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scheibe: Shockwave statt Shareware

Shareware-Spiele helfen mit ihren kurzweiligen Knobelaufgaben dabei, so manche langweilige Mittagspause zu überstehen. Doch nur die wenigsten Spiele aus dem Shareware-Bereich werden gratis abgegeben für viele von ihnen muss der Anwender tief in die Tasche greifen, um die Vollversion zu erstehen. »/ANRISS«

Shareware-Spiele helfen mit ihren kurzweiligen Knobelaufgaben dabei, so manche langweilige Mittagspause zu überstehen. Doch nur die wenigsten Spiele aus dem Shareware-Bereich werden gratis abgegeben für viele von ihnen muss der Anwender tief in die Tasche greifen, um die Vollversion zu erstehen.

Nun ist der Spieleszene im Internet eine Konkurrenz erwachsen. Immer mehr Web-Sites rüsten auf und stellen ihren Besuchern kostenfreie Geschicklichkeitsund Brettspiele zur Verfügung. Erst wurden diese Spiele noch in Java programmiert, nun liegen sie als Shockwave-Module vor, die grafisch keinen Deut schlechter sind als so manches Shareware-Spiel. Was denken Sie? Ihre Meinung im

Computerforum von stern.de

Wer demnach Spaß an einem schnellen Spiel zwischendurch hat, der installiert das kostenlose Shockwave-Plugin 7.0 und blättert anschließend im Online-Spieleindex Happy Puppy, der die neuesten Internet-Spiele zusammen mit einer Kurzbeschreibung listet.

»Klar lassen sich im Web kostenlose Spiele finden, die mit unserer Shareware konkurrieren«, werden die Programmierer argumentieren. Aber so ganz kostenfrei sind sie am Ende doch nicht. Schließlich fallen im Internet ja Providerund Telefongebühren an. Das ist richtig. Die einzelnen Shockwave-Module werden aber nach dem ersten Laden als DCR-Dateien im Cache des Web-Browsers abgelegt. Wer diese Dateien in einem anderen Verzeichnis sichert, bevor der Cache turnusmäßig geleert wird, der ist auf der sicheren Seite. Er muss die Dateien nur noch offline in das Browser-Fenster ziehen, um auch ohne Web-Verbindung spielen zu können.

Und was es da nicht alles für Spiele gibt! Im Spiel »Herman's Pond« bewahrt der Spieler etwa einen Fisch namens Herman davor, in die Schaufeln einer Windmühle zu geraten, indem er dicke Balken vor dem Zufluss der Mühle auftürmt. Dabei muss sich der Spieler oft noch vorwitziger Krähen erwehren, die das hölzerne Bauwerk gleich wieder abtragen.

Der »NerdSweeper« erinnert an das bekannte Minesweeper. Nur müssen hier keine Bomben per Mausklick markiert werden, sondern dumme Computer-Nerds. Im Spielfeld mit 150 Feldern sind immerhin 20 Nerds zu entdecken.

Im »Nabisco World Team Racing« rasen die Spieler im PS-lastigen Boliden über den Parcours. 25 Runden lang tritt der Spieler gegen den virtuellen Gegner an, um am Ende als Erster über die Ziellinie zu brettern. Dabei muss der Rennfahrer mit der STRG-Taste Gas geben und mit der Shift-Taste die Gänge wechseln. Läuft der Tank leer, hilft ein Besuch in der Boxengasse dabei, frischen Sprit nachzufüllen.

Richtig fies ist das Geschicklichkeitsspiel »Save Them Goldfish«. Der Spieler teilt sich mit einem sehr gefräßigen Mitbewohner die Studentenbude. Der Mitbewohner fingert dabei ständig im Goldfischglas des Spielers herum und wirft die armen Fische in die Bratpfanne. Ziel ist es hier, die schuppigen Freunde per Drag and Drop ins Goldfischglas zurückzubefördern, bevor sie so heiß werden, dass man sich an ihnen die Finger verbrennt. Wer zehn Fische gerettet hat, wird doppelt bestraft jetzt wirft der fischfeindliche Mitbewohner gleich zwei Fische auf einmal ins siedende Fett.

Ein Spiel für zwei ist »Blob«. Auf einem Brett mit 6 x 6 Feldern werden »Blobs« in den beiden Farben der Spieler abgelegt. Abwechselnd dürfen die Kontrahenten all ihre Blobs pro Runde um ein Feld in eine der vier Richtungen bewegen. Werden dabei feindliche Blobs übertölpelt, verschwinden diese sofort vom Brett. Fallen dabei allerdings eigene Blobs vom Brett, so sind auch sie verloren. Liegen keine Blobs mehr im Randbereich des Brettes vor, so werden diese Felder gesperrt das Spielfeld wird also zunehmend kleiner.

Als eine Art Minigolf mit einem Auto als Ball stellt sich »Road Rally Rumble« vor. In hochauflösenden und sehr detailreich gezeichneten 3D-Parcouren kann der Spieler ein Miniauto anklicken. Anschließend klebt ein Gummiseil zwischen Auto und Mauszeiger, mit dem der Spieler den Abschlagwinkel und die Wucht des Schlages vorgeben kann. Jetzt reicht es aus, die Maustaste loszulassen, um das arme Auto in den verwinkelten Parcours hinein zu dreschen. Dabei darf gerne über Bande gespielt werden, um das Gefährt über die markierte Ziellinie zu befördern.

Die einzelnen Shockwave-Spiele sind, abhängig von der Anzahl der enthaltenen Level oder von der Detailfülle der Grafik, zwischen 100 und 1.000 Kilobyte groß. Um diese Shockwave-Module im Browser-Fenster spielen zu können, muss zuvor die ganze Datei geladen werden.

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