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"Dreadnought": Dieser Schlachtkreuzer verwandelte alle älteren Kriegsschiffe in schwimmendes Altmetall

Als die "Dreadnought" vom Stapel lief, deklassierte sie alle älteren Schlachtschiffe. Das gewaltige Schiff führte zu einem gewaltigen Wettrüsten und doch saß die Marine mit ihr einem Irrtum auf.

Das Schlachtschiff "Dreadnought" stellte mit seiner schweren Bewaffnung alle bisherigen Kriegsschiffe in den Schatten.

Der Name "Dreadnought" bedeutet "Fürchte nichts" und so sah das Schlachtschiff auch aus, als es 1906 gebaut wurde. Es war ein stählerner Koloss in Schlachtgrau. Ein Aufbau trug die Brücke - sonst dominierten fünf gewaltige Geschütztürme mit Doppelrohren den Anblick. Von nun an prägte die Form der "Dreadnought" den Bau der gewaltigen Schlachtschiffe, bis die Gattung nach dem Zweiten Weltkrieg unterging. In mancher Hinsicht entwickelten sich die Schiffe weiter, aber sie blieben doch der Grundidee der "Dreadnought" treu: Alles was zählte, waren die Big Guns, die großen Geschütze, und die Panzerung.

Das düstere Schiff hatte schon vom Äußeren nichts mit der von Wimpeln geschmückten Marine des vorhergehenden Jahrhunderts gemein. Die "Dreadnought" sah aus, als hätte sie die Bunker des Ersten Weltkriegs vorweggenommen und auf die See transportiert. Die Aufbauten waren auf das Nötigste reduziert, das Innenleben des Schiffes fand nach Möglichkeit im geschützten Rumpf statt.

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Nur noch große Kanonen

Das Besondere war aber die Bewaffnung. Die "Dreadnought" besaß fünf Türme mit je zwei Läufen des Kalibers 30,5 cm, davon drei mittschiffs und jeweils einer seitlich der Aufbauten. Sie besaß keinerlei mittlere Artillerie, dafür aber 22 Geschütze mit 7,6 cm zur Abwehr von Torpedobooten. Damit setzte sich der Entwurf von den Schiffen davor ab. Diese besaßen zwar einen oder zwei Geschütztürme eines schweren Kalibers, doch die Hauptbewaffnung bestand aus Kanonen mit mittleren Kalibern.

Der Grund: Auf weite Entfernung war es im 19 Jahrhundert nicht möglich zu zielen. Wer den Gegner treffen wollte, musste nah ran. Das hatte zwei Konsequenzen: Die wesentlich schnellere Schussfolge und die größere Anzahl von Kanonen mittleren Kalibers machte es möglich, weit mehr "Feuer" auf den Gegner zu konzentrieren, – so erzielte man eine stärkere Wirkung. Die zweite Konsequenz: Das klassische Seegefecht wurde von der Breitseite her bestimmt. In einer seitlichen Anordnung konnte das Feuer der vorderen und hinteren Türme und der Geschütze einer Seite auf den Gegner konzentriert werden.

Die "Dreadnought" revolutionierte hingegen die Idee der Seeschlacht. Der Fortschritt bei optischen Geräten zur Zielerfassung versetzte ihre schweren Geschütze in die Lage, den Gegner auf weite Entfernung zu beschädigen, beziehungsweise zu versenken. Das eigentliche Gefecht würde dann in der Phase der Annäherung entschieden. Zu einer Begegnung Seite an Seite auf mittlere Entfernung würde es gar nicht mehr kommen. Jedes ältere Schlachtschiff wäre bei einem Gefecht mit der "Dreadnought" in Stücke geschossen worden, lange bevor es selbst Wirkungstreffer hätte landen können.

Und so waren mit einem Mal alle älteren Schiffe nur noch schwimmender Schrott. Paradox für England: Die Entwertung der alten Einheiten traf das Land mit der mächtigsten Flotte – nämlich Großbritannien – am härtesten. Auch wenn die "Dreadnought" ein britisches Schiff war, gab es für den Rivalen Deutschland nun die Chance, zur britischen Seemacht aufzuschließen, wenn man nur schnell genug Schiffe des neuen Typs bauen würde. Der Stapellauf löste dann das beispiellose Wettrüsten zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Großbritannien aus. Einer der Momente, die zum Ersten Weltkrieg führten.

Eine sterbende Gattung

Das zweite Paradox der "Dreadnought": Ihr Entwurf war genial und revolutionär und doch leitete sie eine maritime Fehlentwicklung ein. Obgleich nach ihr unzählige Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer bebaut wurden, entschieden sie alle keine einzige wichtige Seeschlacht mehr. Im Ersten Weltkrieg kam es zu einigen Seegefechten, aber es gab nicht die Entscheidungsschlacht von der die Admirale träumten. Fast wäre es in der Skagerrakschlacht zu so einer Auseinandersetzung gekommen, aber diese Schlacht wurde abgebrochen und führte zu keinem entscheidenden Ergebnis. In der Zwischenkriegszeit gab es keine Kriege zwischen großen Seemächten. Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte die Zeit sich geändert: Kleine Flugzeuge beherrschten die Meere, die Großkampfschiffe mussten sich vor ihnen verstecken.

Im Laufe der Zeit wurden die Big Guns der Schlachtschiffe noch viel größer als zu Zeiten der "Dreadnought", doch im Zweiten Weltkrieg wurden die großen Seeschlachten von den Flugzeugen der Träger entschieden. Die größte Kanone war nicht mehr die tödlichste Waffe. Flugzeuge griffen die Giganten mit Bomben und Torpedos an, während die Träger weit außerhalb der Reichweite der Kanonen operierten. So sank die "Bismarck" – die man damals für das modernste Schlachtschiff der Welt hielt - und später die "Yamato", das größte Schlachtschiff der Welt. Ihre Big Guns – neun Rohre vom Kaliber 46 Zentimeter – konnten keinen Treffer landen, bevor das gewaltige Schiff versank.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.