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Cosmic Motors: Minis, Monde und Motoren

Der deutsche Auto-Designer Daniel Simon kennt die Kunst, wie man mit Autos Geld verdienen kann, die gar nicht gebaut werden können. Mit seinem Buch "Cosmic Motors" kreiert er eine Modellreihe voll von Sex- und Spaceappeal. Jetzt hat Hollywood den genialen Spinner als Designer für Science Fiction-Filme entdeckt.

Von Helmut Werb

Hybride Pilotinnen und rasante Renner

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"Nieten und so gingen natürlich nicht im wirklichen Leben", zuckt Daniel Simon mit den Schultern. Man sieht ihm an, dass ihm das doch ein wenig nahe geht, das mit den nicht-gehenden Nieten für seine Raumschiffe, das würde "in Wirklichkeit geklebt." Aber die altmodischen Nieten an seinen Vehikeln der fernen Zukunft seien irgendwie sexy, wiewohl man das Simon’sche Konzept des "wirklichen Lebens" extrem flexibel auslegen sollte. Seine im Buch "Cosmic Motors" festgehaltenen Visionen futuristischer Fahrzeuge - fusionsgetriebene Road-Cruisers, "Icetrains" für eine Crew von 1 Kapitän, 2 Navigatoren und 10 Zwergmechanikern (!) oder einen fast konventionellen sechsrädrigen Rennwagen - sind so realistisch, dass Schöpfer Daniel Simon sich selbst vor ein riesiges Patrol Vehicle photo-shoppte, um die Dimensionen zu demonstrieren.

Nicht nur das, Simon hielt sogar die Historie des fiktiven Herstellers, Cosmic Motors beheimatet in der Galaxion Galaxie, inklusive der minutiösen Lebensgeschichte des Gründer-Bruderpaars Osni und Fritz Redooa fest - bis hin zum tragischem Tod der Brüder bei einem Rennunfall mit den - trefflichst benannten - "Sexy Magrela Race Ships". Glücklicherweise (sowohl für die potenziellen Käufer von Cosmic Motors-Transportmitteln als auch für den Leser von Daniel Simons faszinierendem Buch) wird/wurde die im Jahr 8966 gegründete Firma von den Töchtern der Firmengründer weitergeführt, zwei der heißesten Managerinnen, die je ein Autohersteller hervorgebracht hatte. GM, Ford, ach was, jede Company sollte sich ein Scheibchen von Roketa und Lagata abschneiden. Wer so cool und sexy aussieht, und dabei so wenig anhat, muss letztendlich so erfolgreich sein, dass man sich - wie die beiden CoMo-Erbinnen - gar einen eigenen Planeten leisten kann.

Für einen schlichten Auto-Designer, der den Aschenbecherzugknopf für die nächste Familienkutsche entwirft, hätte Daniel Simon also ganz offensichtlich eine viel zu blühende Fantasie, obwohl er für Volkswagen und Bugatti schon das eine oder andere Concept Car entworfen hat. Die fielen jedoch so avantgardistisch aus, dass sie selbst die edle Sportwagenmarke lieber in der Garage ließ. Weshalb es nicht wirklich überrascht, dass Hollywood den aus Stralsund stammenden 33jährigen Ossie als Designer für den Science-Fiction Thriller "Tron 2" entdeckte, der im Frühsommer 2010 in die Kinos kommen wird. "Da mache ich alles, von der ersten Skizze der Fahrzeuge bis zum fertigen Modell", schwärmt Simon, der sich als erfolgreicher Wegbereiter sieht. Als er den Design-Studios des Volkswagen-Konzerns den Rücken drehte, um sich seinen Science Fiction-Plänen zu widmen, war das ein gewagter Schritt, festes Gehalt, Dienstwagen und gesicherten Karriereplan aufzugeben. Aber er hätte vielen seiner Kollegen bewiesen, "…dass man auch mit Autos Geld verdienen kann, die gar nicht gebaut werden können."

Dass er dann ausgerechnet mit seinen SciFi-Cars den Jackpot knackte, überrascht ihn heute immer noch ein bisschen. "Ich bin eigentlich gar nicht der typische Star Wars-Freak", lächelt er. Das hätte auf der einen Seite mit seiner sozialistischen Vergangenheit zu tun, in der Luke Skywalker oder Perry Rhodan erst gar nicht auftauchten, auf der anderen Seite mit dem Einfluss seiner Eltern, die in Stralsund riesige Schiffe für den Arbeiter- und Bauernstaat bauten. Seine visuelle Kindheit sei geprägt von äußerst realistischen Leitungsrohren, gewaltigen Schiffsschrauben und eben Nieten. "Diesen Gigantismus habe ich immer noch drauf."

Andererseits habe er immer schon einen gewissen Drang zur Auto-Erotik verspürt. Die Kombination von futuristischem Car Design und sexy Frauenkörpern sei nicht nur ein Glücksfall, sondern "…purer Egoismus. Das hat einfach danach geschrieen", meint Simon nur leicht ironisch. "Seit der Erfindung des Mannes haben wir immer schon gutaussehende Frauen neben unsere Holzkarren gestellt." Warum sollte man mit sowas dann auch aufhören, Nieten hin oder her.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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