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Technikmesse CES: QLED-TVs: Was kann Samsungs TV-Revolution?

Samsung hat auf der CES seine neuen Top-Fernseher vorgestellt. Die Modelle setzen auf eine neue Bildtechnik namens QLED, die noch bessere Bilder ermöglichen soll. Doch auch am Design der Geräte hat Samsung geschraubt. 

Samsungs Fernseher setzen auf eine neue Bildtechnik

Samsungs Fernseher setzen auf eine neue Bildtechnik

Die Technikmesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas ist traditionell ein Schaulaufen der Elektronikbranche. Im Mittelpunkt steht vor allem die nächste Generation von Fernsehern. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: Aus Full-HD wurde 4K, neue Bildtechniken wie Dolby Vision oder HDR sorgen für noch natürlichere Bilder.

Allerdings bildeten sich in den vergangenen Jahren zwei Lager: Auf der einen Seite steht Marktführer Samsung, der bei den Bildschirmen bislang auf LCD-Technik setzte und diese Weiterentwicklung als SUHD vermarktete. LG wiederum konzentriert sich auf OLED-Displays (Organic Light Emitting Diode), die bei Smartphones längst etabliert sind. Die organischen Dioden haben den entscheidenden Vorteil, dass sie anders als LCDs selbstleuchtend sind und so kontrastreichere Bilder ermöglichen. Ein Schwarz ist hier auch wirklich schwarz. Der Nachteil: Die Technik ist sehr teuer.

In der Nacht zum Mittwoch hat Samsung nun zum Gegenschlag angesetzt und seine neue Modellpalette vorgestellt. Die 2017er-Fernseher (Q9, Q8 und Q7) locken nicht nur mit einer neuen Bildtechnik namens QLED, sondern auch mit anderen cleveren Neuerungen. Doch was bedeutet die neue Technik eigentlich?

Was sind QLEDs?

QLED steht für "Quantum Dot Light Emitting Diodes" und wird von Samsung als der Quasi-Nachfolger der noch recht jungen OLED-Technik ins Rennen geschickt. Wie es der Name bereits verrät, basiert die neue Bildtechnik auf Quantum Dots, also Nanokristallen. Trifft Licht auf die winzig kleinen Partikel, strahlen diese je nach Größe in einer anderen Farbe. Der große Unterschied: Aktuelle Bildschirme nutzen fotoluminiszente Quantum Dots, die neue Generation ist aber elektroluminiszent. Sie benötigen also nicht das Licht einer LED, um zu leuchten, sondern ein elektrisches Feld. Dadurch kann der TV einzelne Pixel an- und abschalten (wie ein OLED-Gerät) und so viel höhere Kontraste und tiefere Schwarzwerte erreichen.

Heller und mehr Farben

HyunSuk Kim, Samsungs Visual-Display-Chef, schwärmte bei der Präsentation von einen völlig neuen Seherlebnis. Die Bildschirme sollen etwa den DCI-P3-Farbraum bei allen Helligkeitsstufen komplett darstellen und Spitzenhelligkeiten von 1500 bis 2000 Nit erreichen. Bei der 2016er-Generation war bei (ohnehin schon guten) 1000 Nit Schluss. Das ist vor allem für die Wiedergabe von HDR-Material entscheidend.

Die ersten Eindrücke der Reporter vor Ort klingen vielversprechend. John Archer, TV-Redakteur beim renommierten "Forbes"-Magazin, konnte die Geräte bereits in Augenschein nehmen und spricht von "unglaublichen Bildern" und "phänomenalen Schwarzwerten". Zugleich räumt er aber ein, dass die Ausstellungsfläche sehr hell gewesen sei und man deshalb nur schwer einschätzen könne, wie gut die Schwarzwerte wirklich im Vergleich zu OLED-Fernsehern ausfallen. Das werden erst Labortests im Laufe des Jahres zeigen.

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Unsichtbare Kabel, neue Standfüße

Immer mehr Menschen befestigen ihren TV an einer Wandhalterung. Hier will Samsung eine eigene, bessere Halterung entwickelt haben, die nicht nur den Abstand zur Wand drastisch verkleinert, sondern auch kinderleicht in 15 Minuten anzubringen sein soll. Auch hier werden Tests zeigen, ob Samsung den Mund nicht etwas zu voll genommen hat. Damit keine störenden Kabel mehr vor der Wand hängen, verbaut Samsung eine nahezu transparente Strippe.

Für mehr Individualität im Wohnzimmer kann man nun den Standfuß austauschen, der entweder zurückhaltend oder in Form einer Staffelei daherkommt - das macht aber vermutlich nur in Loft-großen Wohnzimmern etwas her.

Einige offene Fragen

Zu einigen Details hat sich Samsung bislang noch nicht geäußert. Technisch wäre etwa noch interessant zu wissen, ob HDMI 2.1, Dolby Vision oder dynamische Metadaten unterstützt werden, in denen Filmproduzenten die Bildeinstellungen für jede Szene anpassen und so den Bildeindruck nochmals deutlich verbessern können.

Das Spitzenmodell (Q9) gibt es nur als Flat-TV, die Q8-Serie wird als Curved-Variante angeboten, den Q7 gibt es sowohl als Flat- als auch als Curved-Modell. Die Preise und Verfügbarkeiten sind bislang noch nicht bekannt.

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