HOME

Online-Shopping: Amazon ändert seine Rücknahme-Regeln - das müssen Sie wissen

Amazon hat seit dem 19. April neue Rückgabe-Richtlinien eingeführt. Damit will der Shopping-Gigant sein System für Retouren vereinheitlichen. Wir erklären, was sich für Kunden ändert.

In den USA ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Amazon bereits seit November verfügbar

Amazon vereinheitlicht die Rücksenderegeln

Fernseher, Schuhe, Bücher, Hundefutter: Beim Online-Portal Amazon kann man beinahe alles kaufen. Und wenn der Shopping-Gigant etwas nicht selbst auf Lager hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Drittanbieter dasselbe Produkt anbietet und über Amazon vertreibt. Der Haken: Bislang konnten einige Händler selbst bestimmen, wie und wann ein Artikel retour geschickt werden muss.

Das ändert sich nun. Das Unternehmen will das Einkaufserlebnis verbessern, in dem die Rückgabebedingungen vereinheitlicht werden. Händler müssen nun zusätzlich zu den gesetzlichen Rechten ein erweitertes Rückgaberecht einräumen, wie das Fachportal "Onlinehändler-News" berichtet. Das betrifft vor allem jene Verkäufer, die ihre Produkte selbst verschicken und nicht von Amazon versenden lassen (bekannt als FBA, Fulfillment By Amazon). Für die Kunden sind das gute Nachrichten, denn sie müssen nun nicht mehr darauf achten, bei wem sie Artikel gekauft haben.

Zehn Fakten zum Unternehmen: Wie viel kostet eigentlich das komplette Sortiment von Amazon?

Das sind die neuen Rücksende-Regeln

Für Kunden wie auch Händler ändert sich mit den neuen Rücknahmebedingungen einiges.

  • Kunden können nun ohne Angabe von Gründen innerhalb von 30 Tagen ein Produkt zurücksenden. Nach der Rückgabe wird der gesamte Kaufpreis erstattet.
  • Hat das Produkt mehr als 40 Euro gekostet und wurde es innerhalb von 14 Tagen zurückgeschickt, werden zusätzlich die Rücksendekosten erstattet.
  • Eine Ausnahme von dieser Regelung sind die Kategorien Schuhe, Kleidung und Handtaschen. Hier bekommen die Kunden die Versandkosten innerhalb von 30 Tagen erstattet, egal wie viel die Artikel gekostet haben.
  • Eine weitere Ausnahme gibt es im Weihnachtsgeschäft: Produkte, die zwischen dem 1. November und 31. Dezember verschickt werden, können bis zum 31. Januar des folgenden Jahres zurückgeschickt werden.

Das Portal "Onlinehändler-News", das sich vornehmlich an Verkäufer richtet, ordnet die neue Regelung folgendermaßen ein: "Amazon ändert […] offensichtlich nicht die Widerrufsbelehrung selbst, bzw. fügt - soweit bekannt - auch keine eigene vorformulierte Fassung ein, sondern wählt die Form einer eigenständigen und vom Widerrufsrecht unabhängigen Rücknahmegarantie." Händler sollten am besten auf der Seite ihres Verkäuferprofils die neuen Richtlinien hinterlegen.

Zur Frage "Darf Amazon das?" schreibt das Portal: "Diese Frage wird uns bei jeder Änderung gestellt und sie lautet fast immer 'ja'." Am Ende müssten die Händler selbst entscheiden, "ob sie durch die Änderungen die Gefahr einer Abmahnung in Kauf nehmen oder Sanktionen durch Amazon riskieren."

 Aktuell kann man also noch auf Händler treffen, welche die neuen Regeln nicht eingeführt haben. Langfristig werde Amazon aber vermutlich keine Drittanbieter dulden, die ihren Kunden nicht die freiwillige Rücknahmegarantie einräumen, so die Einschätzung von "Online-Händler-News". 


cf
Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.