HOME

Kauf von DeepMind: Wie Google unser Leben durchleuchtet

Der Kauf des bisher unbekannten Unternehmens DeepMind durch Google passt zur Strategie des Internetgiganten. Es geht darum unseren Alltag smarter zu machen - und alle Lebensbereiche zu erobern.

Von Dominik Brück

Google will zukünftig auch außerhalb des Internets präsent sein.

Google will zukünftig auch außerhalb des Internets präsent sein.

Google kauft sich klug: Mit der Übernahme der britischen Firma DeepMind schafft der Internetriese das Potenzial für die Verarbeitung noch größerer Datenmengen - gesteuert von einer künstlichen Intelligenz. Der Deal, der laut Angaben des Tech-Dienstes "The Information" einen Kaufpreis von 500 Millionen Dollar (rund 365 Millionen Euro) umfasst, ist Teil einer Strategie, in den Alltag der Menschen vorzudringen und so viele Daten wie möglich abzugreifen - beispielsweise aus Haushaltsgeräten und Autos. Doch wer steckt hinter DeepMind?

Ein Schachgenie und lernende Computer

Über das erst 2012 gegründete Unternehmen ist bisher nicht viel bekannt. Auf seiner Webseite gibt DeepMind lediglich an, selbstlernende Algorithmen zu entwickeln, die bisher in Simulationen, Videospielen und im E-Commerce Anwendung finden. Auch wenn DeepMind vor dem Google-Deal noch nicht viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, gehen Branchenkenner davon aus, dass das Unternehmen bei der Entwicklung von künstlichen Intelligenzen eine wichtige Rolle spielt, schreibt der Technikblog "Recode". In letzter Zeit habe die Firma Google und Facebook bei der Suche nach talentiertem Personal Konkurrenz gemacht.

Eine der zentralen Figuren bei DeepMind ist der Programmierer und Neurowissenschaftler Demis Hassabis. Der heute 37-Jährige erlangte bereits als Kind Berühmtheit, da er schon mit 13 Jahren zu den besten Schachspielern der Welt zählte. Später programmierte Hassabis Computerspiele und war unter anderem an der Entwicklung des Bestsellers "Theme Park" beteiligt. Damit nicht genug: Auch als Wissenschaftler hat sich Hassabis einen Namen gemacht. Bevor er sich mit DeepMind der Entwicklung künstlicher Intelligenzen widmete, veröffentlichte er mehrere vielzitierte Publikationen in der Hirnforschung.

Zug um Zug ins "Internet der Dinge"

Was genau Google mit den selbstlernenden Computern plant, kann man nur mutmaßen. Fest steht, dass der ewig datenhungrige Internetkonzern eine neue Domäne erobern will - unseren Alltag abseits des Internets. Unter dem Begriff "Internet der Dinge" wird zusammengefasst, was sich in den kommenden Jahren zu einem Milliardengeschäft entwickeln könnte: Die Vernetzung ganz gewöhnlicher Haushaltsgegenstände, sogenannter Smart Appliances. Laut Branchendienst "ABI Research" ein schnell wachsender Markt.

Schon mit dem Kauf von Nest Labs hatte Google vor wenigen Wochen einen wichtigen Schritt in diesen Markt unternommen. Die Produkte der amerikanischen Firma sind keine gewöhnlichen Haushaltsgeräte, sondern melden den Nutzern etwa einen Feueralarm direkt aufs Handy oder regeln die Heizung automatisch herunter, wenn niemand zu Hause ist. Auch in anderen alltäglichen Bereichen versucht Google bereits einen Fuß in die Tür zu bekommen. So will das Unternehmen zukünftig Android-Systeme in Autos einbauen. Auch an einer Kontaktlinse, die bei Diabetikern automatisch den Blutzuckerspiegel misst, arbeitet der Internetriese.

In Verbindung mit selbstlernender künstlicher Intelligenz könnte unser Alltag sich bald stark verändern. Ein Beispiel ist der Dienst Google Now, an dem das Unternehmen seit Jahren tüftelt. Der Dienst soll dem Nutzer automatisch Informationen zukommen lassen, oder wie Google es ausdrückt "dem Kunden die richtige Antwort für jede Situation bieten, bevor er weiß, dass er eine Antwort braucht". So könnte der Dienst die aktuellen Verkehrsdaten auswerten und in Kombination mit dem Kalender des Nutzers auf eine drohende Verspätung hinweisen.

Verantwortlicher Umgang mit den Daten

In Zukunft ist es auch möglich, dass der Rechner weiß, wann wir zu Hause sind oder wie voll unser Kühlschrank ist und entsprechend reagiert. Daten über unsere Lebensweise könnten so in großem Ausmaß gesammelt werden. Da passt es ins Bild, dass Google sich mit dem Kauf von DeepMind auf die Auswertung riesiger Datenmengen vorbereitet.

Nest Labs Gründer Tony Fadell will die Kunden jedoch beruhigen. Sorgen vor einer Spionage durch den Toaster müssten wir uns nicht machen. In einem Interview mit "Spiegel Online" sagt der Firmenchef, dass eine Weitergabe von Daten an Google zunächst nicht geplant sei. Stattdessen wäre es aber denkbar, Daten der Google-Nutzer für die Haushaltsgeräte zu verwenden, um etwa die Verbindung von Heizungssteuerung und Terminkalender zu realisieren.

Ob die Daten aus den Haushalten nicht doch irgendwann beim Internetriesen Google landen, steht in den Sternen. Dass die Datenschutzrichtlinien bei Nest Labs sich nicht doch irgendwann ändern, wollte Fadell in einem Interview mit dem Technikmagazin "The Verge" nicht ausschließen. Google scheint die Bedenken von Datenschützern jedoch ernst nehmen zu wollen und hat offensichtlich aus den Problemen der Vergangenheit - wie bei dem umstrittenen Dienst "Street View" - gelernt. Gleichzeitig mit der Bekanntgabe des "DeepMind"-Deals hat das Unternehmen angekündigt einen Ethik-Rat berufen zu wollen, der einen Missbrauch von hochentwickelter künstlicher Intelligenz verhindern soll. Wer Mitglied in diesem Rat sein wird und wie das Gremium konkret arbeiten soll, ist jedoch noch nicht bekannt.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.