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"Finanztest": KFZ-Versicherung jetzt kündigen und bis zu 1000 Euro sparen

Am Ende des Jahres kann die Kfz-Versicherung gekündigt werden. Meist lohnt sich ein Wechsel, denn die Preisunterschiede sind enorm. "Finanztest" machte den Check - und erzielte ein Einsparpotenzial von bis zu 1000 Euro im Jahr.

Kfz-Versicherung

Kfz-Versicherung wechseln: Ende November ist Stichtag. 

Im Herbst ist Wechselsaison für die Kfz-Versicherung, denn zum Ende des Jahres können die meisten Autofahrer ihre Versicherung kündigen. Für sie ist am 30. November der Stichtag, an dem die Kündigung beim Versicherer liegen muss. Eine Überprüfung der Versicherung und der Versicherungsleistungen lohnt sich immer. Dabei gibt es sogar Gründe, die gar nichts mit der undurchsichtigen Preispolitik  der Anbieter zu tun haben.

Kfz-Versicherung entrümpeln

Es kann leicht passieren, dass man vor Jahren für einen neuen und teuren Wagen eine Police mit Premiumbedingungen abgeschlossen hat, die für den nun älteren Wagen zu teuer sind. Klauseln wie eine Neuwagenentschädigung machen nur Sinn, wenn der Wagen keine 24 Monate alt ist. Auch eine Vollkasko-Versicherung sollte man regelmäßig überprüfen, denn sie wird keineswegs in dem Maße billiger, in dem das Auto an Wert verliert. Auf die Gruppe der zugelassenen Fahrer sollten insbesondere Eltern ein Auge werfen: Leben die Kids immer noch im Haus und benutzen das Auto oder kann man die teuren Youngster aus dem Vertrag nehmen? Allemal sollte man das Alter des jüngsten Fahrers nachjustieren.

Kfz-Versicherung: Vergleich spart Geld

In der aktuellen Ausgabe "Finanztest" wird sich vor allem dem Dickicht der Tarife gewidmet. So etwas kann man auch mit einem Kosten-Vergleichsrechner erledigen, dann verzichtet man aber auf die für den Laien hilfreichen Erläuterungen der Zeitschrift. Die "Finanztest" hat 159 Tarife von 72 Gesellschaften durchgerechnet. In diesem Jahr gab es keine massiven Tariferhöhungen, die Rede ist lediglich von 1,1 Prozent. Zudem häufen sich Sonderangebote gegen Ende des Jahres.  


Aber Vorsicht: Von der allgemeinen Preisentwicklung profitieren Alt-Kunden meist nicht. Kunden, die sich gar nicht um ihren Vertrag kümmern, werden in der Regel nicht besser gestellt. Im Gegenteil, sie haben häufig die schlechtesten Konditionen. Darum lautet der erste Tipp der "Finanztest": Rufen Sie einfach bei Ihrer Versicherung an und kündigen Sie die Absicht an, zu kündigen. Darauf werden Sie meistens ein weitaus besseres Angebot Ihres Versicherers erhalten. Das ist der einfachste Weg, Geld zu sparen.

Kfz-Vergleichsrechner

Aufwändiger ist ein allgemeiner Versicherungsvergleich. Die Musterrechnungen von "Finanztest" zeigen, dass es bei gleichen Leistungen Preisunterschiede von über 100 Prozent gibt. Ein 40-jähriger Musterkunde muss beim günstigsten Versicherer 463 Euro, beim teuersten 1141 Euro im Jahr bezahlen. Er kann also 550 Euro einsparen - mit einer Unterschrift. Noch mehr lohnt sich ein Umstieg bei der zweiten Musterkundin. Die 20-jährige Studentin muss als Fahranfängerin mit höheren Summen als der 40-Jährige kalkulieren. Daher kann der Wechsel sogar 1000 Euro im Jahr bringen.

Das Problem der Rückstufungen

Nackte Basistarife berücksichtigt die "Finanztest" wegen der lückenhaften Leistungen nicht. Wir meinen jedoch, dass auch diese Billigtarife bei minderwertigen Wagen in den letzten Lebensjahren interessant sein können. Zusätzlich weisen die Tester auf eine versteckte Tücke der Verträge hin, und zwar auf die der unterschiedlichen Verfahrensweisen nach einem selbstverschuldeten Schaden. Nach so einem Malheur wird man meist zurückgestuft.

Doch bei manchen Verträgen verliert man eine Stufe oder bei anderen gleich zwei Stufen im Schadensfreiheitsrabatt. Einige Policen gewähren dagegen sogar einen Rabattschutz, sodass gar keine Rückstufung vorgenommen wird. Da man die schlechtere Stufe bis zum Erreichen des Minimaltarifs mit sich herum schleppt, was Jahrzehnte dauern kann, summieren sich die Differenzen bei so einer Schlechterstellung leicht zu mehreren tausend Euro auf.

Günstige Haftpflichtversicherungen mit Teilkasko gibt es nach den Recherchen der "Finanztest" beispielsweise bei Allsecur, Baden Badener oder Huk24. Mit Vollkasko werden folgende Versicherungen empfohlen: Direct Line, Huk24, Huk-Coburg Allgemeine, Sparkassen Direktversicherung. 

Den ganzen Artikel der "Finanztest" finden Sie kostenpflichtig hier.

Gegen Gebühr führt die "Finanztest" auch eine Online-Analyse der Kfz-Versicherung durch.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.