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Neuer Nest Hub Per Radar zu ruhigen Nächten: Darum will Google jetzt in Ihr Schlafzimmer

Der neue Nest Hub soll auch beim Schlafen unterstützen
Der neue Nest Hub soll auch beim Schlafen unterstützen
© Google / PR
Googles überarbeiteter Sprachlautsprecher Nest Hub setzt auf die smarten Funktionen des Vorgängers. Die größte Neuerung soll ihn vor allem im Schlafzimmer nützlich machen.

Ein schickes Gehäuse, ein kleiner Bildschirm und der smarte Google Assistant: Googles erster Nest Hub konnte im Test durchaus überzeugen. Daher überrascht es nicht, dass der Konzern mit dem Nachfolger das Rad nicht neu erfindet. Die wichtigste Neuerung kommt aber überraschend: Der Nest Hub soll nun den Schlaf verbessern.

Mit Radar zu besserem Schlaf

Dazu setzt Google auf die selbst entwickelte Radar-Technologie Soli. Die zuerst im Smartphone Pixel 4 eingeführte Technik macht es vereinfacht gesagt möglich, die Anwesenheit von Personen, ihre Bewegungen und sogar kleine Gesten zu erkennen, hier erfahren Sie mehr dazu. Im Nest Hub verbaut hat das einen entscheidenden Vorteil: Der kleine Kasten kann "sehen", wie sich die Person im Bett bewegt, ohne dabei mit einer Kamera unnötig die Privatsphäre zu verletzen.

Um den Schlaf messen zu können, setzt Google auf eine Kombination der Soli-Messungen und der Aufnahmen über das Mikrofon. Durch die Radartechnologie soll es möglich sein, selbst kleinste Bewegungen und dadurch sogar das Atmen messen zu können. Indem zusätzlich auf Schnarchen und andere Geräusche geachtet wird, soll der Schlaf sehr zuverlässig erfasst werden, verspricht der Konzern. Interessant: Andere Personen sollen dabei ignoriert werden können. Mit einem speziellen Nachtmodus und Tipps zu besserem Schlaf will der Konzern zudem unterstützen, die Erkenntnisse aus der Messung auch in die Tat umsetzen zu können. 

Weil dem Konzern durchaus bewusst ist, wie heikel das Eindringen in das Schlafzimmer ist, gibt man sich um Privatsphäre bemüht. Die Schlafanalyse und auch die zugehörige Verarbeitung der Schlafgeräusche soll nur auf dem Gerät stattfinden, versichert der Konzern. Vor versehentlichen Aufnahmen, wenn der Hub das Signalwort "Hey Google" zu hören glaubt, ist man natürlich trotzdem nicht geschützt.

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Solides Upgrade, auch ohne Schlaffunktion

Will man das nicht, ist der Nest Hub zwar deutlich weniger spannend, aber immer noch ein solides Upgrade des älteren Modells. Die Neuheiten bei der Hardware beschränken sich auf ein leicht überarbeitetes Design und einen besseren Sound mit mehr Bass. Auch bei der Software gibt es neben der komplett abschaltbaren Schlaffunktion eher kleinere Neuerungen. Der Hub reagiert genau wie sein Vorgänger auf Sprachbefehle, zeigt Rezepte, das Wetter oder Youtube-Videos. Auch die Foto-Slideshow ist wieder da. Verbesserungen bei der Software verspricht Google vor allem bei der Steuerung des Smarthomes, die nun noch intuitiver und zuverlässiger sein soll.

Trotzdem dürften die meisten Interessierten vermutlich für die neue Version entscheiden. Der Hauptgrund dürfte der Preis sein: Mit 100 Euro ist das ab 20. März erhältliche zweite Modell nur zehn Euro teurer als der Vorgänger. Wer die Schlaffunktion nutzen will, sollte aber Mehrkosten einplanen. Sie ist zwar bis Ende des Jahres kostenlos zu nutzen, dann will Google sie aber als Abo anbieten. Der genaue Preis ist aber noch nicht bekannt.


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