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Fake News «verantwortungslos»: Lambrecht: Soziale Netzwerke sollen Falschmeldungen löschen

Falschnachrichten führen in Zeiten von Corona schnell zur Panik. Um sie schnell zu stoppen, will die Justizministerin auch Soziale Netzwerken in die Pflicht nehmen.

Facebook-App

Das Logo der Facebook-App ist auf einem Smartphone zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Justizministerin Christine Lambrecht hat die Online-Netzwerke aufgefordert, Falschmeldungen zur Corona-Krise schnell zu löschen. Nutzer, die diese veröffentlichten, müssten blockiert werden, erklärte die SPD-Politikerin am Dienstag.

«Wer in dieser herausfordernden Zeit Fake News streut und weiterverbreitet, handelt völlig verantwortungslos und verschlimmert die Situation», kritisierte Lambrecht.

Jeder Bürger sei aufgefordert, dubiose Nachrichten nicht einfach weiterzuverbreiten, sondern skeptisch zu sein. Man solle sie bei zuverlässigen Nachrichtenquellen wie Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern überprüfen. «Auch auf den Internetseiten der Bundesregierung informieren wir umfassend und zuverlässig», betonte Lambrecht. Statt zur Angstmacherei beizutragen, sollten sich alle Bürger «mit aller Solidarität unterstützen».

Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise gewarnt. Die großen Online-Plattformen haben sich unterdessen bereits zusammengetan, um effizient Falschinformationen und Betrugsversuche rund um die Coronavirus-Ausbreitung zu bekämpfen.

Außerdem wollen die Plattformbetreiber kompetente Informationen stärker in den Vordergrund bringen und wichtige Mitteilungen von Gesundheitsbehörden verbreiten, teilten Facebook, Google, YouTube, Twitter, Reddit, Microsoft und LinkedIn mit.

Es gab zunächst keine Details dazu, was die Kooperation konkret beinhaltet. In den vergangenen Tagen waren auf den Plattformen vielfach falsche oder zweifelhafte Informationen zum neuartigen Coronavirus aufgetaucht. Sie gingen bereits einzeln dagegen vor und entfernten zum Beispiel Werbung für angebliche Heilmittel.

dpa