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Zum Todestag: Pablo Escobars Bruder bringt ein Falt-Smartphone heraus - und hat damit Apple im Visier

Heute vor 26 Jahren starb der Drogenbaron Pablo Escobar. Und zum Todestag hat sich Bruder Roberto etwas ganz besonderes einfallen lassen - das Falt-Smartphone Escobar Fold 1. Die Werbung könnte auch direkt aus einer Gangster-Serie stammen.

Die Seite des Escobar Fold lässt auf den ersten Blick nicht an ein Smartphone denken

Die Seite des Escobar Fold lässt auf den ersten Blick nicht an ein Smartphone denken

PR

Pablo Escobar - das steht für Geld, Macht, Drogen und brutale Morde. Und nun auch für ein faltbares Smartphone. Denn zum Todestag seines berühmt-berüchtigten Bruders am 3. Dezember hat Roberto Escobar ein Stück Technik vorgestellt, mit dem so wohl keiner gerechnet hatte. 

Das Smartphone Escobar Fold 1 lässt sich, wie die Spitzenmodelle von Samsung oder Huawei aus diesem Jahr, ausklappen und dann als Tablet benutzen. Im Gegensatz zu den über 2000 Euro teuren Modellen der etablierten Hersteller ist das Escobar-Phone aber ein Gerät für das Volk. Trotz angeblich verbauter Spitzentechnik - Snapdragon 855, 6GB Arbeitsspeicher und AMOLED-Screen in 7,8 Zoll - soll es mit nur 349 Dollar für das kleinere Modell ein regelrechtes Schnäppchen sein. 

Unzerstörbarer Apple-Killer

Zudem verspricht Escobar, dass es geradezu unzerstörbar sei. "Mein Telefon kann nicht zerbrechen, weil es nicht aus Glas ist wie das von Samsung", prahlte er gegenüber "Digital Times". "Unser Display ist aus einem speziellen Plastik und hat trotzdem die beste Auflösung. Unser Plastik ist sehr schwer zu zerstören." Vielleicht sollte er doch lieber mal bei Samsung nachfragen: Auch die Koreaner setzen nämlich auf einen Plastik-Screen. Der ging bei der ersten Fassung des Galaxy Fold aber so schnell kaputt, dass man das Gerät erstmal für ein halbes Jahr vom Markt nehmen und komplett überarbeiten musste.

Tatsächlich hat Escobar, der dieses Jahr schon einen eigenen Flammenwerfer auf den Markt brachte, auch gar nicht Samsung im Visier - sondern hat es auf Apple abgesehen. "Ich habe schon vielen Leuten gesagt, dass ich Apple besiegen werde - und das werde ich auch tun", gibt er sich gegenüber "Digital Times" vollmundig. Erreichen wolle er das über den günstigen Preis, den Direktverkauf über seine eigene Webseite - und mit einer Klage gegen Apple. "Wir bereiten eine Klage vor. Sie betrügen die Kunden mit wertlosen, überteuerten Geräten. Meine Anwälte bereiten die Klage bereits vor." Im Januar soll es losgehen, vorher wolle er aber beweisen, dass sein Gerät einfach besser ist.

Gangster-Werbung

Damit die Kunden auch fleißig zugreifen, setzt Escobar auf eine im Technik-Bereich, nun ja, ungewöhnliche Marketing-Kampagne. Die Videos und Promobilder wimmeln vor vollbusigen Models in Lingerie, erinnern deutlich mehr an Rap-Videos oder Gangster-Porno. Eine frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Ästhetik, von der sich die Tech-Konzerne in der Regel aus guten Gründen fernhalten, wird bei Escobar geradezu zelebriert. Man kennt seine Fan-Basis. 

Ob die von Gauner-Glamour und Sex geblendeten Kunden dann am Ende mit dem Gerät glücklich sein werden, muss sich zeigen. Aufmerksame Beobachter haben bereits darauf hingewiesen, dass es sich beim Fold 1 vermutlich nur um eine umlackierte Variante des China-Faltphones Royole Flexpai handelt. Und das schnitt bei den ersten Testern eher mäßig ab. Für einen Preis von 350 Euro darf man eben keine Wunder erwarten.

Quellen: Digital Times, Produktseite

mma