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Google-Auto vorgestellt: Wie das Robot-Car unseren Alltag verändern wird

Die Roboter-Autos werden kommen: Google hat den Prototypen seines eigenen Wagens gezeigt. Schon bald wird sich alles auf den Straßen ändern. Zehn Thesen zur Mobilität der Zukunft.

Von Gernot Kramper

Mut zum Anders-Sein: Mit einem Sportwagen hat das Google Car nichts zu tun.

Mut zum Anders-Sein: Mit einem Sportwagen hat das Google Car nichts zu tun.

Das Google-Auto rollt: Erstmals hat der Suchmaschinist einen eigenen Prototypen vorgestellt, bislang gab es bei den Google-Cars wenig zu sehen. Es waren herkömmliche Autos, die nachträglich mit Technik vollgestopft wurden, sie sahen daher aus wie ein rollendes Messlabor.

Das eigene Modell zeigt die Richtung an, die Google selbst beschreiten will: Mehr Pixar und weniger Fahrspaß kann man zusammenfassen. Die Google-Kugel ist ein sympathisches City-Gefährt, das nichts mit den Marotten der Autoindustrie zu tun hat. Aggressive Leuchten, mächtige Kühler, muskulöse Kotflügel - alles Fehlanzeige. Gegen das Google-Car wirkt selbst ein Smart noch wie ein Rennwagen. Auf jeden Fall ist das Robot-Auto kein Moon-Shot-Projekt, es ist ein Prototyp der nahen Zukunft und wird unsere Welt bald gewaltig umkrempeln.

1. Es gibt keine Autounfälle mehr

Das größte Versprechen des Robot-Autos lautet, dass es keine Unfälle und Verkehrstoten mehr geben wird. Es wird keinen Unfall verschulden und weit besser als ein Mensch in der Lage sein, auf die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer zu reagieren. Absperrungen und Sirenen gehören der Vergangenheit an.

2. Keine Strafzettel mehr

Pech für Knöllchenschreiber und Blitzer: Die Robocars machen keine Fehler, fahren nicht bei Rot über die Ampel und überschreiten nie die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Kommunale Einnahmen werden zusammenbrechen. Selbst Parkverstöße werden selten. Findet sich partout keine Lücke, wird der Roboter einfach weiter um den Block fahren. Schlechte Zeiten kommen auf Abschleppdienste und Polizisten zu. Auch die schöne Punktereform ist für die Katz, ebenso die Flensburger Sammelstelle.

In der Animation erinnert das Google-Car an ein Auto aus einem Pixarfilm.

In der Animation erinnert das Google-Car an ein Auto aus einem Pixarfilm.

3. Das Auto wird zum rollenden Wohnzimmer

Der Technikgigant versucht nicht, ein herkömmliches Auto auf Automatik zu trimmen. Die Elektronik entscheidet, wozu benötigt man also ein Lenkrad, Gas- oder Bremspedal? Die alten Zöpfe kommen gar nicht erst an Bord, im Googleauto gibt es nur Passagiersitze. Google forscht nicht allein am selbstfahrenden Auto, das unkonventionelle Denken könnte jedoch dazu führen, dass Google die kompromisslosesten Robot-Autos anbieten wird.

4. Autos werden leichter und billiger

Im Moment sind Pkw hochgerüstete Festungen, die ihre Insassen vor allem vor dem Versagen des Piloten schützen. Aber wozu benötigt ein Auto, das keine Unfälle kennt, Sicherheitszelle und Airbags? Solange noch verantwortungslose Menschen ihre Wagen selbst durch den Verkehr lenken, wird man auf den teuren und schweren Schutz nicht verzichten wollen, auf Dauer wird der Sicherheitsballast jedoch verschwinden.

5. Der Fahrspaß stirbt aus

Bei der ersten Fahrt wird es noch ein großes Erlebnis sein, vom Roboter kutschiert zu werden. Auf Dauer wird das Fahrerlebnis mit dem kreuzbraven Piloten aber langweilig. Die Transportzeit will mit Unterhaltung oder Arbeit gefüllt werden. Das Google-Auto ist erst der Anfang: Später werden sich Lounge-Abteile auf Rädern durchsetzen.

6. Menschliche Fahrer auch

Menschen dürfen in Zukunft nur noch auf Rennstrecken ans Steuer. Sobald unfallfreies Fahren möglich ist, sind menschliche Fahrer ein unnötiges Risiko. Für echte Auto-Junkies wird es betreutes Fahren geben: Der Mensch darf dann auch mal ein bisschen Lenken, aber wenn er zuviel Unfug macht, nimmt ihm der Computer das Kommando wieder ab.

7. Es wird mehr Partys geben

Autofahren ist keine Spaßbremse mehr. Wenn nach der Party niemand ans Steuer muss, wird Samstag Nacht weniger Clausthaler und mehr Wodka getrunken.

8. Taxifahren wird billiger

Ohne die Lohnkosten kann eine Fahrt mir dem Robo-Taxi wesentlich billiger werden. Doch wenn System wie Car2Go auf Roboterautos umstellen, wer wird dann noch mit Bus und Bahn fahren wollen?

9. Alte bleiben mobil

Für Senioren oder Menschen mit Handicaps sind diese Autos ein Segen, auch mit Behinderungen behält jeder die gewohnte Mobilität.

10. Diese Jobs werden verschwinden

Das Roboterauto braucht keinen Piloten. Der unschöne Aspekt: Langfristig werden Taxi-, Bus- oder Brummifahrer verschwinden. Den Führerschein braucht man nicht, also kommen Fahrlehrer ebenfalls auf die Liste der untergegangenen Berufe.

All diese Jobs werden einfach gestrichen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.