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Sicherer Begleiter: Das richtige Handy für Ihre Kinder: Darauf sollten Eltern achten

Heutzutage besitzen immer mehr Kinder ihr eigenes Smartphone. Ab welchem Alter ein Handy für Kinder sinnvoll ist und welche Funktionen wichtig sind (und welche nicht), erfahren Sie hier.

Viele Kinder besitzen heutzutage ein Handy

Heutzutage besitzen immer mehr Kinder schon in jungen Jahren ihr eigenes Handy

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Viele Eltern stehen dem Thema kritisch gegenüber, immerhin sind Kinder früher auch ohne Handy ausgekommen. Dennoch lässt es sich nicht ganz von der Hand weisen, dass ein Smartphone durchaus nützlich sein kann – in etwa dann, wenn der Unterricht ausfällt und der eigentliche Termin zwecks Abholung von der Schule vorgezogen werden muss. Oder auch im Notfall, wenn ein Kind in einer bedrohlichen Situation Hilfe benötigt. Hier stellt sich jedoch die Frage, in welchem Alter die Anschaffung eines Handys Sinn macht, da die meisten Kinder in jungen Jahren unter der ständigen Aufsicht ihrer Eltern stehen. Hinzukommt, dass ein Smartphone auf die Bedürfnisse eines Kindes zugeschnitten sein muss, da auch im Internet die unterschiedlichsten Gefahren lauern.

Ab welchem Alter ist ein Handy für Kinder sinnvoll?

Einer aktuellen Statistik zur Folge besitzen alleine in Deutschland rund sechs Prozent der sechs- bis siebenjährigen Kinder und 33 Prozent der acht- bis neunjährigen Kinder ein eigenes Smartphone. Bei den Zehn- bis Elfjährigen sind es sogar schon 75 Prozent – getoppt werden sie jedoch von den 12- bis 13-Jährigen: 95 Prozent von ihnen sind in Besitz eines internetfähigen Handys (Stand: 2019). Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass Sie sich daran orientieren sollen, ganz im Gegenteil. Die allgemeine pädagogische Empfehlung lautet, dass Kinder nicht vor dem neunten Lebensjahr ein eigenes Smartphone besitzen sollten. Eine Art Notfallhandy, das für Anrufe genutzt, aber nicht zum Surfen genutzt werden kann, ist hingegen durchaus legitim.

Laut der KIM-Studie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest sind drei von fünf Kindern im Alter von acht bis neun Jahren online (Stand: 2018). Zu den meistgenannten Beschäftigungen der jungen Internetnutzer zählen die Recherche über Suchmaschinen (65 Prozent), das Verschicken von WhatsApp-Nachrichten (62 Prozent) und YouTube-Videos (56 Prozent). Und genau aus diesem Grund ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Handy äußerst wichtig für Kinder – das Bewusstsein dafür, was richtig und was falsch ist, entwickeln junge Schüler erst mit zunehmendem Alter. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihrem Nachwuchs erst zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr den Zugang zum Internet gewähren. Steuern können Sie dies über entsprechende Funktionen im Smartphone.

Welche Eigenschaften sollte ein Kinderhandy besitzen?

Sie müssen sich darüber im Klaren sein: Umso jünger der Nutzer, desto robuster der Umgang mit dem Handy. Dementsprechend sollte das erste Telefon für Ihren Spross möglichst widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse sein – zum Beispiel durch eine stoßfeste Hülle und einen Displayschutz. Um die Kosten für Telefonate und SMS im Auge zu behalten, ist die Anschaffung eines Prepaid-Handys durchaus zweckmäßig. Alternativ dazu gibt es auch spezielle Tarife für Kinder, in denen Sie festlegen können, wie viele Freiminuten dem Nutzer zur Verfügung gestellt werden sollen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Ihr Kind nicht "versehentlich" die Kosten in die Höhe treibt, denn aufkommen müssen Sie (rechtlich gesehen) am Ende für die Rechnung.

Wie viel Handyzeit ist für Kinder empfehlenswert?

Auch wenn Eltern dazu neigen, den ganzen Tag auf ihr Handy zu starren, sollten es ihnen ihre Kinder nicht gleich tun. Denn spätestens wenn Sie ihnen einen Internetzugang gewähren, ist die Versuchung groß, mehrere Stunden täglich im Netz zu surfen. Da ausgesprochene Verbote leider nur dazu führen, den Reiz zu erhöhen, sich nicht an die Regeln zu halten, sollten Sie mit Ihrem Kind eine klare Vereinbarung treffen. Im Klartext bedeutet das: Legen Sie für jeden Tag eine handyfreie Zeit fest, beispielsweise wenn die Hausaufgaben gemacht werden müssen. Zum einen lernen Kinder so einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone, zum anderen mindern Sie die Gefahr, dass Ihr Nachwuchs handysüchtig wird. Je nachdem, wie alt Ihr Kind schon ist, wird eine maximale Nutzungsdauer des Smartphones am Tag von 30 Minuten für Sieben- bis Achtjährige empfohlen und dementsprechend 45 Minuten für Acht- bis Neunjährige usw.

Welches Handy eignet sich als Einsteigermodell?

