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Brandbekämpfung: Big Wind – die stärkste Feuerwehr der Welt

Dieses Monster sieht aus, als käme es aus einem Science-Fiction-Film, doch Big Wind wurde gebaut, um Feuerquellen auszublasen. Dazu wurden die Triebwerke eines russischen Kampflugzeuges auf das Fahrgestell eines Panzers montiert.

The Big Wind vor dem Einsatz im Kuwait.

The Big Wind vor dem Einsatz im Kuwait.

Hersteller

The "Big Wind" ist eine Maschine wie aus einem Film der "Star Wars"-Reihe. Zwei riesige Triebwerke blicken drohend nach vorn, montiert sind sie auf einem Panzerfahrgestell. Dabei wurde "Big Wind" nicht für einen Film entwickelt, es ist ein reines Arbeitsgerät für die Feuerwehr. Es arbeitet nach dem gleichen System, wie Sie eine Kerze löschen. Sie holen tief Luft, spitzen die Lippen und blasen los.

Genau so arbeitet der "Große Windmacher". Erstmals wurde die Maschine 1991 eingesetzt, um die brennenden Ölquellen zu löschen, die von Saddam Husseins Armee bei ihrem Rückzug aus Kuwait in Brand gesteckt hatte. Gebaut wurde er von ungarischen Ingenieuren, das Konzept soll jedoch aus den Zeiten der UdSSR stammen. In der Sowjetunion wurde zum Löschen Ölquellenbränden und zur Schneeräumung von Flugplätzen ein einzelnes MiG-15-Strahltriebwerk verwendet, das auf der Ladefläche eines Lastwagens befestigt war. So war die Maschine aber nicht stark genug, um die Brände in Kuwait zu bekämpfen. Also rüstete die Firma MB-Drilling das Konzept zu "Big Wind" auf.

Kampfpanzer: Vom Leopard 2 bis zum T-14 - das sind die wichtigsten Panzermodelle
Der Leopard 2A6 kann sich in Vergleichsübungen der NATO Panzer regelmäßig gegenüber dem M1 Abrams durchsetzen. Hierbei kommt es aber vor allem auf die taktischen Fähigkeiten der Besatzung an. Im Panzerwettbewerb 2016 der USA hatten die beiden Army Teams mit ihren M1 keine Chance. Die drei Leopard-Mannschaften aus Deutschland, Dänemark und Polen belegten die ersten drei Plätze. Sieger wurde Deutschland.

Der Leopard 2A6 kann sich in Vergleichsübungen der NATO Panzer regelmäßig gegenüber dem M1 Abrams durchsetzen. Hierbei kommt es aber vor allem auf die taktischen Fähigkeiten der Besatzung an. Im Panzerwettbewerb 2016 der USA hatten die beiden Army Teams mit ihren M1 keine Chance. Die drei Leopard-Mannschaften aus Deutschland, Dänemark und Polen belegten die ersten drei Plätze. Sieger wurde Deutschland.

Verstärkte Version

Zum Windmachen werden zwei Triebwerke des MiG-21 Kampfflugzeugs verwandt. In der Luft katapultieren sie mit ihrem Rückstoß den Jäger nach vorn. Sie wurden modifiziert, dass sie vor allem Luft bewegen – außerdem stemmt sich ihrem Druck nun das Panzerfahrgestell entgegen. Als Basis wurden alte Panzer der Typen T-34 und T-62 verwendet.

Jedes der Triebwerke liefert 27.000 Pfund Schub und kann einen MiG-Jäger mit mehr als doppelter Schallgeschwindigkeit antreiben. Vorteil der Konstruktion: Das Triebwerk verbrennt den Sauerstoff in der Luft weitgehend, das ausströmenden Gas facht ein Feuer nicht weiter an.

Zusätzlich wird Wasser durch sechs Feuerwehrschläuche je Triebwerk in den Luftstrom geblasen. So wird der Brandherd abgekühlt. Denn es reicht nicht aus, einen Ölbrand nur kurzfristig zu ersticken, wenn sich das Öl danach an glühenden Stahlteilen wieder entzünden würde.

Das Triebwerk einer MiG-21.

Das Triebwerk einer MiG-21.

Hersteller

Nicht für jeden Brand geeignet

Seit 1991 ist die ultimative Wasserkanone immer mal wieder bei Ölbränden im Einsatz. Ölquellen konnte man vorher nur ausbrennen lassen. Große Brände lassen sich selbst durch den Einsatz von Druckwellen-Bomben nicht löschen, weil sie sich, nachdem die Welle verklungen ist, schnell wieder neu entzünden. Allzu mächtige Explosionen würden die Bohrlöcher und Installationen in der Tiefe zerstören. Sie werden von Big Wind nicht beschädigt, oberhalb des Bodes rasiert die sich rasend schnell bewegende Dampfkeule allerdings alles weg. Einen Hausbrand könnte Big Wind kaum löschen, dann würden die Trümmer des Hauses hunderte von Metern durch die Luft geschleudert werden.

Die Besatzung besteht aus drei Personen – dem Fahrer, einem Mann, der die Strahltriebwerke und Wasserdüsen steuert und einem Feuerwehrchef.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?