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Twitter-Fundstück So niedlich wie diese Oma googelt keiner - und das Netz liebt sie dafür


Eigentlich wollte ein junger Brite nur mal kurz den Laptop seiner Oma nutzen. Dann entdeckte er, wie sie bei Google sucht - und musste den Fund sofort teilen. Jetzt feiert das Netz die alte Dame. Zurecht.

Im Internet muss immer alles schnell gehen, für Höflichkeit und lange Ausführungen bleibt keine Zeit. Oder wir sind schlicht zu faul dafür geworden. In Chats und bei Twitter wird alles abgekürzt, bei Google werden nur die nötigsten Schlagworte eingehackt. Aber nicht jeder macht da mit. Eine Großmutter aus England zeigt, dass man auch im Internet höflich und damenhaft bleiben kann. Und das Netz liebt sie dafür.

Bekannt gemacht hat sie ihr Enkel Ben. Der war bei Oma zu Besuch und wollte nur kurz mal ihren Laptop nutzen. Was dann kam, muss ihn zutiefst überrascht haben. "Oh mein Gott. Ich machte gerade Omis Laptop auf und wenn sie etwas googlet, schreibt sie "bitte" und "danke". ich kann nicht mehr", postete er bei Twitter.

Auch bei Google kann man höflich suchen

Als Beweis hat er ein Bild des Rechners angehängt. Und tatsächlich: "Bitte übersetze mir diese römische Ziffer MCMXCVIII danke", hat Oma da bei Google eingegeben. Sie dachte, das macht man so, erklärte sie ihrem Enkel auf Nachfrage. Ob nun aber wirklich Bens Großmutter so gesucht hat oder er sich nur einen kleinen Scherz auf ihre Kosten erlaubt hat, ist nicht bekannt. Der Netzgemeinde ist es offenbar gleich: Knapp 12.700 Twitter-Nutzer haben den Tweet geliked, 8600 sogar auf der eigenen Timeline retweetet.

Google hat ebenfalls kein Problem mit der ungewöhnlichen Anfrage. Der Algorithmus kann die Höflichkeitsfloskeln ohne weiteres verarbeiten und zeigt Seiten, die römische in die geläufigen arabischen Ziffern übersetzen. Das überrascht allerdings nicht. Die Suchmaschine hat in den letzten Jahren mächtig dazugelernt und beherrscht längst auch kompliziertere Anfragen. Schon länger kann man Google etwa direkt Fragen stellen. Das ist vor allem auf Smartphones wichtig, wo die Suchanfragen per Sprache in den Assistenten Google Now eingegeben werden.

So hat auch Bens Oma letztlich eine Antwort auf ihre sehr höfliche Frage bekommen. Die lautet übrigens: 1998.

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