Flüssigkeit nicht in den Reifen. Flasche leer? Dann kommt der Kompressor ins Spiel. Der braucht Strom und muss mit dem Zigarettenanzünder oder einer anderen Quelle im Auto mit Strom versorgt werden, um den Restluftdruck messen und nachpumpen zu können. Auch hier gilt: Möglichst auf dem schnellsten Weg zur nächsten Werkstatt und den "geflickten" Pneu durch einen neuen ersetzen lassen.

3. Reifenpannen-Komplettset

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Noch ein wenig komfortabler und ohne Schweiß bekommt man das liegen gebliebene Auto mit einem Reifenpannen-Komplettset wieder flott. Sets wie das AirMan Resq Pilot bestehen in der Regel aus einer Flasche Dichtmittel, einem 12-Volt-Luftkompressor und bestenfalls Anschlusszubehör für Fahrradreifen oder Fußbälle als kleines Extra. Im Gegensatz zu vielen Quetschflaschen-Versionen wird die Flasche mit dem Dichtmittel auf den Kompressor aufgesetzt. Der pumpt es in ganz bequem den Reifen. Aber auch hier gilt: Nur Lecks auf der Lauffläche reparieren, die nicht größer als fünf bis sechs Millimeter sind. Im Zweifel lieber das Reserverad aufziehen. Falls Sie keins an Bord haben, ist ein Anruf bei der Pannenhilfe die letzte Ausfahrt.

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Reifenpannen vorbeugen: Das rät der ADAC

Nicht jede Reifenpanne kann vermieden werden. Häufig ist es einfach nur Pech. Trotzdem rät der ADAC Autobesitzern, mindestens alle zwei Wochen den Reifendruck zu prüfen. Zudem empfehlen die Experten regelmäßige Sichtkontrollen, um Risse frühzeitig zu entdecken und die Abnutzung der Reifen im Allgemeinen zu kontrollieren. Dass immer weniger Neuwagen mit einem Notrad ausgerüstet sind, sieht der ADAC kritisch. Im Falle einer Panne schränke das die Optionen für eine sichere Weiterfahrt deutlich ein. Letzter und wichtigster Rat des ADAC: Ein reparierter Reifen muss in jedem Fall ersetzt werden. Und was viele Autofahrer nicht wissen: Das Reinigen der mit dem Dichtmittel verklebten Innenseite der Felge ist aufwendig und entsprechend teuer.

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Übrigens: Es ist weder in Deutschland noch in Österreich verpflichtend, ein Reserverad, Notrad oder Reifenpannenset mit sich zu führen. Anders in Spanien, Kroatien, Tschechien oder der Slowakei. Dort ist ein Reserverad vorgeschrieben. Sollte das in Ihrem Wagen nicht vorgesehen sein, müssen Sie ein Reifenpannenset oder ein Reparaturspray an Bord haben.

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