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13 Jahre iPhone: Der Tag, an dem die Taste starb

Heute vor 13 Jahren stellte Steve Jobs das erste iPhone vor. Das Gerät machte Apple nicht nur steinreich, sondern zum Taktgeber einer ganzen Branche. Heute ist es für den Konzern Fluch und Segen zugleich. 

Steve Jobs bei der Präsentation des ersten iPhone

Steve Jobs bei der Präsentation des ersten iPhone

Steve Jobs ist am wichtigsten Tag seiner Karriere wie immer schlicht gekleidet, er trägt einen schwarzen Rollkragenpullover und eine Blue-Jeans. Und er fackelt nicht lange: Als er am 9. Januar 2007 die Bühne der Macworld-Konferenz betritt, kommt er gleich auf den Punkt. "Auf diesen Tag habe ich zweieinhalb Jahre gewartet", sagt Jobs zu Beginn der Präsentation. "Hin und wieder kommt ein revolutionäres Gerät, das alles verändert." Und allen Anwesenden ist klar: Dieser Tag wird heute sein.

Doch Jobs führt die Anwesenden zunächst auf eine falsche Fährte. "Heute stellen wir drei revolutionäre Produkte vor. Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchbedienung." Das Publikum applaudiert. "Das zweite ist ein revolutionäres Mobiltelefon." Der Saal tobt. "Und das dritte ist ein komplett neues Internet-Kommunikationsgerät, das einen Durchbruch bedeutet." Der Applaus wird verhaltener - kann das wirklich sein? Jobs wiederholt diese Aufzählung wieder und wieder, bis auch dem letzten Besucher im Moscone Center dämmert, was er kurz darauf ausspricht: "Das sind nicht drei separate Geräte, sondern nur ein einziges. Wir nennen es iPhone. Heute erfindet Apple das Telefon neu."

Das Erste seiner Art

Wie wir heute wissen: Apple erfand nicht nur das Telefon neu, sondern weitaus mehr. Das iPhone veränderte das Kommunikationsverhalten der Menschen wie kaum ein Gerät zuvor. Es machte das Internet unterwegs wirklich nutzbar und wirbelte ganze Industrien durcheinander - und das alles ohne Tasten. Die schaffte Jobs in den folgenden siebzig Minuten gleich mit ab und ersetzte sie durch einen intuitiven Touchscreen, der mehrere Finger gleichzeitig erkennen konnte. Mit dem iPhone begann der Niedergang der Tastentelefone, heute findet man selbst an Fernbedienungen und in Spiegeln Touch-Oberflächen.

Zwar hat Apple mit dem iPhone das Smartphone nicht erfunden, das gab es schon vorher. Doch das Apple-Telefon war in vielfacher Hinsicht ein Meilenstein: Man musste nicht mehr mit einem kleinen Stift auf einem winzigen Display herumtippen, sondern hatte einen - für damalige Verhältnisse riesigen - 3,5-Zoll-Bildschirm. Das edle Design wirkte wie aus einem Guss. Und um unterwegs E-Mails abzurufen, musste man sich nicht erst durch Menüs klicken, es reichte ein simpler Druck auf das Mail-Symbol.

Das iPhone hatte einen schweren Start

Überhaupt, die Software. Apples iPhone OS (so hieß iOS früher) war die eigentliche Sensation. Es war schneller, moderner und selbsterklärender als etwa Nokias Symbian-Betriebssystem, an dessen inkonsistenter und verschachtelter Bedienung sich selbst Technikexperten die Zähne ausbissen. Apples Software-Ingenieure hatten aus den Fehlern der Konkurrenz gelernt.

Dennoch: Das erste iPhone war kein großer Hit. So revolutionär die Software und das Bedienkonzept auch waren, die Technik war es nicht. Viele bei anderen Mobiltelefonen selbstverständliche Funktionen suchte man vergebens: MMS und UMTS wurden nicht unterstützt, die Kamera knipste nur mit zwei Megapixeln. Die Kunden griffen nur zögerlich zu. Im Weihnachtsgeschäft des ersten Jahres verkaufte T-Mobile (damals noch Apples Exklusivpartner) hierzulande 700 iPhones pro Tag, Spitzenmodelle anderer Hersteller gingen bis zu 10.000 Mal über den Ladentisch.

