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Hinter den Kulissen bei Sky: Ultra-HD boomt, aber im Fernsehen herrscht Flaute - wieso eigentlich?

4K hat Full-HD als Bildstandard den Rang abgelaufen. Für Filmfans mit großen Fernsehern ist das eine Freude. Das klassische Live-TV tut sich hingegen schwer damit. Doch warum ist das so?

Schaltzentrale bei Sky: ultra-HD-Kameras sind für die Regie eine neue Herausforderung

Schaltzentrale bei Sky: ultra-HD-Kameras sind für die Regie eine neue Herausforderung

Blättert man durch die Werbeprospekte der Elektronikmärkte, fällt auf: UHD-Fernseher werden mittlerweile zu Schnäppchenpreisen verschleudert. Einstiegsmodelle gibt es bereits ab 369 Euro. Ultra-HD (auch bekannt als 4K) ist salonfähig geworden und hat Full-HD als Bildstandard endgültig abgelöst. Die Filmindustrie hat sich längst darauf eingestellt, beinahe jeder Hollywood-Streifen erscheint mittlerweile auf UHD-Blu-ray. Auch Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video setzen verstärkt auf die neue Technik.

Im Live-TV tut sich 4K (2160p) bislang allerdings schwer. Die Öffentlich-Rechtlichen setzen bei ihren Produktionen weiterhin auf 1080p (Full-HD) oder gar auf 720p (HD-Ready), einen Bildstandard aus dem Jahr 2005. Schaltet man also Sonntagabend in der ARD den "Tatort" ein, hat man nichts vom ultrascharfen . Beim ZDF gibt es derzeit "noch keine konkreten Pläne zur Einführung eines UHD-Regelbetriebs". Auch die Privatsender verfolgen zwar die Technik interessiert, es gab auch schon erste Testballons - doch eine große Rolle wird Ultra-HD in diesem Jahr vermutlich bei keinem der Sender spielen.

Doch woran liegt es, dass sich 4K so langsam im Live-TV durchsetzt? Sind es die Kosten, ist der Aufwand zu hoch? Der stern hat bei einer UHD-Übertragung des Fußballspiels Hamburger SV - Bayer Leverkusen hinter die Kulissen beim Pay-TV-Sender Sky geschaut. Das Unternehmen ist bekannt dafür, stets mit der neuesten Technik zu experimentieren. Der Vorgänger Premiere war im Jahr 2005 etwa der erste HD-Sender Deutschlands, 2014 strahlte man die ersten UHD-Übertragungen aus. Seit Oktober 2016 gibt es mit Sky Bundesliga UHD die ersten regelbetriebenen Sender in UHD.

Mehr Details, neue Probleme

Hamburg, Volksparkstadion. Von außen sieht der weiß-blaue Container in den Katakomben des Stadions unscheinbar aus. Doch im Inneren herrscht Hochbetrieb. Zwei Stunden vor Anpfiff checkt ein knappes Dutzend Sky-Mitarbeiter sämtliche Kameraeinstellungen, Hunderte Knöpfe befinden sich auf den Terminals, die eher an eine Raumstation erinnern. Insgesamt sind für die Übertragung etwa 75 Mitarbeiter im Einsatz, bei wichtigen Spielen ( , DFB-Finale) erhöht sich die Zahl auf bis zu 100. Die Fußballübertragungen sind immer noch das Aushängeschild des Bezahlsenders.

Ultra-HD liefert viermal mehr Pixel als klassisches Full-HD - doch braucht man das überhaupt bei einem Fußballspiel? "Auf jeden Fall", sagt Alessandro Reitano. Er verantwortet im Bereich Sports die Liveproduktionen. "Mit Ultra-HD-Aufnahmen haben wir weniger Kantenflimmern und sehen mehr Details." Doch die neue Technik habe nicht nur Vorteile. Bei Slow-Motion-Aufnahmen und Reißschwenks, also einem sehr schnellen Wechsel von einem Bildobjekt zum anderen, gebe es mehr Unschärfe. Für die Regie ist das eine neue Herausforderung.

Ultra-HD ist deutlich teurer

Zudem ist die neue Technik enorm teuer: Eine UHD-Produktion kostet bis zu 30 Prozent mehr als eine Full-HD-Produktion. Hintergrund ist, dass die Technik im Übertragungswagen wie Kameras, Server und Mischer entsprechend ausgetauscht oder erweitert werden muss. Und beim Wechsel auf HDR (High Dynamic Range) stehen diese Ausgaben noch einmal bevor. Diese Bildtechnik sorgt für einen überdurchschnittlich hohen Kontrast und ein breiteres Farbspektrum. Dadurch wirken Aufnahmen natürlicher.

