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Technik: Die Zukunft der Hybridmodelle Akku bald leer?

Toyota Prius PHEV 2023
Toyota Prius PHEV 2023
© press-inform - das Pressebuero
Der Jahresendspurt hat längst begonnen. Viele hoffen, dass der bestellte Traumwagen noch im Dezember ausgeliefert wird und es mit der vollen Kaufprämie klappt. Doch während es für neue Elektroautos ab Januar nur einen leichten Abschlag gibt, fallen die Plug-in-Hybriden aus der Förderung. Droht das Aus?

Das Interesse an elektrifizierten Fahrzeugen ist ungebrochen. Im jüngst abgelaufenen Monat November bedeuteten knapp 58.000 neu zugelassene Elektroautos ein Plus von stattlichen 44 Prozent und einen Gesamtanteil an zugelassenen Fahrzeugen von 22,3 Prozent. Da können Plug-in-Hybride mit ihren 44.581 Neufahrzeugen und einem Zulassungsanteil von über 17 Prozent durchaus mithalten. Einmal mehr, da sich zu ihnen nochmals fast die gleiche Zahl von Hybriden ohne Stecker gesellt. Schließlich bieten Marken wie Toyota, Lexus, Honda, Hyundai oder Renault die seriellen Hybriden nach wie vor mit gutem Erfolg an. Die deutschen Hersteller haben sich nach einem kurzen Intermezzo aus dem Markt serieller Hybriden bereits vor längerem verabschiedet und setzen allein auf Elektroautos und Plug-in-Hybriden.

Zum Januar gibt es nun auch auf dem deutschen Automarkt den ersten Schritt zurück in Sachen Zuschusspolitik. Die insbesondere steuerlich für interessanten Plug-in-Hybriden, zuletzt beim Kauf stattlich mit bis zu 6.750 Euro bezuschusst, wenn sie mindestens 60 Kilometer rein elektrisch zurücklegen konnten, fallen zum Anfang des Jahres aus der Förderung. Bleibt die Frage, wie sich die Verkaufszahlen entwickeln, denn einige ausländische Staaten machten es vor: als die Kaufprämien der Hybridmodelle reduziert oder komplett gestrichen wurden, brachen auch die Hybridverkäufe ein. Insofern profitieren potenzielle Geschäftskunden in erster Linie von der reduzierten Versteuerung. Wer seinen Plug-in-Hybriden geschäftlich nutzt, muss im Rahmen der Ein-Prozent-Regelung unverändert nur die Hälfte des Kaufpreises versteuern.

Serielle Hybriden, in erster Linie von Autoherstellern wie Toyota / Lexus, Renault oder Hyundai im Markt, kamen aufgrund der fehlenden Elektroreichweite schon bisher nicht in den Genuss der nun auslaufenden PHEV-Kaufprämie. Die deutschen Autohersteller setzen jedoch darauf, dass die Plug-in-Hybriden nicht nur im Heimatland noch eine ganze Weile begehrt bleiben, weil die Kombination aus elektrischer Reichweite für die Kurzstrecke und dem Verbrenner für längere Fahrten gut zum Fahrprofil vieler Kunden passe. Das klingt nach dem lautstarken Pfeifen im eigenen Walde, täuscht es doch über die realen Bedingungen leicht hinweg. Denn die neuen Plug-in-Hybriden sind nunmehr in den vergangenen vier Jahren ebenso aufwendig wie kostenintensiv entwickelt worden und müssen nun das Geld einspielen, das in ihre Technik gesteckt wurde.

Dabei bieten die neuen Elektrofahrzeuge aufgrund immer größerer Reichweiten, kürzerer Ladezeiten und eines wachsenden Netzes an Schnellladesäulen an Autobahnen und Verbindungsstraßen kaum Nachteile. Längere Ausflüge am Wochenende oder die Fahrt in den Osterurlaub? Mit dem Elektroauto längst ebenfalls kein Problem, wenn die elektrische Reichweite jenseits der 400 Kilometer liegt und das Elektromodell am Hypercharger mit 170, 200 Kilowatt oder mehr nachtanken kann. Der Vorteil, dass eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach dafür sorgt, dass der Plug-in-Hybride heimisch betankt damit kostenneutral alle Fahrten im Großraum erledigen kann, ist ein valider Punkt – der jedoch auch auf jedes Elektroauto zutrifft und dieses sogar aufgrund des deutlich größeren Akkus noch interessanter werden lässt. So bleibt abzuwarten, ob es letztlich für viele (Firmen-) Kunden doch nicht in erster Linie die 6.750-Euro-Kaufprämie und die attraktive Besteuerung waren, die den Ausschlag zum Kauf eines Plug-in-Hybriden gegeben haben, denn dann sieht es für die Verkäufe ab Anfang 2023 schlecht aus. Die seriellen Hybriden sind von den Trends kaum betroffen, denn aufgrund der fehlenden steuerlichen Förderung punkten diese in erster Linie mit einem sparsamen Realverbrauch in der Innenstadt und auf Landstraßen, der Verfügbarkeit auf dem Neuwagenmarkt und daran wird sich durch die neuen Förderrichtlinien nichts ändern.

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