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Reportage Mini, USA, Mini Cooper, South Carolina Mini-Polonäse durch die USA

Mini takes the States 2022
Mini takes the States 2022
© press-inform - das Pressebuero
Mini hat seit Jahrzehnten einen einzigartigen Kultfaktor – mehr denn je gilt das in den USA. Nach der pandemiebedingten Pause war beim landesweiten Fantreffen „Mini takes the States“ wieder die Hölle los. Ein Roadtrip der besonderen Art mit einem geheimen Star: das elektrische Mini Cabrio.

Vier Jahre mussten die eingefleischten Mini-Fans warten; zumindest die verrücktesten von ihnen aus Nordamerika darbten seit 2018, ehe es jetzt wieder eine Tour Mini takes the States gab. Die britische Automarke hat als Ableger der BMW Group gerade in den USA eine ebenso große wie verrückte Fangemeinde. Und am liebsten sind die Minijünger mit ihren kunterbunt beklebten Lifestyle-Flitzern auf langen Strecken unterwegs. Mini takes the States bedeutete in diesem Jahr daher nicht einfach einen stattlichen Fantreff von mehr als 3.000 Teilnehmern, bei dem das eigene Schmuckstück den anderen Gleichgesinnten gezeigt wurde, sondern eine neuntägige Ausfahrt der besonderen Art. Für 800 Mini-Fans war es die erste Mini-Tour durch die USA. Nach der Erstveranstaltung vor 16 Jahren fand Mini takes the States in diesem Sommer zum achten Mal statt. Natürlich gibt es in den USA kaum eine Großveranstaltung ohne Charity-Aspekt und da 65 Prozent aller Mini-Fahrer Haustiere wie Hunde oder Katzen besitzen, wurde die Tour mit historischen und aktuellen Mini-Modellen zum Benefiz-Roadtrip zugunsten verlassener Tiere. Ein Reinerlös von 75.000 Dollar ist neben dem Spaßeffekt für alle 3.000 Teilnehmer allemal eindrucksvoll.

Ging es zuletzt 2018 als Sternfahrt unter dem Titel „Rally to the Rockies“ aus den ganzen USA in die Rocky Mountains Richtung Denver, so stand diesmal eine Tour von Burlington im nordöstlichen US-Bundesstaat Vermont nach Greenville / South Carolina und somit in die Nähe des einzigen US-Werkes von BMW in Spartanburg an. Die rund 1.700 Meilen führten an acht Tagen über Stationen in Vernon, Poconos, Frederick und Bristol bis in den heißen Süden der USA. Sehenswerte Straße, spektakuläre Panoramen und viel Historie für die lange Polonäsen-Schlange, die auf die Route durch den Osten der USA ging. Die endlosen Interstate-Highways – einst nach deutschem Vorbild in den Vereinigten Staaten entstanden – sind bei Mini takes the States ebenso verpönt wie andere Automodelle und so kämpfte sich die Armee der wild beklebten Mini-Krabbler im Gedankengut von Sir Alec Issigonis oder John Cooper über kurvenreiche Landstraßen gen Süden.

Bei der achten Auflage strahlend im Feld der Minis dabei: Wiederholungstäterin, Mini-Maniac und Navy-Veteranin Captain Cynthia; unterwegs in einem silberfarbenen Mini John Cooper Works von 2019. „Ich bin diesmal ohne meinen Sohn Rob dabei, der hier beim vergangenen Event seine ersten Erfahrungen als Fahranfänger machen konnte. Er ist jetzt im College und muss arbeiten. Hier trifft man so viele nette Leute, die genauso Mini-verrückt sind wie ich. Ich habe schon so viele Leute zu Mini-Fans gemacht – auch bei der Navy.“

Als ob die Minis nicht schon bunt genug wären, sind jene Fahrzeuge der Teilnehmer nicht nur an der Windschutzscheibe mit dem Schriftzug „Mini takes the States“ verziert, sondern Front, Heck und Flanken zieren zahllose Aufkleber, die den extrovertierten automobilen Lebensverhältnissen den entsprechenden Ausdruck verleihen sollen. Mit jeder abgefahrenen Station kommt ein Etappenaufkleber dazu und bei so manchem wird die Klebefläche auf dem Lack von Cooper, John Cooper Works oder Countryman eng. Spektakulärstes Modell im Feld ist eine Mini-Karosse der ersten R50-Generation, unter deren aufgeplatzten Blechkleid die Muskelpakete eines fetten Ford-F-150-Pick-Up hervorquellen – Mini einmal ganz Maxi mit einer Trittstufe für den Führerstand des 420-Kubikinch-Achtzylinders. „Vielleicht bin ich ja selbst der verkleidete Joker“, strahlt Jenny mit ihrem im Joker-Design wild folierten Mini Cabrio, „ich bin großer Comicfan und habe mich sonst immer nur zu Halloween als Joker verkleidet. Mit einem 2018er Mini kann ich jetzt das ganze Jahr der Joker sein – und natürlich auch hier bei Mini takes the States.“ Doch es geht auch in die andere Richtung. Nik Miles leitet auf der Tour das Mini-Produktteam: „Hier bei dem Roadtrip gibt es alle Generationen von Modellen zu sehen. Zudem alle Trends, neue Felgen aus dem Zubehör, Lampen und Extras. Natürlich beeinflusst uns das auch für zukünftige Produkte.“ Auch deshalb sind wieder Mini-Verantwortliche aus der britischen Fertigung in Oxford in die USA gekommen: „Um zu lernen“, lacht James, „das übertrifft alles, was ich mir vorgestellt hatte.“

Jeder Tag gilt es, hunderte von Meilen zu bewältigen, spielerisch Aufgaben zu lösen und nicht zuletzt neben aller Kurzweil: Strecke zu machen. Dazwischen gibt es trotzdem vollen Terminplan Entspannung bei ein paar Runden auf dem Pocono Raceway oder Kurven räubern auf den spektakulären Kurvengeschlängel des Dragon Tail bevor es zum Mittagestopp auf die pittoreske Taylors Ranch geht. Und am Ziel in Spartanburg hoffen alle nur eines: dass es bis zum nächsten Mini takes the States nicht wie diesmal durch die Pandemie wieder vier Jahre dauert.

pressinform

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