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Erste Bilder aufgetaucht Apple überarbeitet das Macbook Pro komplett neu


In diesem Jahr bekommt das Macbook Pro eine Runderneuerung: Die Anschlüsse werden durch USB-Buchsen ersetzt, statt der Funktionstasten kommt eine Touchscreen-Leiste. Doch Apple-Fans müssen sich noch gedulden.

Der PC-Markt schwächelt seit Jahren, doch Apple konnte sich mit seinen Macbooks lange gegen den Abwärtstrend stemmen. In den letzten Monaten verzeichnete der iPhone-Hersteller aber ebenfalls Rückgänge: Im zweiten Quartal 2016 wurden nur noch vier Millionen Macs verkauft, ein Jahr zuvor war es noch eine halbe Million mehr. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Apple hat seine Macbooks zuletzt im vergangenen März überarbeitet, viele Käufer warten mittlerweile auf ein neues Modell. Doch glaubt man Apple-Experten, könnte das noch etwas dauern. Denn Apple plant das größte Update für das Macbook Pro seit Jahren.

Macbook mit programmierbarer Touch-Leiste

Das Macbook Pro ist das stärkste Notebook in Apples Laptop-Portfolio. Das letzte große Update bekam es im Sommer 2012, als Apple ein hochauflösendes Retina-Display verbaute. Seitdem wurde hauptsächlich Modellpflege betrieben, die Geräte wurden etwas dünner, schneller und bekamen mehr Akkulaufzeit.

In diesem Jahr bekommt das Macbook Pro einen Neuanstrich. Die auffälligste Änderung: Die Funktionstasten - die oberste Reihe der Tastatur, mit der man etwa die Lautstärke oder die Bildschirmhelligkeit regulieren kann - wird gestrichen. Stattdessen soll eine OLED-Displayleiste mit Touch-Funktion zum Einsatz kommen. Darauf deuten jetzt auch neue Fotos hin, die dem US-Portal "Cult of Mac" zugespielt wurden. Darauf ist ein Macbook-Gehäuse zu sehen, oberhalb der Tastatur befindet sich eine schmale, lange Aussparung.

Der Clou: Die OLED-Leiste lässt sich an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen. Je nach App und Systemzustand kann sie unterschiedliche Tasten darstellen. Hört man Musik über iTunes oder Spotify, wäre eine Play/Stop-Taste sinnvoll, öffnet man Photoshop, könnte man sich die meistgenutzten Werkzeuge anzeigen lassen.

Viermal USB-C

Auch bei den Anschlüssen vollzieht Apple einen radikalen Wechsel: Bislang bietet das Macbook Pro einen magnetischen MagSafe-Anschluss zum Laden, einen HDMI-Ausgang, zwei USB3-Ports, zwei Thunderbolt2-Anschlüsse und einen SD-Kartensteckplatz. Beim 2016er-Macbook wird es - sollten die geleakten Bilder echt sein - nur noch vier USB-C-Anschlüsse und eine Kopfhörerbuchse geben. Alles andere fällt weg.

Ganz überraschend wäre der Schritt nicht, bei seinem kleinen Macbook (hier unser Test) setzt Apple ebenfalls auf USB-C, dort gibt es allerdings bislang nur einen Port. Dennoch: Wer sein Macbook regelmäßig an den Fernseher anschließt oder mit SD-Karten arbeitet, benötigt zusätzliche Adapter.

Gerüchten zufolge könnte Apple auch einen TouchID-Sensor im Macbook verbauen. Den Fingerabdruckscanner kennt man bereits aus dem iPhone und iPad. Hinweise darauf bieten die Bilder nicht, womöglich ist der Sensor im An/Aus-Schalter verbaut.

Kommt das neue Macbook erst Ende des Jahres?

Bislang ging man davon aus, dass Apple das überarbeitete Macbook Pro auf der Entwicklerkonferenz WWDC (ab 13. Juni) vorstellen wird. Neben neuer Software - in diesem Jahr wird vermutlich iOS 10 und das aktualisierte MacOS im Mittelpunkt stehen - wird meistens auch neue Hardware gezeigt. Doch jüngsten Berichten zufolge soll das runderneuerte Macbook Pro erst im dritten Quartal vorgestellt und im Weihnachtsgeschäft verkauft werden.


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