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Ekranoplan Airfish 8: Modernes Luft-Wasser-Taxi basiert auf dem Entwurf von Hitlers Raketenbauer

Der Airfish 8 fliegt nur knapp über den Wellen. Er soll als Luxus-Taxi zwischen Inseln und Festland arbeiten. Das Design basiert auf Alexander Lippisch. Der konstruierte schon den Raketenjäger Me 163 für Hitlers Luftwaffe.

Der Airfish 8 besitzt sehr breite Stummelflügel.

Der Airfish 8 besitzt sehr breite Stummelflügel.

Hersteller

Beim Thema "Ekranoplan" denken Fans unwillkürlich an Russland und die UdSSR. Hier wurden gigantische Bodenflugzeuge gebaut, die in geringer Höhe über dem Meeresspiegel flogen. Aber neben den Raketenträgern des Militärs hat es in der UdSSR auch kleine Flugzeuge gegeben, die den Bodeneffekt nutzen.

Während in Russland von gigantischen Lastflugzeugen geträumt wird (Lesen Sie hierzu: "Russland will das größte Frachtflugzeug der Welt bauen") und der Kreml einen Nachfolger des Kaspischen Seemonsters in Auftrag (Lesen Sie hierzu: "Orlan – Russland baut Nachfolger des kaspischen Seemonsters") gibt, wird in Singapur ein weitaus kleineres Bodenflugzeug entwickelt.

Der Airfish 8 von Widget Works basiert auf einem deutschen Nachkriegsdesign. Er schwebt zwischen 0,5 und sieben Metern über dem Wasser und erreicht eine Geschwindigkeit von fast 200 km/h. Anders als die Modelle der UdSSR ist der Airfish 8 kein Lastenträger. Er ist als Personenfähre für bis zu acht Personen konzipiert.

Der Bodeneffekt führt dazu, dass ein Ekranoplan Geschwindigkeiten wie ein Flugzeug erreichen kann, was bei einem Schiff praktisch nicht möglich ist. Im Vergleich zu einem Flugzeug benötigt der Ekranoplan wesentlich weniger Sprit. Hinzu können Vorteile bei den Bestimmungen des Gesetzgebers kommen.

Ekranoplan: Airfish 8 - surfen über den Wellenkämmen
Es ist keine Ausbildung zu einem echten Piloten notwendig, um den Ekranoplan zu starten. 

Es ist keine Ausbildung zu einem echten Piloten notwendig, um den Ekranoplan zu starten. 

Die Airfish-Modelle von Wiget Works konkurrieren mit finnischen und russischen Firmen. Ihre Entwürfe beruhen auf Patenten und Prototypen, die die von Dr. Alexander Lippisch stammen.

Lippisch ist heute weitgehend unbekannt, gehört aber zu den großen Flugzeugkonstrukteuren des 20 Jahrhunderts. Er gilt als "Vater" des Deltaflügels. Im Zweiten Weltkrieg basierte der Raketen-Abfangjäger Messerschmitt Me 163 "Komet" auf seinem "Projekt X". Nach dem Zweiten Weltkrieg basierten die Rekordflugzeuge Convair XF-92, der Jäger Convair F-106 und der überschallschnelle strategische Bomber Convair B-58 auf seinen Entwürfen.

Umgekehrtes Delta-Design

Er entwickelte in den Sechziger Jahren umgekehrt gepfeilte Flügeldesigns, die es möglich machen, den Bodeneffekt in relativ großer Höhe zu nutzen. In Lippichs Design wirkt der Effekt noch in einer Höhe von 50 Prozent der Spannweite, bei den Modellen aus der UdSSR waren es nur 10 Prozent. Wegen der Größe der militärischen Ekranoplane erreichten diese dennoch eine ausreichende Höhe. Doch kleinere Modelle hätten Probleme den Bodeneffekt auf rauer See zu nutzen. Zwar ist auch ein reiner Flugbetrieb denkbar, doch dann wären die Maschinen unwirtschaftlich gewesen.

So gesehen ist der Airfish-8 ein Flugzeug, welches auf dem 50 Jahre alten Lippisch-Design beruht. Die Maschine ist 17,2 Meter lang, die Spannweite beträgt 15 Meter. Die Hülle besteht aus kohlefaserverstärkten Kunststoff. Für den Antrieb wird ein Automotor mit 500 PS genutzt.

Der Airfish fliegt im Normalbetrieb in bis zu sieben Metern Höhe, kann also auch unruhige See überfliegen. Die Reichweite liegt bei 500 Kilometern, die Reisegeschwindigkeit beträgt mehr als 148 km/h.

Der Airfish wird sicher keinen normalen Fährverkehr übernehmen. Sein Anwendungsgebiet könnet es etwa sein, Gäste schnell zu Luxushotels auf Inseln zu bringen. Auch wäre es denkbar, so ein Flugzeug zu einer medizinischen Notfallstation umzubauen und Ärzte und Patienten schnell übers Meer zu transportieren.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.