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Jeff Bezos: Amazon-Chef wird mit Nacktfotos erpresst - und das hat auch mit Donald Trump zu tun

Der "National Enquirer" gilt als Trumps Haus-Zeitschrift, die auch mal schmutzige Geschichten über den Präsidenten verschwinden ließ. Jetzt wollte sie Amazon-Chef Jeff Bezos mit Nacktfotos zum Schweigen bringen - und brachte damit einer absurden Hintergrund-Geschichte noch mehr Öffentlichkeit.

Amazon-Gründer: Nacktbilder-Affäre: Jeff Bezos lässt sich nicht erpressen

Nacktfotos sind schon lange ein beliebtes Druckmittel. Früher vor allem von Geheimdiensten genutzt, werden sie heute auch von Ex-Partnern oder Hackern benutzt, um Menschen zu erpressen oder ihnen ein Lösegeld abzuknöpfen. Ein Erpressungs-Versuch bei Amazon-Chef Bezos ist nun jedoch kräftig nach hinten losgegangen. Das eng mit Präsident Donald Trump verbundene Boulevard-Magazin "National Enquirer" wollte so eigentlich eine unangenehme Geschichte begraben - und verschaffte ihr so nur noch mehr Rampenlicht.

Denn Jeff Bezos will sich nicht erpressen lassen, schreibt er in einem Post bei "Medium". "Sie machten mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen konnte - das dachten die Leute beim National Enquirer zumindest", erklärt Bezos. "Ich bin froh, dass sie das dachten, denn es ermutigte sie, das alles in Schriftform an mich zu schicken." Und so habe er sich entschieden, die ganze Sache selbst in die Öffentlichkeit zu bringen.

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Nacktfotos von Jeff Bezos beim Fremdgehen

Dabei scheint es durchaus um peinliche Details aus Bezos' Privatleben zu gehen. Den von ihm veröffentlichten Mails zufolge will der "Enquirer" mindestens neun intime Fotos von Bezos und seiner Geliebten Laura Sanchez besitzen, einige von ihnen zeigen demnach Bezos nackt oder in erregtem Zustand. Die Bilder scheinen gemeinsam mit bereits von der Zeitung veröffentlichten Chat-Verläufen erbeutet worden zu sein.

Nun auch noch die Bilder zu veröffentlichen, könne ja nicht in Bezos' Interesse sein, suggerieren die Mails, die vom Herausgeber des "National Enquirer", dem Unternehmen American Media, kurz AMI, an Bezos' Leute geschickt wurden. Das Angebot: Man würde auf eine Veröffentlichung verzichten - wenn der Amazon-Chef zu bestimmten Bedingungen bereit wäre. So sollte er öffentlich der Berichterstattung seiner Zeitung "Washington Post" widersprechen, dass der "Enquirer" politisch beeinflusste Berichterstattung betreiben würde. Ein Vorwurf, den Trump auch immer gegen die von Bezos betriebene "Washington Post" erhebt.

Fehlgeschlagene Erpressung

Konkret geht es AMI wohl um Berichte, die dem Enquirer-Herausgeber und Trump-Vertrauten David Pecker wegen der freundlichen Berichterstattung zum Mord an Jamal Khashoggi eine sehr große Nähe zum saudischen Königshaus unterstellen. Zudem soll er mehrfach Präsident Donald Trump geholfen haben, schmutzige Geschichten unter den Tisch zu kehren. So soll etwa Karen McDougal 150.000 Dollar für die Exklusivrechte über ihre Affäre mit Trump bezahlt bekommen haben - um so die Geschichte zu beerdigen. Den durch diese und ähnliche Geschichten entstandenen Eindruck der politischen Steuerung scheint der "Enquirer" nun mit Bezos' Statement beenden zu wollen.

Die Erpressung dürfte nun das Gegenteil erreichen. Bezos, immerhin der reichste Mann der Welt, tritt der in der Mail recht klar formulierten Drohung, man würde ihn mit den Nacktfotos als schlechte Führungskraft entlarven, sehr entschieden entgegen. Er habe Amazon eigenhändig zu einer der wertvollsten Firmen der Welt gemacht, gerade habe man Rekordgewinne erzielt, schreibt er selbstbewusst. "Das lasse ich mal für sich sprechen." Seine Ehe taugt ebenfalls nicht zur Erpressung: Bezos und seine Ehefrau MacKenzie haben Anfang des Jahres die Scheidung eingereicht. Und so fragt er nun laut: "Wenn sich jemand in meiner Position nicht gegen so etwas wehren kann, wer denn dann?"

Woher kommen die Bilder?

Wie der "National Enquirer" genau an die Chat-Verläufe gelangte, ist übrigens nicht bewiesen, es gibt aber einen klaren Verdacht: Michael Sanchez, Bruder von Laura Sanchez, gilt als großer Trump-Fan und hatte auch private und geschäftliche Kontakte mit Trump-Vertrauten, etwa mit Carter Page und Roger Stone. Letzterer wurde letzte Woche wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre von Trumps Wahlkampfteam verhaftet.

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Von "The Daily Beast" auf Sanchez angesprochen, schrieb Stone Ende Januar: "Ich kenne Michael Sanchez - ein sehr guter Typ." Im weiteren Verlauf soll er ungefragt geleugnet haben, Bezos' Handy gehackt zu haben. Als ihn "The Daily Beast" darauf hinwies, dass man das weder unterstellt, noch gefragt habe, soll Stone geantwortet haben: "Jetzt sind Sie dran. Sie sind gar kein richtiger Journalist. Es glaubt eh keiner, was sie schreiben."

Jeff Bezos: Klare Worte gegen Erpressung

Bezos sieht den Ball nun jedenfalls beim "Enquirer". "Natürlich möchte ich nicht, dass diese persönlichen Fotos veröffentlicht werden. Aber ich werde auch nicht an den bekannten Praktiken (des Enquirers), wie Erpressung, politische Gefallen, politische Attacken und Korruption teilnehmen. Ich drehe lieber den verfaulten Stamm kurz um und schaue, was darunter hervor kriecht." Dem Enquirer wirft er vor, mit den Methoden gegen jeden journalistischen Standard zu verstoßen.

Trumps Vorwurf, dass auch Bezos die "Washington Post" als politisches Sprachrohr benutzt, weist er übrigens von sich. "Dass ich die ''Washington Post' besitze, macht die Dinge für mich nur komplizierter. Es lässt sich nicht vermeiden, dass mächtige Menschen, über die in der Zeitung berichtet wird, daraus fälschlicherweise ableiten, ich sei ihr Feind. Donald Trump ist einer von ihnen, wie er in vielen Tweets gezeigt hat." Trotzdem bereut er den Kauf nicht. "Meine Verantwortung für die 'Washington Post' und meine Unterstützung ihrer Mission, ist eine der Sachen, auf die ich mit 90 Jahren am stolzesten sein werde. Wenn ich das Glück habe, solange zu leben."

Quellen: Medium, The Daily Beast. New York Times 

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.