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Hässlich aber unplattbar: Michelin konstruiert Autoreifen, die nicht aufgepumpt werden

Wenn keine Luft im Reifen ist, kann sie auch nicht entweichen, sagte sich Michelin und stellte den Uptis-Reifen vor. Er arbeitet mit einer Aufhängung durch Lamellen und soll 2024 in Handel kommen.

Was ist, wenn ein Stein zwischen die Lamellen gerät?

Was ist, wenn ein Stein zwischen die Lamellen gerät?

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Nie wieder einen platten Reifen – an dieser Vision wird seit Jahrzehnten gearbeitet. Bislang ohne Erfolg. Das einzige Ergebnis im normalen Straßenverkehr sind Reifen mit Notlaufeigenschaften. Der Ein Nagel kann diese Reifen zwar kaputt machen, aber mit geringer Geschwindigkeit kann man weiterfahren – bis zur nächsten Werkstatt.

Michelin und General Motors arbeiten an einem Projekt, das dieses Problem lösen soll. Ihre Idee lautet: Wenn gar keine Luft im Reifen ist, kann auch keine entwichen. Die neuen Reifen heißen Uptis - Unique Puncture Proof Tire System. Zu Deutsch: durschlagsicheres Reifensystem.

Die Lauffläche des Reifens sieht aus wie bei einem gewöhnlichen Reifen, aber sie lagert auf vielen einzelnen Lamellen, die einerseits den Abstand zur Radnabe halten, aber auch Stöße und Kanten wegfedern. Vom Konzept her gab es das bereits. Schon im Ersten Weltkrieg versuchte man, dem Mangel an Gummi mit so einem System ausgerüstet mit Stahlfedern zu begegnen.

Komfortable und fit für die Autobahn

Bislang funktionierten derartige Reifen nur bei geringen Geschwindigkeiten. Uptis soll hingegen auch auf der Autobahn zurechtkommen. Grund ist das Material, eine Mischung aus Verbundgummi und harzeingelagertem Glasfasergewebe. Das soll die Belastung aushalten. Für Fans von Reifen und Felgen dürfte das Aussehen der Reifen zwar eine Zumutung sein, doch Michelin behauptet, dass der Fahrkomfort genauso hoch ist, wie bei mit Luft gefüllten Reifen.

General Motors will Ende 2019 Reifen des Typs auf eine Versuchsflotte des Elektroautos Bolt aufziehen lassen und Uptis dann in der Praxis erproben. Ab 2024 könnten dann auch Kunden einen Airless-Reifen auf Neufahrzeuge bekommen.

Fördergelder aufgebraucht: Das Aus der Abwrackprämie

Da sie nicht platzen können, sollen die Uptis eine bessere Sicherheit bringen. Im kommenden Zeitalter autonomer Fahrzeuge ist ein un-plattbarer Reifen zudem wichtiger als heute, da ein Roboterauto, anders als ein menschlicher Fahrer, keinen Ersatzreifen aufziehen kann.

Geringere Kosten, geringerer Verschleiß

Zudem glaubt General Motors, dass der Verschleiß geringer sein wird. Was allerdings zu überprüfen wäre. Die Lauffläche wird schließlich genauso abgerieben wie bei einem Luft-Reifen und die Lamellen sind außerdem starken Wankbewegungen ausgesetzt. GM weist aber darauf hin, dass heutige Reifen in der Praxis unnötig stark verschleißen, weil sie sehr häufig nicht den korrekten Luftdruck aufweisen. Ein Problem, welches bei Uptis nicht auftreten kann. Die Uptis-Reifen haben einen Wartungsaufwand von "fast Null". Dafür können andere Probleme auftreten. Der Prototyp besitzt offene Flanken, durch die Schmutz und kleine Steine zwischen die Lamellen geraten können. Dort können sie die Lamellenstruktur beschädigen oder eventuell bei hoher Geschwindigkeit wieder herausgeschleudert werden.

Quelle: Michelin 

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