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Autopflege: Felgenreiniger - Vorsicht bei den teuren Auto-Puschen

Der tatsächliche Nutzen von edlen Alufelgen ist begrenzt, die optische Wirkung aber enorm. Ärgerlich nur, wenn das teure Extra anstatt Glanz und Gloria nur Schmutz und Schande ausstrahlt.

Ohne Fleiß kein Glanz - Felgenpflege kostet Zeit und strengt an.

Ohne Fleiß kein Glanz - Felgenpflege kostet Zeit und strengt an.

Ursprünglich kommen Leichtmetallfelgen aus dem Rennsport. Inzwischen haben sie auch die Straßen erobert. Die sachgerechte Reinigung verschmutzter Felgen ist leider nicht einfach. Salz, Straßenschmutz und der Bremsstaub setzen Autofelgen echten Härten aus. Ein Besuch in der Waschstraße reicht trotz spezieller Felgenreinigung oftmals nicht aus. Will man hier manuell nacharbeiten, muss man, auch wenn man mit geeigneten Reinigern arbeitet, mit Verschmutzungen an Händen und Kleidung rechnen. Im Anzug ist man also deplaziert, alte Klamotten oder Arbeitskleidung sind dringend zu empfehlen.

Säubern, nicht abschälen!

Zuerst ist eine gründliche Vorreinigung mit einem Hochdruckreiniger zu empfehlen. Dabei muss man behutsam vorgehen. Zunächst müssen der eigentliche Reifen und der Übergang zur Felge für den harten Strahl tabu bleiben. Auf gar keinen Fall dürfen das Innenleben der Bremse und die Anschlüsse für die Bremsschläuche malträtiert werden. Was viele nicht wissen: Aluminiumfelgen sind lackiert! Sie sehen also nicht das eigentliche Material, sondern eine Lackschicht. Sollte die Felge bereits kleine Schäden im Lack aufweisen, sollte man auf den Hochdruckreiniger verzichten. Forsches Vorgehen kann nämlich schnell zum großflächigen "Abstrahlen" des Lacks führen. Danach sieht die Felge wie ein abgepelltes Ei aus. Ein Schaden, der nicht mehr zu reparieren ist.

Vorsicht Säure

Nach dem Strahl sollte ein spezieller Felgenreiniger aufgetragen werden. Greifen Sie hier lieber zu einem etwas teueren Markenprodukt, denn dann können Sie sicher sein, dass der Reiniger keine lebens-gefährlichen Nebenwirkungen hat. Einige Felgenreiniger enthalten nämlich Tenside. Setzen sich diese Schmiermittel zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag, kann sich die Bremsleistung um bis zu 25 Prozent verringern. Weitere Gefahr bergen allzu aggressive Reiniger. Sie enthalten ätzende Komponenten wie Flusssäure, die die metallische Teile der Bremsanlage und die Bremsscheiben angreifen.

Felgenreiniger werden entweder aufgesprüht oder mit einem Schwamm aufgetragen. Nach kurzer Einwirkzeit können sie weggewischt werden. Dafür ist eine Rolle Haushaltstücher bestens geeignet. Netter Nebeneffekt des "SONAX Xtreme FelgenReiniger full effect": nach der Einwirkzeit verfärbt sich der Aktivschaum rot. Mühelos ist die Reinigung der Felgen aber dennoch nicht. Die beste Reihenfolge: An der Waschanlage zunächst mit Dampfstrahler vorreinigen, ohne den Strahl auf die Reifen zu richten, und dann mit Felgenreiniger einsprühen. Anschließend von Hand zum Beispiel mit einer Bürste nachreinigen, mit dem Dampfstrahler nachspülen und zum Schluss die Räder trocknen lassen.

Je filigraner, umso mühsamer

Gerade besonders edle Felgen sind keinen flachen Scheiben, sondern aufwändige Konstruktionen mit entsprechend schwer zugänglichen Stellen. Noch filigraner sind verschraubte Felgen aufgebaut. Sie sollten regelmäßig gereinigt werden, um allzu hartnäckigen Schmutz zu vermeiden. Für eine umfassende Totalreinigung empfiehlt sich der Reifenwechsel in Winter- bzw. Frühjahr. Dann sind auch schwer zugängliche Stellen leichter zu reinigen. Wer möchte schon auf den Knien jede einzelne Schraube einzeln polieren?

Ach ja, sollten Sie Ihre Felge am Kantstein rasiert haben, hilft die Reinigung natürlich nicht weiter. Materialschäden werden leider - noch - nicht abgewaschen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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