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LG G3 s vorgestellt Das neue Mini ist ganz schön groß


Das ging schnell: Wenige Wochen nach dem Start des LG G3 kommt eine abgespecke Mini-Version des Spitzensmartphones nach Deutschland. Doch so klein ist die gar nicht.

Kein Handyhersteller kommt derzeit an einer Mini-Version seines Top-Handys vorbei. Meist werden Display und Gehäuse geschrumpft, die Ausstattung abgespeckt und ein bis zwei Hauptfeatures des großen Bruders gestrichen, fertig ist das Mittelklasse-Handy für den kleineren Geldbeutel. Auch LG macht da keine Ausnahme: Nur wenige Wochen nach dem Deutschlandstart des Spitzenmodells G3 zeigt das südkoreanische Unternehmen nun das kleinere LG G3 s. Im Vergleich zum Topmodell müssen Käufer auf einiges verzichten.

Pixelpracht? Fehlanzeige!

Das LG G3 ist das derzeit schärfste Handy der Welt, das 2K-Display ist das Herzstück des Handys. Die Quad-HD-Auflösung punktet vor allem bei Videos und Fotos, jedes Detail ist auf dem 5,5 Zoll großen Screen erkennbar. Von der Brillanz des Topmodells bleibt beim abgespckten G3 s nicht mehr viel übrig: Der Fünf-Zoll-Screen (ja, LG bezeichnet das als klein) hat eine vergleichsweise mickrige Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Zum Vergleich: Die meisten Fünf-Zoll-Smartphones wie das HTC One (M8) oder das Xperia Z1 setzen auf Full-HD (1920 x 1080).

Optisch orientiert sich das G3 s klar am großen Vorbild: Der Rahmen um den Bildschirm ist sehr schmal, die Bedienbuttons sind wieder auf der Rückseite angebracht. Mit 134 Gramm ist es relativ leicht.

Lahmes Innenleben

Der pfeilschnelle Snapdragon 801 wurde durch den betagten Vierkernprozessor des Typs Snapdragon 400 ersetzt, der Arbeitsspeicher wurde von zwei auf einen Gigabyte halbiert. Im direkten Vergleich sieht das kleinere LG-Handy natürlich alt aus, aufgrund der geringen Bildschirmauflösung dürfte die Ausstattung aber ausreichend sein. Der interne Speicherplatz ist mit acht Gigabyte sehr knapp bemessen, glücklicherweise lässt sich der Speicher via microSD um bis zu 128 Gigabyte erweitern.

Ebenfalls beschnitten wurden die beiden Kameras: Auf der Rückseite gibt es nur noch acht statt 13 Megapixel, die Frontkamera knipst mit 1,3 statt 2,1 Megapixeln. Toll: LG verbaut auch im kleinen Modell den Laser-Fokus, der die Entfernung zum Motiv misst, wodurch die Kamera in Sekundenbruchteilen fokussiert.

Das vorinstallierte Betriebssystem ist Android 4.4.2 Kitkat.

Das LG G3 s ist ab dem 18. Juli in Südkorea erhältlich. In Deutschland wird es ab Mitte August für einen Preis von 349 Euro verfügbar sein. Der Straßenpreis wird vermutlich innerhalb weniger Wochen auf unter 300 Euro sinken.

Die technischen Daten im Überblick

ProzessorSnapdragon 400 (1,2 GHz Quadcore)
Bildschirm 5 Zoll (1280 x 720, 294 ppi)
Speicher 8 GB, 1 GB RAM, MicroSD Slot (bis zu 128 GB)
Kamera Rückseite 8 MP mit Laser-Autofokus / Front 1,3 MP
Akku2.540 mAh (austauschbar)
Abmessungen 137,7 x 69,6 x 10,3 mm
Gewicht 134 Gramm
Betriebssystem Android 4.4.2 Kitkat
Christoph Fröhlich

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