HOME

Probleme Ortung per GPS: Warum Ihr iPhone 6s plötzlich den Weg nicht mehr findet

Wer sich bei der Navigation auf sein Smartphone verlässt, könnte nach dem Kauf eines iPhone 6s schnell verlaufen. Denn Apples neuer Verkaufsschlager hat offenbar GPS-Probleme. Zum Glück lassen die sich leicht umgehen.

iPhone 6s mit Apple Maps

Bei einigen Besitzern des iPhone 6s klappt die Ortung per GPS nicht, wenn sie mit LTE surfen.

Mit dem iPhone 6s hat Apple im September sein neues Spitzensmartphone  vorgestellt. Schneller, mit schärferen Fotos und einem druckempfindlichen Display konnte es in unserem Test durchaus überzeugen. Auch die Verkaufszahlen stimmen, Apple konnte am Startwochenende mehr iPhones verkaufen als jemals zuvor. Alles super also, wenn da nicht dieses skurrile Problem mit dem GPS wäre.

Denn aktuell mehren sich die Nutzerberichte, nach denen die GPS-Positionierung mit dem neuen iPhone alles andere als zuverlässig funktioniert. Wie die Technik-Experten von "Heise" berichten, denken die iPhones, sie befinden sich einige Straßenzüge weiter, als sie es wirklich sind. Teilweise springt die Position auch wild umher. Die gestörte Messung ist unabhängig davon, in welcher App man seinen Standort sucht. Google Maps ist also ebenso betroffen wie der eigene Dienst Apple Maps oder herkömmliche Navi-Apps. Auch welche Betriebssystem-Version installiert ist, spielt wohl keine Rolle. Beim aktuelle iOS 9.1 liet das GPS genauso daneben, wie beim mitgelieferten iOS 9.0. Sogar in der Vorschauversion des kommenden iOS 9.2 besteht der Fehler. Auf anderen iPhone-Modellen scheint es die Probleme allerdings nicht zu geben, hier läuft alles wie gewohnt.

LTE und GPS vertragen sich beim iPhone 6s nicht

Doch warum zickt die GPS-Peilung beim neuen iPhone? Schuld ist wohl die Datenverbindung via LTE. Zumindest in einigen Frequenzbereichen scheinen sich die schnelle Mobilfunkverbindung und die Positionsbestimmung in die Quere zu kommen, die korrekte Ortung wird unmöglich. Aktuell scheint das in Deutschland vor allem Kunden von O2 zu betreffen, wenn auch nur an bestimmten Orten. Welche das sind, nennt der Bericht allerdings nicht. Auch Nutzer aus Frankreich, Dänemark und Tschechien kämpfen wohl mit den Ausfällen.

Ob Apple die Probleme in Zukunft mit einem Softwareupdate in den Griff bekommen kann, ist aktuell noch offen. Ist man betroffen, kann man sich mit einem einfachen Trick Abhilfe verschaffen. In den Einstellungen des iPhones findet sich unter dem Punkt "Mobiles Netz" der Abschnitt "Sprache & Daten". Schaltet man dort die schnelle Internetverbindung über LTE aus und setzt stattdessen auf UMTS (3G), arbeitet das GPS wieder zuverlässig. Schön ist diese Lösung natürlich nicht. Wer aber nur selten GPS oder LTE nutzt, kann sich so immerhin dauerhaft auf das Wichtigere der beiden verlassen.  Zumindest, bis eine Lösung von Apple kommt.

Themen in diesem Artikel