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Analyse

iPhone XS Max: Zu groß für eine Hand: Darum baut Apple jetzt Riesen-Smartphones

Mit dem neuen iPhone XS Max verkauft Apple jetzt eines der größten Telefone überhaupt. Es kostet bis zu 1649 Euro. Für Tim Cook ist das XXL-Handy jedoch nur der Auftakt für ein langfristiges Geschäft.

Das iPhone XS Max (links) neben dem etwas kleineren iPhone XS. Auffälligste optische Neuerung ist die goldene Farbe.

war lange ein Verfechter von kleinen Smartphones. Während die Konkurrenz aus Fernost schon vor vielen Jahren auf immer größere Bildschirme setzte, blieb Apple dem Steve-Jobs’chen Ideal des handtellergroßen Smartphones lange treu. Das änderte sich erst im Herbst 2014, sieben Jahre nach dem Ur-iPhone, als Apple mit dem iPhone 6 Plus eines der größten Smartphones überhaupt einführte. Im vergangenen Jahr schaffte der Konzern mit dem iPhone X schließlich die breiten Rahmen um das Display ab.

In diesem Jahr folgt nun die logische Konsequenz: Apple verkauft ein Telefon mit den Maßen des Plus, dessen Frontseite aber beinahe komplett aus Display besteht.

iPhone XS Max: Hier gibt es viel zu sehen

6,5 Zoll (umgerechnet 16,5 Zentimeter) misst der OLED-Bildschirm des iPhone XS Max. Damit übertrumpft es selbst noch brandneues Galaxy Note 9 mit seinen 6,4 Zoll, die sich allerdings auch noch über den gewölbten Rand erstrecken. Solche Ausmaße waren bis vor ein paar Jahren noch kleinen Tablets vorbehalten. Heute passen sie in die Hosentasche.

Und sie kommen bei den Kunden gut an: In Asien stehen Riesen- schon lange hoch im Kurs, allmählich kommt auch der Rest der Welt auf den Geschmack. Das neue Einsteiger-Modell, das iPhone XR - ist mit 6,1 Zoll nur unwesentlich kleiner als das Flaggschiff.

Für die Gartner-Analystin Annette Zimmermann sind die XXL-Phones ein Schritt in die richtige Richtung: "Mit dem neuen iPhone XS Max füllt Apple eine Lücke. Jetzt können sie endlich mit Samsungs 9 konkurrieren. Das Fehlen eines solchen Smartphones war einer der wichtigsten Gründe, warum Apple in den letzten Jahren in China Marktanteile verloren hat. Dieses Smartphone könnte in Asien die Wende bringen", erklärt Zimmermann im Gespräch mit dem stern.

Nicht jeder kann die neuen iPhones mit einer Hand bedienen (mehr dazu in unserem ersten Schnell-Check). Das dürfte der Popularität keinen Abbruch tun: In ist, was groß ist. Statista zufolge werden in diesem Jahr 295 Millionen Smartphones mit einer Displaygröße zwischen 6 und 7 Zoll verkauft. In zwei Jahren sollen es knapp doppelt so viele sein. Geräte mit Bildschirmen unter 5 Zoll (etwa das aktuelle iPhone 8) werden dagegen weitgehend vom Markt verschwinden. Der Absatz wird von 150 Millionen in diesem Jahr auf 55 Millionen (2020) sinken.

Apple verdient auch nach dem Kauf

Tim Cook dürfte dieser Trend gefallen. Zum einen verdient er mit größeren Telefonen mehr Geld. Zum anderen zeigt eine Statistik des Kantar World Panel, dass Nutzer eines Telefons mit Sechs-Zoll-Bildschirm oder größer im Schnitt doppelt so viele Apps nutzen wie Besitzer eines 5,5-Zoll-Modells. Je größer der Bildschirm, desto mehr nutzen ihn die Menschen. Und desto mehr Gelegenheiten bieten sich Apple, nach dem Kauf des Geräts zusätzliches Geld zu verdienen. 

Etwa mit Apps: Der App Store ist in den vergangenen zehn Jahren zu einer der wichtigsten Umsatzsäulen geworden (Lesen Sie mehr dazu - Zehn Jahre Apps: Die daumennagelgroße Revolution). Pro Jahr erwirtschaftet Apple mit seinem Software-Laden mehr als 10 Milliarden Dollar. Der größte Treiber dieses Geschäfts sind Games. Jede dritte heruntergeladene App ist mittlerweile ein Spiel. Tendenz steigend. Man braucht nicht viel Fantasie, um vorherzusagen, dass dieser Trend mit größeren Bildschirmen weiter befeuert wird.

Keynote: Das Apple-Event in Bildern: So schick sind die neuen iPhones und die Apple Watch

Beim Design der neuen Modelle stand klar das iPhone X Pate

stern-online

Apples nächster Schritt: Ein eigenes Netflix

Und noch eine weitere Entwicklung spielt Apple in die Karten. Die Verlagerung des klassischen Fernsehens hin zum Streaming eröffnet neue Möglichkeiten. Schon jetzt schauen viele Menschen unterwegs in der S-Bahn oder auf dem Stepper im Fitnessstudio Filme und Serien auf ihrem Smartphone. Und auch hier zeigt die Statistik: Je größer der Bildschirm, desto mehr wird geglotzt. Nutzer von großen Geräten verbringen etwa 50 Prozent mehr Zeit in Streamingdiensten.

Um dieses Geschäft nicht nur anderen Playern wie Youtube, Netflix oder Amazons Prime Video zu überlassen, arbeitet Apple längst an einem eigenen Streamingdienst. Wann es losgeht, ist noch nicht klar. Doch schon jetzt ist Cupertino exklusiv an mehr als einem Dutzend aufwendigen Serien beteiligt, unter anderem einem Remake des Stephen-Spielberg-Klassikers “Amazing Stories”. 

Services sind der neue Wachstumsmotor

Cook erklärte Apples Services-Sparte - also das Geschäft mit Apps, Musik, Bewegtbildinhalten und Cloud-Diensten - zum Wachtstumsmotor der nächsten Jahre. Allein im abgelaufenen Quartal legte es um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. 2020 könnte die Sparte 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr in die Kassen spülen, schätzen Experten. Schon jetzt liegt sie - wäre sie eine eigene Firma - auf dem Niveau einer Fortune-100-Company, würde also zu den 100 wertvollsten Firmen gehören.

Für Cook ist die Transformation vom Geräteverkäufer hin zum Services-Anbieter wesentlicher Bestandteil seiner Neuausrichtung. Denn nach wie vor erwirtschaftet der Konzern den Großteil seines Umsatzes mit Telefonen.

Ein florierendes Services-Geschäft verspricht dagegen stetige Einnahmen: Streamingdienste werden in der Regel monatlich bezahlt, auch App-Käufe sorgen für einen regelmäßigen Cashflow. Der Investmentbank Morgan Stanley zufolge fließen pro aktivem Gerät etwa 30 US-Dollar pro Jahr zusätzlich in Apples Kassen. Für Tim Cook ist in dieser Hinsicht noch Luft nach oben.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.