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20 Jahre Windows: Geliebt, gehasst, allgegenwärtig

Mit fünf Disketten für 400 Mark beginnt die Geschichte von Windows. 20 Jahre später beherrscht das Betriebssystem von Microsoft Millionen PCs weltweit - und schürt immer noch Emotionen.

Manche lieben es, andere hassen es, viele haben sich schon darüber geärgert, aber fast alle verwenden es: Das PC-Betriebssystem Windows hat wie keine andere Software die Arbeitswelt und Medienkultur der Gegenwart geprägt.

Am 20. November ist es genau 20 Jahre her, dass Windows 1.0 erschienen ist. "Das war der erste Schritt weg von der Kommandozeile", erinnert sich Microsoft-Manager Alfons Stärk. "Erst eine Technologie wie Windows hat den PC massentauglich gemacht." Der erste PC konnte 1981 nur umständlich mit der Eingabe von Textbefehlen bedient werden, Zeile um Zeile. Vor Microsoft entwickelte Apple schon 1983 eine grafische Benutzeroberfläche, die auf den Namen Lisa hörte, doch teuer und ziemlich langsam war. In den folgenden Jahren bemühten sich neben Microsoft auch IBM ("Top View") und Digital Research ("Graphics Environment Manager", GEM) um einen intuitiveren Umgang mit der neuen Technik. Programme und Dateien sollten wie auf einem Schreibtisch griffbereit daliegen.

Windows 1.0 gab es 1985 zum damals recht günstigen Preis von 399 Mark. Dafür erhielt man fünf 5,25-Zoll-Disketten, die dem vier Jahre zuvor eingeführten DOS einen grafischen Aufsatz spendierten. Gemessen an den heutigen Standards war beim ersten Windows allerdings noch nicht so viel Grafik zu sehen. Die namensgebenden Fenster enthielten Menüs, Schaltflächen und Schieberegler, die zur Bedienung mit der damals noch neuen Kulturtechnik der Computermaus aufforderten. Größere Sprünge ließ die Hardware kaum zu - bei einem Arbeitsspeicher von maximal 640 Kilobyte und üblicherweise zwei Laufwerken von jeweils 360 KB.

Dennoch enthielt Windows 1.0 eine Reihe von Programmen, die zum Teil bis heute dazu gehören. Neben dem Texteditor Notepad gab es die Textverarbeitung Write, das Malprogramm Paint und ein Terminalprogramm für eine Online-Verbindung zu einem anderen Computer. Einziges Spiel war Reversi, das Kartenspiel Solitär gab es erst ab Windows 3.1. Das Karteikartenprogramm Cardfile machte die Schreibtisch-Vorstellung besonders anschaulich.

Wer das von Microsoft versprochene "Multitasking" - also die scheinbar gleichzeitige Nutzung mehrerer Programme - zu extensiv nutzte, erlebte den Systemabsturz, der über Jahre hinweg zum Markenzeichen von Windows werden sollte. "Die Entwicklung guter Software braucht ihre Zeit", schrieb die Zeitschrift "Computer Persönlich" weitsichtig - auch wenn damit zunächst nur die Verzögerung von Windows 1.0 gemeint war, das ursprünglich schon im Frühjahr 1984 erscheinen sollte.

Trotz wohlwollender Aufnahme in der Fachwelt war Windows 1.0 noch kein großer Erfolg beschieden. Der Siegeszug des Betriebssystems setzte erst sechs Jahre später ein - damals kam Windows 3.1 mit integriertem Sound und Truetype-Schriften heraus.

Rund um Windows hat sich inzwischen eine riesige Branche entwickelt, und auch bei Microsoft selbst ist das Kind kräftig gewachsen. An der Entwicklung von Windows 1.0 sollen gerade einmal 30 Mitarbeiter beteiligt gewesen sein. Bei Windows XP waren es bereits 2.000 Entwickler. "Die vergangenen 20 Jahre waren nicht ohne Probleme, aber wir sind mit den Herausforderungen gewachsen", sagt Stärk, der bei Microsoft Deutschland für die "Plattform-Strategie" verantwortlich ist. Auch das für nächstes Jahr angekündigte Windows Vista, der Nachfolger von Windows XP, sei "die klare Weiterführung einer Entwicklungslinie, die 1985 mit einer großen Vision begonnen hat".

Peter Zschunke/AP / AP
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.