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Panne des HomePod Apple baut sechs Jahre an seinem Sprachlautsprecher - und dann passiert DAS

Der Star des Abends ist der neue HomePod. Der smarte Lautsprecher hört Dank Assistentin Siri aufs Wort. Im Gegensatz zu anderen Sprachlautsprechern wie Google Home und Amazon Echo soll er dazu noch einen hervorragenden Klang bieten, der sich etwa mit den Geräten der Soundexperten von Sonos messen können soll.
Apples HomePod-Lautsprecher
© Christoph Fröhlich
Nach sechs Jahren Entwicklung ist Apples Sprachlautsprecher nun im Handel. Der HomePod klingt zwar gut, hat aber eine unschöne Nebenwirkung: Auf Holzoberflächen kann er weiße Ringe hinterlassen. 

Hey Siri, du bist jetzt im Wohnzimmer: Seit letztem Freitag gibt es Apples neuen Sprachlautsprecher HomePod. Zumindest in drei Ländern (Australien, Großbritannien, USA), in Deutschland kommt der Echo-Konkurrent erst im Laufe des Frühjahrs auf den Markt. Die ersten Tester sind zwiegespalten: Der Klang begeistert durch die Bank, vor allem angesichts der kompakten Maße des Lautsprechers. In dieser Hinsicht scheint sich die insgesamt sechsjährige Entwicklungszeit gelohnt zu haben. Allerdings fehlen noch essenzielle Funktionen wie Stereo- und Multiroom-Unterstützung, die erst per Update nachgereicht werden. Und auch Siri ist nicht ansatzweise so mächtig wie Amazons Alexa.

HomePod und der weiße Ring

Doch nach einigen Tagen in freier Wildbahn zeigt sich eine weitere Schwäche: Der HomePod kann die heimische Einrichtung zerstören. Platziert man den Sprachlautsprecher auf Holzmöbeln, kann er dauerhaft unschöne Spuren hinterlassen. Das berichtete zuerst die US-Seite "Wirecutter". Schon nach kurzer Zeit sollen sich demnach auf Holzoberflächen weiße Ringe abzeichnen.

Apple hat mittlerweile auf die Berichte reagiert und bestätigt das Phänomen. Auf der Webseite heißt es, es sei nicht unüblich, dass Lautsprecher mit vibrationsdämmenden Silikonfuß "leichte Spuren" auf einigen Holzoberflächen hinterlassen können. Ursache dafür sei die Kombination aus Silikon und Holz, die ein Öl entstehen lässt, das die ringförmigen Abdrücke erzeugt.

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Stellt HomePod woanders hin

Die Ringe würden jedoch nach wenigen Tagen von selbst verschwinden, schreibt Apple. Laut "Wirecutter" bleichen die weißen Ringe zwar aus, verschwinden aber trotz Nachbehandlung nicht vollständig. Apple selbst empfiehlt, in Falle eines Schadens die Oberfläche mit dem vom Hersteller empfohlenen Pflegeöl nachzubehandeln. Auf "Glas, Granit, mitteldichten Holzfaserplatten (MDF), lackiertem Holz oder billigem Ikea-Bücherregalen" entstanden keine sichtbaren Schäden, schreibt das Portal. Andere Sprachlautsprecher - etwa der Sonos One - hätten auf derselben Holzoberfläche auch nach Monaten keine Spuren hinterlassen.

Apples Rat: "Sollten Sie besorgt sein, empfehlen wir den HomePod auf einer anderen Oberfläche zu platzieren." Vor allem über jenen Satz macht sich das Netz lustig, erinnert er doch sehr an Steve Jobs legendäres "You're holding it wrong" ("Ihr haltet es falsch"), mit dem der Konzern die Antennen-Problematik des iPhone 4 schönzureden versuchte.

Womöglich überarbeitet Apple den Silikon-Standfuß in der nächsten Charge, um die unschönen weißen Ringe in Zukunft zu vermeiden. Bisherigen Käufern bleibt nichts weiter übrig, als den Lautsprecher woanders zu positionieren oder eine Folie unterzulegen. Von einer Stoffunterlage ist jedoch abzuraten, da diese sich negativ auf den Klang auswirken würde.

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cf

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