Die Kombination aus Ultra-HD und HDR wird für einen echten Qualitätssprung sorgen, verspricht Reitano. "Die Schatten, die im Sommer bei einigen Stadien auf den Rasen geworfen werden, gehören damit weitgehend der Vergangenheit an. Das wertet das Bild vor allem bei den Samstagnachmittagsspielen enorm auf." Der Umstieg auf HDR erfordere aber nicht nur neue Stellen und Arbeitsplätze, sondern auch neue Set-Top-Boxen (Empfangsgeräte) bei den Kunden.

"Man muss das jedesmal hinterfragen"

Um die Kosten im Rahmen zu halten, setzt Sky bei Fußballspielen auf eine Kombination von Ultra- und Full-HD. Von insgesamt 14 Kameras übertragen fünf in Ultra-HD und neun in Full-HD. Die Hauptkamera, die etwa 70 Prozent des Spiels überträgt, sendet in UHD. Aber nicht überall mache die neue Technik Sinn. "Man muss jedes Detail hinterfragen. Nicht alle Kameras müssen in UHD übertragen. Bei einer Tor-Kamera reicht 1080p völlig aus."

Alles im Blick: Bis zu 100 Mitarbeiter sind an einer Ultra-HD-Übertragung beteiligt. Der hohe Aufwand ist bislang eine Ursache der niedrigen 4K-Verbreitung im Live-TV.

Alles im Blick: Bis zu 100 Mitarbeiter sind an einer Ultra-HD-Übertragung beteiligt. Der hohe Aufwand ist bislang eine Ursache der niedrigen 4K-Verbreitung im Live-TV.

Doch wie viele Sky-Kunden empfangen überhaupt schon Ultra-HD? Genaue Zahlen gibt der Pay-TV-Sender auf eine Anfrage des nicht bekannt, doch man befinde sich "im sechsstelligen Bereich innerhalb von nur vier Monaten". Bei insgesamt 4,8 Millionen Kunden ist das noch überschaubar.

Um den Menschen die neue Technik schmackhaft zu machen, müssen deshalb mehr Inhalte her - das weiß auch Reitano. "An der UHD-Penetration müssen wir etwas tun, es müssen noch mehr Spiele produziert werden". In der Champions League peile man ein Spiel pro Spieltag in 4K an, auch Spitzenspiele wie Bayern gegen Dortmund im April stehen ganz weit oben auf der Agenda. Bis UHD der Regelbetrieb ist, wird es aber noch ein paar Jahre dauern.

Stimmung wie im Stadion

Doch nicht nur beim Bild wird es in den nächsten Jahren große Fortschritte geben, sondern auch beim Ton. Eine der spannendsten Technologien ist derzeit Dolby Atmos: Dabei wird der Sound nicht nur in der Breite und Tiefe des Raums abgebildet, sondern auch in der Höhe. Ob Fangesänge, Trampeln auf den Tribünen oder Pfiffe - "Wir haben bereits Tests mit 3D-Audio durchgeführt", erklärt Reitano. Das sorgt für ein stärkeres Mittendrin-Gefühl.

Dank moderner Mikrofone könne man sich in Zukunft noch weitere Innovationen vorstellen, etwa spielergetracktes Audio. Dabei könnte man hören, was einzelne Spieler sagen. Ein Traum für viele Fußballfans. Doch noch steckt die Technik in den Kinderschuhen.

Ultra-HD bleibt Nische

Die hohen Kosten, die neuen Arbeitsabläufe, teils fehlende Standards und die bislang geringe Verbreitung an Empfangsgeräten - all das dürfte den großflächigen Umstieg auf Ultra-HD bei den Sendern hemmen. Bislang gab es nur einzelne Testläufe: RTL sendete im Herbst 2016 etwa drei Folgen des "Nitro Autoquartett", das ZDF strahlte im September die "Terra X"-Dokumentation "Mythos Wolfskind" in UHD aus.

Doch die Zeit drängt. Bis Ende 2017 rechnet die HD Plus GmbH mit mehr als vier Millionen UHD-Fernsehern in deutschen Wohnzimmern. Ohne passende Inhalte bei den klassischen Sendern dürften die TV-Zuschauer aber die Lust am Einschalten verlieren. Die Streaminganbieter und Pay-TV-Angebote stehen schon in den Startlöchern.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.