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Lackversiegelung fürs Auto: Welche Autopflege schützt den Lack am besten?

Waschen, Wachsen oder gleich eine dauerhafte Nano-Lackversiegelung? Autopflege ist kompliziert geworden. Aber es gibt auch eine gute Botschaft: Der Lack nimmt es einem nicht mehr übel, wenn man ihn vernachlässigt.

Einmal den Wagen mit einem Wundermittel einreiben und dann nie wieder waschen müssen, davon träumen viele. Eine dauerhafte Nano-Lackversiegelung schützt den Lack zwar vor Verwitterung und vor dem Ausbleichen durch Sonnenlicht, doch eine Lackversiegelung, die den Schmutz quasi abstößt, gibt es nicht.

Früher reagierte jeder Autolack empfindlich auf Sonne und Wetter. Schon nach wenigen Jahren konnte die Oberfläche stumpf werden, und die Farbe merklich an Intensität verlieren. Wer das verhindern wollte, musste intensive Autopflege betreiben, seinen Wagen polieren und wachsen. Heutzutage ist das nicht mehr notwendig. "Ein moderner Lack bleibt auch so jahrelang schön", urteilt ADAC-Experte Carsten Graf. Jedes Auto besitzt schon ab Werk eine Schutzschicht, seitdem auch unifarbene Lacke von einem zweiten durchsichtigen Lack überzogen werden.

Wozu dient eine Lackversiegelung?

Trotzdem kann intensive Lackpflege und Lackversiegelung sinnvoll sein, nämlich dann, wenn das Auto wie im Prospekt strahlen soll. Für Glanz und Farbbrillanz muss man nämlich auch heute noch etwas tun. Richtig poliert und dann geschützt, erhält der Lack mehr Glanz und erzielt eine tiefere Farbwirkung. Außerdem gibt es einen "easy-to-clean"-Effekt. Auf einer Beschichtung haftet Dreck weniger stark. Hartnäckige Verschmutzungen aus Teer, Insekten oder Harz lassen sich wesentlich leichter entfernen. "Easy-to-clean" erleichtert die Autowäsche, ersetzt sie aber nicht.

Lackversiegelung vom Fachmann

Diplomingenieur Richard Hanauer vom Autopflegespezialisten Sonax sagt, dass man das beste Ergebnis mit einer Lackersiegelung durch den Profi erreicht: "Die Werkstatt hat mehr Erfahrung, die besseren Werkzeuge und die besseren Produkte zur Verfügung."

Grundreinigung und Aufarbeitung des Lackes vor einer Nanoversiegelung sind enorm aufwendig. Bereits die Lackreinigung benötigt mehrere Schritte. Danach wird der Lack in weiteren Arbeitsgängen aufpoliert. Könner erzielen durch jahrelange Erfahrung Ergebnisse, die für einen Laien nicht zu erreichen sind. Nach der Politur wird die Oberfläche erneut gereinigt und entfettet, erst danach wird die Versiegelung aufgebracht. Die Preise sind entsprechend hoch. Eine Aufarbeitung und Lackversiegelung kann durchaus 500 Euro kosten. Sie schützt den Wagen aber bis zu zwei Jahre lang.

Wachsen und Polieren

Wem das zu teuer ist und lieber selbst Hand anlegen will, greift zur klassischen Methode: Wachsen und Polieren. Hartwachs ist allerdings nicht so haltbar und muss regelmäßig nachgearbeitet werden. Wenn der Wagen draußen steht und häufig gewaschen wird, muss das Wachs alle zwei Monate aufgetragen werden. Vor dem ersten Auftrag des Wachses wird der Lack gereinigt und poliert. Die Arbeiten sind vergleichsweise simpel, nur auf Sauberkeit muss geachtet werden: Schmutz und Körner können die Oberfläche zerkratzen. Normales Hartwachs ist vergleichsweise günstig. Eine Flasche kostet zwischen zehn und 20 Euro und reicht für mehrere Anwendungen.

Schnee auf der Fahrbahn

Nano-Versiegelung selbst gemacht

Neben der Profiaufbereitung und dem klassischen Wachsen gibt es auch noch die "Do it yourself"-Nano-Konservierung. Das Ergebnis liegt zwischen der kurzfristigen Wirkung des Wachsens und einer langfristigen Versieglung. Sonax bietet dafür ein Set an. Es enthält Politur, Entfetter, Versieglung und Demo-DVD. Richard Hanauer von Sonax verspricht, dass die Wirkung ein Jahr anhält, warnt aber auch: "Die Arbeitsabläufe sind komplizierter als beim Hartwachs. Vorher muss der Lack poliert und entfettet werden. Außerdem kann man nicht den ganzen Wagen auf einmal bearbeiten, sondern muss in kleinen Flächen vorgehen." Ein Set kostet etwa 50 Euro und reicht für eine Anwendung. ADAC-Experte Graf sagt: "Die Anwendung ist etwas tricky. Das ist nur etwas für jemanden, der Spaß an der Lackpflege hat. Dafür stimmt das Ergebnis. Es gibt eine signifikante Farbauffrischung und das Wasser perlt schön ab.

Pflege in der Waschanlage

Am einfachsten ist Lackpflege in der Waschanlage. Das Aufsprühen der Wachspartikel schützt den Lack nicht lang, führt aber auch zu mehr Glanz und dem erwünschten Abperleffekt. Der Aufpreis zur normalen Wäsche ist gering. Die Qualität von Wäsche und Pflege hängt bei einer Waschstraße weniger von den beworbenen Zusätzen sondern von der Sauberkeit des aufbereiteten Wassers ab. Verschmutzte Waschstraßen sollte man meiden. Auch bei schlecht riechendem oder parfümiertem Wasser besteht Grund zur Vorsicht.

Fazit

Wie viel Aufwand und Kosten ist ein schickes Auto wert, das ist heute die zentrale Frage bei der Autopflege. Echte Autoenthusiasten schwören wegen des besonderen Glanzes auf die klassische Pflege mit Hartwachs und scheuen keine Mühe für ein perfektes Ergebnis. Spaß am Massieren und Polieren des Lacks sollte man allerdings mitbringen. Eine Nano-Lackversiegelung vom Profi ist die teuerste Methode. Sie spart Arbeit und bewahrt Glanz und Farbe für lange Zeit. Regelmäßige Wäsche und Lackpflege in einer Waschstraße sind ein guter Kompromiss für Alltagsfahrer, die nicht das Optimum herausholen wollen.

kra
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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