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Pressekonferenzen von BKA und Innenministerium "Wir können noch einiges mehr" – BKA warnt mögliche Nachahmer


Ein 20-jähriger Schüler aus Hessen hat gestanden, Daten von deutschen Politikern gestohlen zu haben. Nach dem Bundeskriminalamt äußerte sich auch Bundesinnenminister Horst Seehofer zu dem Fall. Die Pressekonferenzen zum Nachlesen.

Nach dem massiven Online-Angriff auf Politiker und Prominente ist ein 20-Jähriger aus Mittelhessen vorläufig festgenommen worden. Doch der junge Mann ist nach einem Geständnis wieder auf freiem Fuß gesetzt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Der Schüler habe angegeben, "aus Verärgerung über öffentliche Äußerungen der betroffenen Politiker, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens gehandelt zu haben", so die Ermittler. 

Seine Wohnung war am Sonntag durchsucht worden. Den genauen Ort teilte das BKA nicht mit. Die Behörde und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gaben in Wiesbaden Details zu den bisherigen Ermittlungen im Fall des massenhaften Datendiebstahls bekannt, in Berlin äußerte sich auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). (Lesen Sie hier im stern mehr zu den Hintergründen.)

BKA und Innenministerium äußern sich zum Datenklau

Die wcihtigsten Aussagen aus den Pressekonferenzen von Bundeskriminalamt und Innenminister Seehofer können Sie hier nachlesen.

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Die Pressekonferenzen von BKA und Innenministerium zum Nachlesen

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Warum ist der Verdächtige auf freiem Fuß?", fragt eine Journalistin.
    Es liegen weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr vor, entgegnet Staatsanwalt Ungefuk. Zudem sei der Beschuldigte "Heranwachsender", habe "alles eingeräumt" und "Aufkärungshilfe geleistet".

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ob der Beschuldigte im politisch rechten Spektrum zu verorten sei, könne noch nicht abschließend gesagt werden, so Georg Ungefuk. Hinweise darauf gebe es derzeit nicht, dies könne sich aber nach Auswertung des Beweismaterials noch ändern.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der 20-Jährige ist Schüler, computeraffin, hat "viel Zeit" und lebt noch bei seinen Eltern, so Staatsanwalt Ungefuk. Weitere Angaben zu seiner Identität wollen die Ermittler nicht machen, da es sich bei dem Verdächtigen im juristischen Sinne um einen Heranwachsenden handele.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Überprüfung des Motivs sei noch lange nicht abgeschlossen, so BAO-Leiter Heiko Löhr. Auch ob es nicht doch Mittäter gegeben habe, werde ermittelt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Eine als "Besondere Aufbaueinheit" (BAO) bezeichnete Ermittlergruppe habe noch am Freitag die Ermittlungen aufgenommen.
    Die BAO habe zunächst alle veröffentlichte Daten gesichert und systematisiert, erklärt deren Leiter Heiko Löhr. Anschließend seinen Sie den Landespolizeien zur Verfügung gestellt worden. Mehrere Zeugen seien vernommen worden, deren Aussagen letztendlich zu dem Verdächtigen geführt haben.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Sabine Vogt vom Bundeskriminalamt (BKA) erklärt, ihre Behörde sei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über die Veröffentlichung der Daten in Kenntnis gesetzt worden. Das BKA habe sofort erste Maßnahmen ergriffen, für solche Fälle sei es 24 Stunden am Tag in Bereitschaft.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Zum Motiv des Festgenommenen sagt Staatsanwalt Ungefuk: "Der Beschuldigte habe angegeben, sich über öffentliche Äußerungen der Opfer geärgert zu haben."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Tatverdächtige gab in den Vernehmungen an, alleine gehandelt zu haben. Dies werde durch die Ermittler überprüft.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In seiner Vernehmung habe der Beschuldigte "in vollem Umfang" gestanden und zur Aufklärung beigetragen. Er sei wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da keine Haftgründe vorliegen, so Ungefuk. Die Ermittler haben umfangreiches Datenmaterial sichergestellt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Unter Verdacht stehe ein 20-Jähriger Deutscher, so Georg Ungefuk von der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Seine Wohnung sei am Sonntagabend durchsucht worden. Ihm werde das Ausspähen und Veröffentlichen von personenbezogenen Daten vorgeworfen,. Sie seien über insgesamt drei Twitter-Accounts publiziert worden.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Willkommen zum stern-Liveblog. Wenige Tage, nachdem im Internet private Daten Hunderter Politiker und Prominenter veröffentlicht wurden, hat die Polizei in Mittelhessen einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 20-Jährige sei "in vollem Umfang" geständig, heißt es. Die federführende Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt wollen in Kürze in Wiesbaden über den aktuellen Stand der Ermittlungen Auskunft geben. Hier im stern-Liveblog informieren wir Sie über alle aktuellen Entwicklungen in dem Fall.


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