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Sanktionen gegen China: Huaweis Laptops machten Apple Konkurrenz - nun könnten sie Trumps nächstes Opfer werden

Die Not für Huawei wird größer: Medienberichten zufolge setzen Donald Trumps Sanktionen nicht nur dem Smartphone-Geschäft zu, auch die Notebook-Sparte gerät unter Druck. Womöglich wird der verschobene Laptop nie auf den Markt kommen.

Huaweis Matebooks überzeugten mit einem Mix aus hoher Leistung und schickem Design. Nun werden sie Opfer von Trumps Sanktionen.

Huaweis Matebooks überzeugten mit einem Mix aus hoher Leistung und schickem Design. Nun werden sie Opfer von Trumps Sanktionen.

Der Handelskrieg zwischen China und den USA spitzt sich seit Monaten zu. Das prominenteste Opfer dieses Konfliktes ist der Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei. US-Präsident Donald Trump hat sich auf das Unternehmen eingeschossen, Ende Mai setzte er es auf die sogenannte Schwarze Liste. Seitdem ist es US-Firmen nicht mehr gestattet, ohne Erlaubnis der Regierung Geschäfte mit Huawei zu tätigen. Zwar lockerte Washington im Anschluss einige der Sanktionen und gewährte 90 Tage Aufschub, doch seitdem herrscht große Unsicherheit, wie es weitergeht.

Huaweis Notebook-Geschäft unter Druck

Neben Android-Smartphones und Mobilfunk-Technologien vertreibt Huawei auch Notebooks. Diese Sparte ist vom US-Bann offenbar noch stärker betroffen: Wie das Technikportal "The Information" und der Nachrichtensender CNBC übereinstimmend berichten, muss Huawei die für diese Woche geplante Einführung eines neuen Laptops verschieben. Der Grund seien fehlende amerikanische Produkte und Bauteile. Gemeint sind damit wohl das Windows-Betriebssystem sowie Prozessoren und Chips von Intel.

Mit seiner Matebook-Reihe gelang Huawei in der Vergangenheit ein Achtungserfolg. Die Laptops konnten mit einem Mix aus Leistung, modernem Design und angemessenen Preis punkten.

Ob und wann das verschobene Gerät auf den Markt kommen wird, ist derzeit ungewiss. Huaweis Geschäftsführer Richard Yu erklärte CNBC, das neue Matebook werde womöglich niemals eingeführt, wenn sich an der Situation nichts ändere. Einigen Berichten zufolge könnte die gesamte Notebook-Sparte vor dem Aus stehen.

Huawei entwickelt eigenes Betriebssystem

Nutzer von Huawei-Smartphones müssen sich derzeit noch keine Sorgen machen. Mindestens bis Mitte August wird Google die Geräte noch mit Android-Updates versorgen.

Allerdings arbeitet Huawei schon an einem Plan B: Mit Hochdruck wird derzeit an der Fertigstellung eines eigenen Betriebssystems gearbeitet. Chinesischen Medienberichten zufolge befindet sich die Software schon seit Jahren in der Entwicklung. Marktreif ist sie scheinbar noch nicht, Insidern zufolge wird das Huawei-Betriebssystem derzeit auf mehreren Tausend Geräten aktiv getestet. Den Gerüchten zufolge soll die Software mit allen Android-Anwendungen kompatibel sein.