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The Golden Age of Formula 1: Brennende Wagen, schöne Frauen und Helden am Steuer - die wilde Zeit der Formel 1

In den 60er-Jahren bebte die Formel 1 voller Kraft und Vitalität. Die Fotos von Rainer Schlegelmilch feiern die Unschuldsjahre des mörderischen Vollgasspektakels. 

1969 GP France (Clermont-Ferrand): Bei dem tiefen Zug aus der Magnum-Flasche hat Jackie Stewart nicht aufgepasst.  The Golden Age of Formula 1, Kleine Ausgabe - Rainer W. Schlegelmilch - 24,90 Euro

1969 GP France (Clermont-Ferrand): Bei dem tiefen Zug aus der Magnum-Flasche hat Jackie Stewart nicht aufgepasst.

The Golden Age of Formula 1, Kleine Ausgabe - Rainer W. Schlegelmilch - 24,90 Euro

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Die 1960er Jahre waren das goldene Zeitalter der . Es war die Zeit, in der Rennstrecken noch keine am Computer geschaffenen Artefakte waren, sondern wilde Pisten, die wie der alte Nürburgring direkt in die Landschaft gemeißelt worden sind. Damals standen die Zuschauer direkt an der Strecke und konnten die Gesichter der Fahrer erkennen und das Vibrieren der Motoren spüren.

Anstatt Weltkonzernen traten Rennställe gegeneinander an, und die Piloten waren unangepasste, eckige Charaktere, die direkt neben ihren Fahrzeugen tranken und rauchten. Damals konnte ein Schafhirte wie Weltmeister werden. Nach den Rennen reisten die Piloten nicht abgeschirmt im eigenen Tross ab, sie feierten miteinander - exzessiver als die Party-Raves späterer Generationen.

Die verrückte Unschuld der Formel 1

Die 160 Fotos von Rainer Schlegelmilch machen diese Epoche wieder lebendig. Er zeigt die natürliche Unbefangenheit eines PS-Wahnsinns, in dem bessere Seifenkisten auf 250 Stundenkilometer beschleunigt wurden und nur einen Meter entfernt von den Zuschauern über unebene Pisten rasten. 

"Immer wenn mich ein Rad meines eigenen Wagens überholt, weiß ich, dass ich in einem Lotus sitze", witzelte Graham Hill über die Unzulänglichkeiten seines Fahrzeuges. Die Piloten waren Helden und eine ideale Verkörperung der coolen Sixties. Sicherheit gab es nicht. Einem Puristen wie Stilring Moss gingen selbst feuerhemmende Unterwäsche und der Integralhelm zu weit. Hemmungslos zog er über die nachwachsenden Warmduscher und Weicheier her.

Tod auf der Piste

Und es war auch eine gefährliche Zeit, in jeder Saison verlor zumindest ein Pilot sein Leben. Ein hoch motorisierter Irrsinn, von dem der heutige kommerzielle Rennzirkus immer noch seinen Nimbus bezieht. "Ich habe mich oft gefragt: Kannst du einen lieben, der seine Besten umbringt?", fragte sich Schlegelmilch häufig, blieb dem Sport aber immer treu, seitdem er 1962 erstmals seine Kamera mit an die Rennstrecke brachte. In dem Band stehen legendäre Piloten wie Jim Clark, Graham Hill, John Surtees, Dan Gurney, Jackie Stewart, Jack Brabham, Jochen Rindt und Jacky Ickx wieder auf. In jedem Foto führt Rainer Schlegelmilch so etwas wie die Halbstarken-Epoche des Rennsports vor Augen: das Improvisierte, das Nicht-Perfekte und die ungeheure Lebenskraft der Menschen hinter dem Sport. Das erste Bild zeigt dann auch getapte Rennschuhe auf einem Reifen.

Im Vordergrund des schweren Bandes stehen die Fotos von Rainer Schlegelmilch, die Betextung der Bilder erfolgt in englischer Sprache. Das Konzept des Verlages, die Einleitungstexte in mehreren Sprachen abzudrucken, führt dazu, dass die Textmengen sehr klein ausfallen. Dennoch sollte man das zweite Vorwort von Hartmut Lehbrink keineswegs achtlos überblättern. Auf wenigen Seiten skizziert Lehbrink ein wunderbares Stimmungsbild der Formel 1 in den sechziger Jahren. 

The Golden Age of Formula 1, Kleine Ausgabe - Rainer W. Schlegelmilch - 24,90 Euro



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