Nicht jedes Handy ist für Kinder geeignet

Die Suche nach einem kindgerechten Handy sollte sorgfältig erfolgen

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1. Nokia 3310

Das Handy ist ein echter Klassiker: Ende 2000 eroberte das Telefon den digitalen Markt –und gilt noch heute als unschlagbar in seiner Akkulaufzeit. Abgesehen davon ist das Handy äußerst robust, wenn nicht sogar "unzerstörbar" (sagen treue Fans). Im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell besitzt die Neuauflage sogar ein Farbdisplay und eine 2-Megapixel-Kamera. Und das Beste daran ist: Das Nokia 3310 hat keinen Internetzugang und ist somit ideal für Kinder geeignet, die das Handy nur zum Schreiben von SMS oder Telefonieren nutzen können sollen. Hier bekommen Sie das Modell in verschiedenen Farben. 

2. Samsung E1200i

Das Gleiche gilt für dieses Handy, mit dem Ihr Kind ebenfalls nicht im Internet surfen kann. Auch hier punktet das Telefon mit seiner leichten Bedienung und langen Akkulaufzeit. Das Modell ist ebenfalls äußerst robust und besitzt obendrein auch noch eine SOS-Nachrichten-Funktion, die im Notfall eingesetzt werden kann. Für Kinder ist das Handy somit bestens geeignet, wenn es nur darum geht, einen Anruf damit zu tätigen oder eine SMS zu schreiben. Mit einem günstigen Preis um die 50 Euro ist das Samsung E1200i ein gutes und solides Einsteigermodell. Hier gibt es das Handy.

3. Cubot Kingkong

Wenn Sie Ihrem Kind ein internetfähiges Handy kaufen wollen, ist das Cubot Kingkong empfehlenswert. Das Smartphone ist wasserdicht, stoßfest und staubdicht – dadurch ist es äußerst robust gegen äußere Einflüsse. Durch seine 4400mAh große Akkukapazität hält das Telefon lange Zeit durch, obendrein besitzt es ein integriertes GPS-Modul für den Fall, dass Ihr Kind sich verlaufen sollte und den Heimweg nicht mehr findet. Etwas teurer in der Anschaffung als ein klassisches Handy, ist das Cubot Kingkong noch verhältnismäßig günstig im Gegensatz zu anderen Smartphones von Apple & Co. Hier finden Sie das Handy.

4. Lisciani Giochi

Genauso teuer ist auch dieses italienische Smartphone, das sich jedoch vor allem optisch deutlich von dem anderen Handy abhebt: Das farbenfrohe Display soll in erster Linie Kinder ansprechen – dadurch wurde das Android-7.0-Betriebssystem optisch stark verändert. Laut Hersteller ist das Telefon für Sechs- bis Zwölfjährige geeignet, da sich auf dem Handy diverse Apps befinden, die Schülern beim Lernen helfen sollen. Zu den technischen Highlights zählen die integrierte Dual-Kamera, der 2.000mAh Akku und die SOS-Funktion. Hier gibt es das Handy.

5. Kidicom Max

Laut Händler wird dieses Handy für Kinder zwischen vier und zehn Jahren als sinnvolle Alternative zum Smartphone empfohlen. Es hat den Vorteil, dass die Messenger-Funktion nur dann funktioniert, wenn das Telefon auf WLAN zurückgreifen kann – im Idealfall also nur zu Hause oder bei Freunden. Darüber hinaus besitzt es eine drehbare Kamera und kindgerechte Apps, die pädagogisch wertvoll sein sollen. Der größte Vorteil liegt jedoch darin, dass auf dem Kidicom Max ein kindersicherer Webbrowser vorinstalliert ist. Hier bekommen Sie das Handy.

Wie schütze ich mein Kind vor Datenmissbrauch?

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihrem Kind ein internetfähiges Smartphone zu schenken, sollten Sie einige Punkte beachten, bevor Sie ihm das Handy überreichen:

  • Sofern die Möglichkeit besteht, legen Sie einen PIN fest, mit dem das Handy entsperrt werden muss – für den Fall, dass Ihr Kind das Handy verliert und in die Hände eines Fremden gerät.
  • Klären Sie Ihr Kind im Vorfeld darüber auf, welche Daten es auf seinem Handy speichern darf und welche nicht – das Gleiche gilt für alle Social-Media-Plattformen.
  • Legen Sie die Apps fest, die Ihr Kind nutzen darf. Es gibt eine Vielzahl an kindgerechten Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht sind und im Alltag durchaus nützlich sein können.
  • Hindern Sie Ihr Kind daran, Apps selbstständig zu kaufen, um Kostenfallen auszuschließen – hier gibt es spezielle Apps, mit denen Sie eine Kindersicherung im Webbrowser einbauen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Damit Sie stets wissen, wo sich Ihr Kind gerade befindet, können Sie es mit einem GPS-Tracker ausstatten. Dieser wird einfach an dem Schulranzen gut erkennbar (aber nicht heimlich!) befestigt und ermöglicht Ihnen somit, Ihren Nachwuchs via Smartphone zu jeder Zeit zu orten – ohne Distanzlimit. 

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

ast