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Gerüchteküche Rückkehr zum Klassiker: Das wissen wir zum iPhone 12

Die Kamera steht deutlich aus dem Gehäuse hervor.
Die kantige Optik des iPhone 5 - und des hier gezeigten iPad Pro - soll auch im iPhone 12 wiederkommen. Statt einer soll es aber drei Kameras mitbringen
© stern-online
Mit dem iPhone SE hat Apple beim Design einen Schritt zurück gewagt – und das iPhone 8 neu aufgelegt. Das im Herbst erwartete iPhone 12 geht sogar noch weiter zurück. Und das ist nicht die einzige Neuerung.

Bei Apple hat Retro Tradition. Viele der markanten Designs orientieren sich an den alten Klassikern des Braun-Designers Dieter Rams. Doch auch bei sich selbst hat Apple in den letzten Monaten gleich mehrfach Inspiration gesucht – und alte Looks neu aufgelegt. Auch das im September erwartete iPhone 12 soll an einen Klassiker erinnern und den schicken Look des iPhone 5 in moderner Form zurückbringen.

Zurück zu den Klassikern

Das berichten gleich mehrere etablierte Lieferanten von Apple-Gerüchten. Demnach soll Apple den flachen, kantigen Rahmen des iPhone 5 zurückbringen, so wie es schon bei den jüngsten iPad-Pro-Modellen der Fall ist. Der Verweis auf das iPhone 5 ist etwas irritierend: Wie auch die neuen iPads hatte der iPhone-Klassiker eine Metallrückseite. Das würde aber die beliebte Option des kabellosen Ladens ausschließen. Sollte Apple die Rückseite aus Glas konstruieren, wäre es aber eher eine Anlehnung an das iPhone 4.

Bei einigen Details widersprechen sich die Gerüchte. So meldete der bekannte Analyst Ming-chi Kuo, dass die Display-Ränder wie bei den aktuellen Modellen leicht angerundet seien. Die für gewöhnlich mindestens ebenso gut informierte Seite "Bloomberg" will aber erfahren haben, dass Apple auf eine glatte Kante setzt. Allerdings könnte sich das auch im Lauf der letzten Monate geändert haben: Kuos Analyse stammte noch aus dem letzten Jahr, "Bloomberg" beruft sich auf aktuelle Mitarbeiter-Aussagen.

Mehr Display - und weniger

Bei der Front bleibt Apple aber modern. Natürlich bedeckt weiter das Display nahezu die ganze Front, die Aussparung für die Kamera und die Gesichtserkennung FaceID, Notch getauft, soll zum ersten Mal seit der Einführung kleiner werden. Das meldet Leaker Jon Prosser. Der konnte in den letzten Wochen gleich mit mehreren frühen Aussagen zum Start des iPhone SE und des neuen iPads Kredibilität gewinnen. Kein Wunder, dass viele von ihm gepostete Konzeptzeichnungen der neuen Notch für echt halten.

Die Displays sollen sich aber noch weiter verändern: Sie sollen sowohl wachsen als auch schrumpfen. Beim 6,5 Zoll großen Max-Modell soll Apple laut Kuo noch mal drauflegen, es soll nun auf 6,7 Zoll kommen. Das kleinere Modell soll dagegen erstmals schrumpfen – und mit 5,4 Zoll (bisher: 5,8 Zoll) etwas handlicher werden. Das mittelgroße Modell soll, wie jetzt das iPhone 11, weiter 6,1 Zoll bieten, eventuell soll es sogar zwei Modelle in dieser Größe geben. Zum ersten Mal verwirft Apple dabei die LCD-Technologie: Alle Modelle sollen mit OLED-Bildschirmen kommen.

Wackelsensor und LiDAR

Auch bei der Kamera gibt es natürlich Neuerungen. Wie zu erwarten, soll auch das kommende iPhone 12 den gerade mit dem iPad Pro (2020) eingeführten LiDAR-Sensor erhalten. Die dem Radar verwandte Technik erkennt, wie weit Objekte entfernt sind. Das hilft einerseits bei der Einstellung der Tiefenunschärfe, verspricht aber vor allem neue Möglichkeiten beim von Apple seit mehreren Jahren stark geförderten Thema Augmented Reality.

Die Kamera selbst soll ebenfalls besser werden. Neben einer verbesserten Leistung bei schlechtem Licht scheint Apple auch die Einführung einer Sensor-Shift-Bildstabilierung zu planen. Die aus Spiegelreflex-Kameras bekannte Technik beruht darauf, bei Erschütterungen das gesamte Kamera-Setup inklusive Linsen und Sensoren leicht zu bewegen, um die Bewegungen auszugleichen. Das hätte einen entscheidenden Vorteil: Während bisher nur der Weitwinkel- und die Telefotolinse stabilisiert werden, würde dann auch die Ultraweitwinkelkamera stabilisierte Bilder knipsen.

Eine der wichtigsten Neuerungen gibt es aber unter der Haube: Sämtliche neuen iPhone-Modelle sollen den neuen 5G-Standard unterstützen, sind damit also zukunftstauglicher. Laut der japanischen Seite "Mac Otakara" soll Apple zudem den kommenden Wlan-Standard 802.11ay einplanen. Der auf 60 GHz Wellenlänge laufende Standard soll kurze, aber dafür enorm schnelle Verbindungen erlauben und wäre damit perfekt für eine schnellere Version von Apples Airdrop geeignet.

Quellen: Bloomberg, 9to5macMac Otakara, Ming-chi Kuo, Jon Prosser (bei Twitter)


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