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Studio-Qualität Apple revolutioniert seinen Musikdienst, doch Millionen AirPods-Nutzer bleiben außen vor

Wir geben Tipps, wie man aus den AirPods mehr herausholt
Die AirPods waren für Apple ein gigantischer Erfolg
© Franziska Gabbert/ / Picture Alliance
Apple Music bekommt Millionen Songs in Studioqualität. Doch ausgerechnet auf den AirPods wird man von den besseren Klangwelten nichts haben. Die Apple-eigenen Kopfhörer werden nicht unterstützt.

Apple Music ist neben Spotify einer der größten Musikstreamingdienste der Welt. Am Montag hat der Konzern angekündigt, dass der gesamte Musikkatalog bestehend aus 75 Millionen Songs demnächst in verlustfreier Qualität gestreamt werden kann. Im Juni soll es mit 20 Millionen Titeln losgehen, nach und nach werde der gesamte Katalog aktualisiert, erklärte das Unternehmen. Toll für alle User: Das Upgrade ist kostenfrei, wird also nicht wie bei einigen Mitbewerbern mit einem Preisaufschlag in Rechnung gestellt.

Die Klangqualität des neuen Apple Lossless Audio Codec (ALAC) dürfte deutlich besser sein als bisher. Medienberichten zufolge sollen Songs in dem neuen Format je nach Qualität drei bis 25-mal größer sein und damit mehr Bandbreite benötigen.

AirPods bleiben außen vor

Die verlustfreie Qualität kann auf einem iPhone, iPad, Mac oder Apple TV gehört werden. Allerdings gibt es einen Haken: Auf den populären AirPods können die hochauflösenden Songs abgespielt werden.

Hintergrund: Sämtlich Modelle der AirPods - egal ob das Einsteigermodell, die AirPods pro mit Noise Cancelling oder die 600 Euro teuren Over-Ear-Kopfhörer AirPods Max - werden via Bluetooth mit anderen Geräten verbunden. Und die Bandbreite des dafür genutzten AAC-Codecs ist viel zu gering. Apple müsste also einen neuen Codec für seine kabellosen Kopfhörer entwickeln, um Lossless-Audioqualität zu unterstützen. Dieses Problem ist nicht Apple-exklusiv, sondern betrifft alle Hersteller. Andere Hersteller wie etwa Sony haben allerdings eigene Codecs entwickelt, die zwar keine Studioqualität liefern, aber eine deutlich höhere Bitrate als Apples Standardqualität. 

In sozialen Netzwerken sorgte diese Entscheidung für viel Verwunderung. Denn es ist Apple-untypisch, dass der Konzern ein zentrales neues Feature ankündigt, welches dann von den eigenen Geräten nicht unterstützt wird. Zumal Apple stets betont, wie sehr Musik zur DNA des Konzerns gehört.

Das Anhören von verlustfreiem Audio auf einem iPhone erfordert zwingend kabelgebundene Kopfhörer und es ist möglich, dass ein zusätzlicher Adapter benötigt wird, um die beste Klangqualität zu erhalten. Die AirPods Max werden allerdings auch dann kein verlustfreies Audio abspielen können, wenn man sie über ein Lightning-Kabel anschließt, wie Apple gegenüber "T3" bestätigt. Auch das ist angesichts des Preisschildes von 600 Euro ärgerlich.

Allzu sehr müssen sich die meisten wohl dennoch nicht ärgern. Denn Untersuchungen zeigen immer wieder, dass viele Menschen gar nicht in der Lage sind, hochauflösende Musik von der Standardqualität zu unterscheiden. Mehr dazu und einen Hörtest finden Sie hier. 

Studio-Qualität: Apple revolutioniert seinen Musikdienst, doch Millionen AirPods-Nutzer bleiben außen vor

Räumlicher Sound

Interessanter dürfte für die meisten Apple-Music-Abonnent:innen deshalb der neue, räumliche Klang sein. Mit der Unterstützung von Dolby Atmos implementiert Apple einen 3D-Sound in Apple Music. Das Unternehmen hat angekündigt, zum Start mit Künstlern wie Ariana Grande, Maroon 5, Kacey Musgraves und anderen zusammenzuarbeiten. Es sollen aber fortwährend neue Titel hinzugefügt und eigene Playlists angeboten werden. Alben, die das "Spatial Audio" genannte 3D-Sound-Feature unterstützen, werden in der App mit einem neuen Dolby Atmos-Logo gekennzeichnet

Bislang erfordert Spatial Audio entweder AirPods Pro oder die ohrumspannenden AirPods Max. Nun werden alle AirPods oder Beats-Kopfhörer mit einem W1/H1-Chip unterstützt. 

Oliver Schusser, Vice President of Apple Music and Beats von Apple, bezeichnet die aktuellen Änderungen als "den größten Fortschritt in Sachen Audioqualität, den es je gegeben hat."

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