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Wahl zum Verfassungsrichter Deutscher Juristinnenbund kritisiert Wahl Harbarths: "Gibt so viele hochqualifizierte Frauen"

Roben der Verfassungsrichter im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe
In den roten Roben der Verfassungsrichter in Karlsruhe stecken zumeist Männer, wie die Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes kritisiert.
© Uli Deck / Picture Alliance / DPA
Das höchste Richteramt in Deutschland wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ein Mann besetzen. Maria Wersig vom Deutschen Juristinnenbund kritisierte die Entscheidung deutlich und erinnert die Parteien an ihre Verantwortung.

Der Deutsche Juristinnenbund hat vor der anstehenden Wahl des CDU-Bundestagsabgeordneten Stephan Harbarth zum neuen Verfassungsrichter erneut Kritik an der Personalie geübt. Verbandspräsidentin Maria Wersig sagte am Donnerstag auf NDR Info, qualifizierte Frauen müssten gleiche Chancen haben. "Den Parteien fehlt der Sinn dafür, dass sie zuständig sind auch für die Durchsetzung der Chancengleichheit beim Bundesverfassungsgericht." Auch auf Twitter appellierte sie an die Verantwortung der Parteien.Wersig verwies darauf, dass in der Geschichte des Gerichts nur eine einzige Frau das höchste Richteramt bekleidet habe. "Es gibt so viele hochqualifizierte Frauen in Deutschland, die dafür infrage kämen", sagte Wersig.    

Maria Wersig: "Kein Mangel an Kandidatinnen"

Der Bundestag dürfte Harbarth am Donnerstag zum Nachfolger des scheidenden Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Ferdinand Kirchhof, wählen. Es wird erwartet, dass der 46-Jährige dann nach dem Ausscheiden von Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle 2020 an die Spitze des Karlsruher Gerichts rückt.

sve AFP

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