Steve Ballmer, damals Chef bei Microsoft, schrieb das iPhone als "gewöhnliches Telefon" ab, das für "die obersten zwei, drei Prozent der reichen, coolen Menschen" entwickelt wurde. An einen massenhaften Erfolg glaubte Ballmer nicht. Es war vermutlich die größte Fehleinschätzung seiner Karriere.

Vom Mini-Programm zum Milliardengeschäft

Denn ein Jahr später, im Sommer 2008, präsentierte sich Steve Jobs erneut als Taktgeber der Branche: Der App Store für das iPhone wurde vorgestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur von Apple vorinstallierte Apps, ansonsten musste man sich mit Browser-Anwendungen und Lesezeichen vergnügen. Durch die freigegebene Schnittstelle konnte nun jeder Entwickler eigene Mini-Programme basteln. Heute gibt es mehr als zwei Millionen Apps, viele Unternehmen würden ohne das Smartphone nicht existieren - darunter Instagram, Whatsapp, Tinder oder der Fahrdienst Uber.

Auch für Apple sind die Programme längst ein wichtiger Umsatztreiber. Die Services-Sparte, zu denen die Einnahmen aus dem App Store zählen, legen in jedem Quartalsbericht zweistellig zu. Erst vor wenigen Tagen konnte man Rekordergebnisse verkünden: 1,42 Milliarden US-Dollar nahm der Konzern zwischen dem 24. und dem 31. Dezember nur mit Apps ein. Apple behält 30 Prozent der Einnahmen, der Großteil wird an die Entwickler ausgeschüttet. Seit dem Start des App Stores 2008 haben Entwickler weit über 100 Milliarden US-Dollar verdient.

Messlatte für andere Hersteller

Das iPhone war zur Messlatte für andere Hersteller geworden - unter anderem für Google. Die stellten 2008 ihr eigenes Betriebssystem vor, im Frühjahr 2009 kam der erste Androide auf den Markt. Ein jahrelanger Streit brach los, Steve Jobs beschimpfte die Software kurz vor seinem Tod als "einzigen großen Diebstahl".

Der große Durchbruch kam im Jahr 2010 mit dem iPhone 4. Mit seinem flachen Design und dem hochauflösenden Retina-Bildschirm wurde es zum Mega-Hit. Zugleich kassierte Apple seinen ersten großen Skandal: Antennagate. Weil einige Nutzer versehentlich die Antenne mit ihren Händen überbrückten, brachen die Telefonate ab. Jobs stritt das Problem ab und verteilte kostenlose Schutzhüllen, doch der Nimbus der Unfehlbarkeit ging verloren.

Das iPhone ist in der Normalität angekommen

Dem Erfolg schadete das nicht, im Gegenteil: Die Schlangen vor den Stores wurden von mal zu mal länger, fast jede iPhone-Version verkaufte sich besser als die Vorgänger. Seit dem Start wurden Analysten zufolge mehr als 1,5 Milliarden Apple-Telefone verkauft. Apple wurde durch das iPhone zum wertvollsten Konzern der Welt.

Zugleich ist er abhängig geworden von dem Telefon: Trotz der Services-Offensive und neuen Geschäftsfeldern wie den AirPods und der Apple Watch entfällt der Großteil des Umsatzes auf das Smartphone. Floppt eine Generation oder sinkt die Nachfrage, können andere Produktbereiche die Rückgänge nicht ansatzweise ausgleichen.

Zu große Sorgen muss sich Apple wohl trotzdem keine machen. Auch wenn die Zeiten des explosiven Wachstums vorbei sind und das iPhone mittlerweile in der Normalität angekommen ist - die aktuelle Generation verkauft sich Apple-Chef Tim Cook zufolge sehr gut, auch dank niedrigerer Preise.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?