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Preisschock bei der USS Zumwalt: 800.000 Dollar pro Schuss: Superzerstörer wird de facto entwaffnet

Abrüstung aus Kostengründen: Der mächtigste Zerstörer der Welt hat keine Munition mehr an Bord. Eines der extra für die USS Zumwalt entwickelten Geschosse sollte mindestens 800.000 Dollar kosten – das ist selbst dem Pentagon zu teuer.

Die Stealth-Technik führt zu dem futuristischen Aussehen des Schiffs-

Die Stealth-Technik führt zu dem futuristischen Aussehen des Schiffs-

Die USS Zumwalt ist ein Schiff der Superlative. Sie ist der mächtigste Zerstörer, der je die See durchpflügte. Mit 16.000 Bruttoregistertonnen (BRT) ist sie so groß wie ein Schlachtkreuzer aus dem zweiten Weltkrieg. Außerdem ist das gewaltige Schiff mit der Stealth-Technik ausgerüstet und bleibt für das Radar unsichtbar. 

Doch leider hat die Zumwalt auch andere Superlative zu bieten und zwar in den beliebten Disziplinen Kostensteigerungen und Verzögerungen. Die Idee, eine ganze Flotte dieser Schiffe als Ablösung der Arleigh-Burke-Zerstörer zu bauen, wurde daher schon vor langer Zeit beerdigt. Nur noch drei Exemplare der Zumwalt-Klasse sollen gebaut werden. Die USS Zumwalt gilt nur noch als Technologieträger, als Studie dessen, was machbar ist.

"USS Zumwalt": US-Navy zeigt Innenleben ihres Stealth-Zerstörers
Der ganze Stolz der US-Flotte: Die "USS Zumwalt" hat in der Marinebasis in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island angelegt. Gebaut wurde das Schiff mit einer Verdrängung von über 15.000 Tonnen an der US-Ostküste. In Zukunft wird die "Zumwalt" jedoch im Pazifik operieren.

Der ganze Stolz der US-Flotte: Die "USS Zumwalt" hat in der Marinebasis in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island angelegt. Gebaut wurde das Schiff mit einer Verdrängung von über 15.000 Tonnen an der US-Ostküste. In Zukunft wird die "Zumwalt" jedoch im Pazifik operieren.

Extreme Kosten

Nach Informationen von Defence News kommt eine weitere Herabwürdigung auf das stolze Schiff zu. Das Pentagon hat offenbar die Munition für die Hauptwaffen des Schiffes gestrichen. Ein einziger Schuss mit einer der 155-mm-Kanonen hätte satte 800.000 US-Dollar (etwa 720.000 Euro) gekostet. Das war dann selbst dem US-Militär zu teuer.

Es handelt sich allerdings nicht um eine normale Schiffskanone. Die Zumwalt besitzt ein sogenanntes Advanced Gun System (AGS). Neben der weitgehenden Automatisierung der Kanonen sollte vor allem die Munition (Long Range Land-Attack Projectile, LRLAP) überzeugen. Sie reicht über 120 Kilometer weit. Das geführte Lenkprojektil schlägt dabei extrem präzise ein. Stimmen die Zieldaten, könnte man vom Schiff aus sogar in Straßenkämpfe eingreifen.

Marine-Rüstung: Seemacht - die wichtigsten Kriegsschiffe der Welt
Die USS Zumwalt sieht aus wie ein Sternenzerstörer zu Wasser. Vollgestopft mit Lenkwaffen soll sie die Macht der US-Marine auf allen Weltmeeren sichern. Aber die Kostenexplosion ließ die geplante Zerstörer-Flotte auf nur drei Exemplare schrumpfen. Zudem wird sie von Pannen geplagt.  Lesen Sie:  USS Zumwalt - Das ist der größte und tödlichste Zerstörer aller Zeiten

Die USS Zumwalt sieht aus wie ein Sternenzerstörer zu Wasser. Vollgestopft mit Lenkwaffen soll sie die Macht der US-Marine auf allen Weltmeeren sichern. Aber die Kostenexplosion ließ die geplante Zerstörer-Flotte auf nur drei Exemplare schrumpfen. Zudem wird sie von Pannen geplagt.

Lesen Sie:

USS Zumwalt - Das ist der größte und tödlichste Zerstörer aller Zeiten

Schrumpfen der Zumwalt-Flotte

So zumindest die Theorie. Allein die extremen Kosten machen den Einsatz der Kanone unsinnig. Die Idee hinter der smarten Kanone war, dass ihr Projektil günstiger ist als eine herkömmliche Lenkwaffe. Dieses Ziel wurde offenbar verfehlt: Eine Tomahawk-Rakete mit bis zu 2500 Kilometern Reichweite kostet ab 650.000 Euro. Das ist besonders bitter, weil die Entwicklung der Kanone recht störungsfrei verlief. Eine Quelle der Navy sagte zu Defence News: "Wir haben keine Probleme mit der Kanone und keine Probleme mit dem ganzen . Wir haben ein Problem mit dem Preisschild." Selbst die 800.000 Dollar seien eine optimistische Annahme: "Das dürfte vermutlich zu niedrig gegriffen sein. Das ist der Preis, den die Beschaffung erreichen wollte." Die extremen Kosten entstehen allerdings vor allem durch das Schrumpfen der Zumwalt-Flotte. Die geringen Stückzahlen führen zu höheren Produktionskosten, vor allem aber schlagen die umgelegten Entwicklungskosten zu Buche.


Outdated vor dem Stapellauf

Letztlich wird die Zumwalt ein Opfer ihrer Verzögerungen. Noch vor einigen Jahren beschrieb man die neu eingeführten Geschütze im Kaliber 155 Millimeter – anstatt der üblichen 127 Millimeter – mit ehrfürchtigen Staunen, aber inzwischen entwickelt die Navy elektrische Railguns für ultraschnelle und forscht an Lasern, um feindliche Raketen abzuwehren. Eine Kanone mit verbesserter Reichweite wirkt da ziemlich altmodisch. Derzeit sieht es so aus, als würden die mächtigen 155-Millimeter-Geschütze der Zumwalt schon vor dem ersten Schuss zum alten Eisen gehören. Es gibt bereits Gerüchte über eine Modernisierung mit einer Railgun.

Das russische Pendant, die Lider-Class, setzt auf eine Bewaffnung mit Raketen und Cruise Missiles.

Billiger Ersatz gesucht

Trotz des Debakels wird die Zumwalt nicht gänzlich unbewaffnet über die Meere schippern können. Die Navy wird als Ersatz auf eine bestehende Entwicklung zurückgreifen. Es gibt mehrere Varianten gelenkter und reichweitengesteigerter Munition, die erprobt werden sollen. Gute Aussichten hat das ältere und erprobte Excalibur-Geschoss des Heeres. Bei der Excalibur liegen die Produktionskosten derzeit bei etwa 60.000 Dollar.

Sinn macht das Ganze allerdings auch nicht: Die Heeres-Munition hat mit weniger als 50 Kilometern eine sehr viel geringere Reichweite, als ursprünglich für die Zumwalt geplant war.


Gernot Kramper
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.